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Solstice: Pray For The Sentencing (Review)

Artist:

Solstice

Solstice: Pray For The Sentencing
Album:

Pray For The Sentencing

Medium: CD
Stil:

Death-/Thrash Metal

Label: Divebomb Records
Spieldauer: 105:45
Erschienen: 12.06.2012
Website: [Link]

Mit dieser 2CD-Wiederveröffentlichung werden erfreulicherweise gleich drei Scharten ausgewetzt.

1. Das erste SOLSTICE-Album ist endlich wieder erhältlich (neu gemastert auf CD 1).
2. Das zweite SOLSTICE-Album ist endlich wieder erhältlich (neu gemastert auf CD 1).
3. Das klangtechnisch seinerzeit voll in den Sand gesetzte „Pray“ wurde noch einmal komplett neu (aber mit Sinn für den Spirit der Scheibe) abgemischt und haut jetzt ungefähr doppelt so gnadenlos ins Kontor wie 1995 (CD 2).

Beide Platten bieten 90er Death/Thrash der räudigsten Sorte und leben von der Ungeschliffenheit des ganzen Ansatzes. Weder auf „Solstice“ noch auf „Pray“ gibt es irgendwas Schönes oder „Auflockerndes“ im Sinne Aggression abtödender Dudel-Melodien, mit denen die heutige Metalgemeinde unverständlicherweise so ziemlich jede Stilistik dichtkleistert – wie unpassend das auch sein mag. Auch antiseptische Plastiksounds sucht man vergeblich. Hier herrscht vernichtende Brutalität und Hässlichkeit in Form schädelspaltender Thrash-Riffs, krachender Gitarren- und Drumsounds und stinksauren Gebrülls – dargeboten in der Unmittelbarkeit und Direktheit, die im Lichte heutiger Veröffentlichungen wohl leider nicht mehr als ein Zeichen der Zeit waren.

Dabei unterscheiden sich „Solstice“ und „Pray“ nicht so sehr voneinander, wie die zwischenzeitliche Umbesetzung an den Schlüsselpositionen Gesang und Gitarre vermuten lassen. Zwar hat Christian Rudes das angsteinflößendere Organ, aber das ist auch schon der Hauptunterschied. Macht gar nichts, denn beide Scheiben gehören ohne Einschränkung zum Stärksten, was man aus der Ecke bekommen kann, kommen ohne Umschweife zur Sache und haben auch 20 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung weder an Durchschlagskraft, noch an Relevanz verloren. Letztere ist in Zeiten immer uniformerer Bands und unmusikalischerer Produktionen eher gewachsen.

FAZIT: Die meisten Freunde solcher Art Musik werden diese beiden Klassiker bereits besitzen. Ob sich die Neuanschaffung für den Remix von „Pray“ lohnt muss jeder selber entscheiden. Wer der Scheiben bisher nicht habhaft werden konnte, sollte jetzt zuschlagen und sich unbedingt auch gleich noch das 2009 erschienene Comeback „To Dust“ bestellen, das den Faden nahtlos weiter spinnt und in musikalischer Hinsicht vielleicht das beeindruckendste Werk dieser wütenden Männer darstellt.

Nachtrag 30.9., um der journalistischen Sorgfalt Genüge zu tun. Leider stand mir für das Review nicht meine eigene Anlage zur Verfügung, sondern nur etwas Kleines, Schepperndes. Bei Lichte besehen klingt der Remix von "Pray" zwar deutlich klarer, transparenter und fetter, aber auch recht künstlich und die Drumtrigger gräßlich. Die Aussage, dass der Remix mit Sinn für den Spirit der Platte vorgenommen wurde, wird also hiermit zurück genommen.

Hendrik Lukas (Info) (Review 6713x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • Transmogrified
  • Cleansed Of Impurity
  • Eternal Waking
  • Survival Reaction
  • S.M.D.
  • Netherworld
  • Plasticized
  • Cataclysmic Outburst
  • Aberration
  • The Unseen
  • Denial
  • Pray
  • All Life Lost
  • Freedom Denied
  • Close Minded Failure
  • Depression
  • Bleeding Unborn
  • One At A Time
  • Eyes See Red
  • The Unseen
  • Denial
  • Pray
  • All Life Lost
  • Freedom Denied
  • Close Minded Failure
  • Depression
  • Bleeding Unborn
  • One At a Time
  • Eyes See Red

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