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Lilith Laying Down: Nether Regions (Review)

Artist:

Lilith Laying Down

Lilith Laying Down: Nether Regions
Album:

Nether Regions

Medium: CD
Stil:

Power / Death / Prog Metal

Label: Bret Hard / SAOL
Spieldauer: 66:06
Erschienen: 08.03.2013
Website: [Link]

Nach einem Demo legt diese Kölner Band ein bereits recht ambitioniertes, auf Eigenständigkeit geeichtes Album vor. Die Krux des Ganzen? Es lässt total kalt.

LILITH LAYING DOWN bemühen sich um epische Refrains ("Chosen Ones", "Fated To Die") und interessante Akkordfolgen beziehungsweise Arrangements, aber richtig packende Songideen, geschweige denn zündende Melodien, haben sie nicht komponiert. Pavlos Batziakas ist mit seiner knorrigen Stimme auch recht eingeschränkt ("Even The Night") und was seine Texte betrifft manchmal ein wenig bieder ("Death Of A Norseman").

Für die Ziellosigkeit von LILITH LAYING DOWN zieht man am besten "You Defy" als Beispiel heran. Für Fans von OPETH, METALLICA und CANDLEMASS soll ihre Musik geschaffen sein, und das ist zwar irgendwie alles ein bisschen wahr, bloß muss man es sich auf Kreisklasse umgesetzt vorstellen. Das Quartett brennt nicht lichterloh, dümpelt meistens im Midtempo herum ("Mans Fate") und macht dabei eigentlich mitnichten eine schlechte Figur. Die "satanische" Spielzeit in allen Ehren, aber eine Menge Parts auf "Nether Regions" hätten einfach nicht müssen sein, allen voran das fast sieben Minuten lange Outro.

"King Of Gods" mit seinem verspielt akustischen Beginn und das ähnliche gestrickte "Life Is That Pain" kommt die bedachtsame, natürliche Produktion zugute. Dynamisch haben LILITH LAYING DOWN tatsächlich schon mehr gelernt als einige der ganz Großen. "Nightmare Of Your Life" ist mit leichter Überlänge klar das herausragende Stück und ein bisschen "Master Of Puppets" für Arme, positiv gemeint allerdings.

So wenig berechnet die Combo agiert, ist ihr kompromissbehaftetes Quer-durch-den-Garten-Konzept ("What Lies Beneath": Death-Growls, zuckersüße Bridge und finster dissonanze Riffs zwischendurch) genau das, was Metal als vermeintlich kompromisslose Musik nicht braucht.

FAZIT: "Nether Regions" legt Zeugnis über die Gehversuche engagierter und fähiger Musiker ab, die ihren Metal nicht trivial spielen wollen, doch angesichts der ziellosen Musik (weniger ist mehr) auf dem Album, ganz zu schweigen von seinem beschissenen Artwork werden LILITH LAYING DOWN zumindest vorerst ungerechtfertigterweise auf den Grabbeltischen der Festival-Händler landen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 3797x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Fated To Die
  • King Of Gods
  • Life Is That Pain
  • You Defy
  • What Lies Beneath
  • Death Of A Norseman
  • Chosen Ones
  • Even The Light
  • Nightmare Of Your Life
  • Mens Fate
  • Tear In My Eye

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Uli H.
gepostet am: 26.04.2013

User-Wertung:
14 Punkte

Also das ist mit Abstand die schlechteste review die ich je gelesen habe...abgesehen davon das der Autor anscheinend nicht mal die Namen der Songs richtig kennt (statt "Even the LIGHT" nennt er es "Even the night"...), ist es mir unbegreiflich wie man ausgerechnet diesem Sänger "Eingeschränktheit" attestieren will..?!?! Wie variabel soll man noch singen? Er beherrscht mehr Gesangstechniken als viele der ganz Großen. Ob es einem gefällt ist natürlich Geschmackssache. Aber jemand der sich ein bischen auskennt erkennt auf jeden Fall das der Sänger Pavlos alles andere als eingeschränkt ist mit seiner Stimme...unglaublich. Und das was hier als "Ziellosigkeit" interpretiert wird und somit die gesamte Leistung dieser Jungs niedermacht, ist für mich nur ein deutliches Zeichen für die "Eingeschränktheit" des Autors. Für mich seit langem eine der besten Neuerscheinungen auf dem Markt!
MetalManiac
gepostet am: 26.04.2013

Also ich stimme Uli zu. Ich habe Lilith Laying Down live erlebt und ich kenne wenige (sogar professionelle) Bands bei denen der Sänger live genauso gut oder stellenweise sogar noch besser singt wie auf dem Album. Ich kann verstehen das man bei der Vielfältigkeit dieses Albums erstmal irritiert ist, aber ein professioneller Autor für Band Reviews muss sich auch bewußt sein das er mit seinen Texten die er verfasst den Werdegang der Bands beeinflussen kann. Und wieso Steine in den Weg legen? Musiker habens eh schwer genug heutzutage (bin natürlich selbst einer ;-) Also ich kann nur raten: lasst euch durch solche reviews nicht abschrecken sondern hört selbst hinein und macht euch ein eigenes Bild. Cheers
@ Uli: du musst kurz vor mir geschrieben haben...ich wollt eigentlich der Erste sein..;-)
Undertaker
gepostet am: 05.05.2013

User-Wertung:
13 Punkte

Ich find die Scheibe voll geil. Kann ich nur empfehlen. Stay Brutal!!!
Lilith
gepostet am: 31.05.2013

User-Wertung:
15 Punkte

ich sage nur:
"norseman - brave warrior...we their followers - all hail odin..."...saugeil!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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