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Audrey Horne: Youngblood (Review)

Artist:

Audrey Horne

Audrey Horne: Youngblood
Album:

Youngblood

Medium: CD
Stil:

Hard Rock/Classic Rock

Label: Napalm/Universal
Spieldauer: 42:57
Erschienen: 01.02.2013
Website: [Link]

Bitte beachtet auch unser AUDREY HORNE Massen-Review unter den Kolumnen!

Das vierte AUDREY HORNE-Album klingt auf den ersten Hör schon deutlich anders als seine beiden Vorgänger. Bereits auf dem selbstbetitelten 2010er Werk ging es mehr in Richtung Classic Rock, wobei modernere Einflüsse wie ALICE IN CHAINS oder FAITH NO MORE noch deutlich herauszuhören waren. Davon hat man sich nun vollständig verabschiedet. Heute kommen einem stellenweise eher Bands wie UFO, THIN LIZZY, MOLLY HATCHET oder DEEP PURPLE in den Sinn, wenn es darum geht, eine Orientierungshilfe für die Beschreibung der aktuellen Ausrichtung der Norweger zu finden. Demnach bilden nun aufs Wesentliche reduzierte, knochentrockene Riffs, ausufernde Gitarren-Soli sowie Orgel-Klänge der 70er die musikalische Basis der 10 neuen Songs. Auf druckvolle Gitarrenwände, groovige Rhythmen sowie das übliche Stopfen von Soundlöchern wird verzichtet, stattdessen dominiert z. B. ein sehr basischer Gitarrensound und auch insgesamt klingt "Youngblood" ziemlich… retro, dabei allerdings kein bisschen kraftlos oder angestaubt.

Jetzt kann man der Band sicher vorwerfen, auf den gerade rollenden Zug aufspringen zu wollen und dass es eine weitere Classic-Rock Band, die sich an der ach so glorreichen Vergangenheit orientiert, nicht braucht. Doch schaffen es AUDREY HORNE die genannten Einflüsse mit ihrer ganz eigenen Art des Songwritings so zu kombinieren, dass dabei mehr entsteht als nur die nächste rückwärts gewandte beinah-Cover-Band. Insbesondere die ersten drei Songs ("Redemption Blues", "Straight Into Your Grave" und "Youngblood") begeistern durch ihre schlicht großartigen AUDREY HORNE-typische Ohrwurm-Melodien, die trotz des veränderten Gesamtsounds das gleiche "Ahh"-Gefühl auslösen wie auf den beiden vorherigen Alben, auch wenn es vielleicht den einen oder anderen Durchlauf mehr benötigt, bis die gewohnte Wirkung auftritt. Insbesondere Sänger Tochie glänzt erneut mit superben Gesangslinien und ist nach wie vor das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Band. Im Anschluss an den famosen Auftakt wird das Songwriting-Niveau dann zwar etwas niedriger, aber auch in den weniger spektakulären Songs in der Album-Mitte (z.B. "There Goes A Lady, ") finden sich immer wieder auch ganz famose Variationen, die den Spannungsbogen weiter aufrecht halten, während zum Ende hin die Hitdichte wieder zunimmt und "Youngblood" mit "This Ends here" mindestens noch einen weiteren Überflieger bereithält.

FAZIT: AUDREY HORNE orientieren sich nun vollständig in Richtung Hardrock und Metal der 70er und frühen 80er, schaffen es aber, dabei nicht zur musikalischen Zitatesammlung zu verkommen, sondern vielmehr mit einem hohen Eigenanteil und vor allem erneut großartigem Songwriting Neues zu schaffen. "Youngblood" ist ein deutliches musikalisches Ausrufezeichen im noch jungen Jahr, auch wenn die Anzahl der Überhits auf dem letzten Album doch noch einen Tick größer war.

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 4125x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Redemption Blues
  • Straight Into Your Grave
  • Youngblood
  • There Goes A Lady
  • Show And Tell
  • Cards With The Devil
  • Pretty Little Sunshine
  • The Open Sea
  • This Ends Here
  • The King Is Dead

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
joschi
gepostet am: 15.02.2013

Verfluchte Presse…
Persönlichkeitsrechte (nicht meine) werden mit Hinweis auf Pressefreiheit verletzt, dann wird die Erwartungshaltung (jetzt meine) an das neue Audrey Horne Album so hochgeschraubt, dass man (ich) nach den ersten Hördurchgängen tief enttäuscht ist.

Der Vorgänger war (und ist) ein richtig gutes Album, „Youngblood“ wird von Metal Hammer + Rock Hard auf Platz 1 im eigenen Soundcheck platziert, die weiteren landläufigen (und teilw. ernüchternden) Rezensionen in Online-Magazinen werden flüchtig ignoriert. Somit wird das neue Album gekauft, gehört und …für eher nicht so berauschend empfunden.

Einzig der Titeltrack, There Goes A Lady und The King Is Dead finden bei mir Gefallen. Der Rest wird immer öfters Opfer der Skip-Taste.

Empfehlung:
Man nehme das Beste aus den Alben „Youngblood“ (Audrey Horne), „Lights Out“ (Graveyard) sowie „Head Down“ (Rival Sons) und brenne sich einen aktuellen „New-Classic-HardRock“-Sampler fürs Autoradio. Wenn die CD dann bis zum geht nicht mehr durchgenudelt ist, besinne man sich auf die Original-Bands aus den 70er Jahre.

N.S.
Mein Dank der Presse…, ich habe einige Juwelen im meinem CD-Regal, welche ich nur durch Plattenkritiken kennen gelernt habe.

Punkte fürs Album?
Für „Youngblood“ = nicht so viele
Für den Sampler = volle 15
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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