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Maegi: Skies Fall (Review)

Artist:

Maegi

Maegi: Skies Fall
Album:

Skies Fall

Medium: CD
Stil:

Power Metal

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 52:50
Erschienen: 22.02.2013
Website: [Link]

An der Ästhetik (siehe Cover) gespart, dafür jedoch große Namen um sich geschart hat Oganalp Canatan von DREAMTONE, der Kopf dieses Projekts. "Skies Fall" beruht auf der gleichnamigen Sciencefiction-Serie und ist auch in einer Sammlerbox zu haben. Bei uns geht es natürlich in erster Linie um die Musik, welche sich als nicht allzu verstaubter Power Metal mit Prog-beziehungsweise Bombast-Schlag bezeichnen lässt.

Das einleitende Titelstück führt mit GRAVE DIGGERs Chris Boltendahl am Mikrofon passend opulent in die Fantasiewelt ein. Die Türken schreiben recht minimalistische Texte, welche das Konzept quasi allgemeinverbindlich halten, und dass eine weniger hemdsärmelige Kompositionsweise als bei den Teutonen die Stimme des Frontmanns derart aufwerten könnte, stand nicht zu erwarten. Allerdings brauchen sich die Macher von MAEGI nicht hinter der Prominenz zu verstecken, wie "No Response" und "Hide And Seek" zeigen, die Canatan jeweils vor synthetisch pluckerndem Hintergrund vorträgt wie ein kleiner Russell Allen. Spätestens hier wird die Ausrichtung des Projekts auf Refrains offensichtlich, aber generell patzen die Komponisten im melodischen Bereich zu keinem Moment.

Zak Stevens, auf ewig Savatages Baumwollstimme, steht für "Communication Breakdown" zur Stelle, bei dem es sich natürlich nicht um eine Coverversion handelt. Der schreitende und wehmütige Charakter des Stück wurde ihm auf den Leib geschneidert, wohingegen der epische Refrain vor eher treibendem Hintergrund abdeckt, womit eigentlich bei "Those We've Left Behind" zu rechnen gewesen wäre: Hansi Kürsch intoniert die herausragende akustische Ballade wie DEMONS & WIZARDS' "Fiddler On The Green", statt dass man versucht hätte, für ihn BLIND GUARDIAN zu kopieren, ein ohnehin hoffnungsloses Unterfangen.

Das Finale "In Silence" erinnert an die pathetischen ICED EARTH der jüngsten Zeit, doch die originelle Handschrift der Songwriter tritt während des theatralischen "A Different Fate" und insbesondere in "The Resistance" zutage: Sprechpassagen, folkloristische wie schwere Parts und eine mitreißende Hookline machen ein weiteres Highlight eines unverhofft überdurchschnittlichen Albums aus, dem weder das unauffällige "Take No Prisoner" noch Ripper Owens etwas ausmachen, der das fast poppige "Demise of Hopes" mit seinem unerträglich einseitigen Organ bedenkt.

FAZIT: Angenehm überschaubare, eingängige Songs, um Längen besser als DREAMTONE, eine warm tönende Produktion und in diesem Bereich geradezu meisterliche Arrangements machen "Skies Fall" praktisch zum Muss nicht nur für Fans der Beteiligten (Kürsch singt hier befreiter als auf allen Scheiben seiner Band aus den letzten zehn Jahren), sondern für Freunde von Metal mit (also doch) ästhetischem Metal auf der Höhe der Zeit - eine Rockoper aus der zweiten Reihe mit Anspruch, sich demnächst in die erste zu drängeln.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 4048x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Skies Fall
  • No Response
  • Communications Breakdown
  • Take No Prisoners
  • Hide and Seek
  • Those We've Left Behind
  • A Different Fate
  • The Resistance
  • Demise of Hopes
  • In Silence

Besetzung:

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