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Månegarm: Legions Of The North (Review)

Artist:

Månegarm

Månegarm: Legions Of The North
Album:

Legions Of The North

Medium: CD
Stil:

Viking Metal

Label: Napalm Records
Spieldauer: 50:42
Erschienen: 26.06.2013
Website: [Link]

Man dufte gespannt sein, in welche Richtung sich MÅNEGARM nach Weggang von Violinist Janne Liljeqvis und Haupttexter und Basser Pierre V. Wilhelmsson entwickeln würden. Auch wenn nach dem Intro der Titeltrack 'Legions Of The North' in fast Black-metallischer Manier nach vorne prescht, wird im Verlaufe doch recht schnell deutlich, dass MÅNEGARM nicht wirklich von ihrem Weg abweichen, sondern noch ganz genau wissen, wo ihre Stärken liegen.

So finden sich bereits im ersten Track typische 'Ohohoh'-Chorgesänge und auch die Violinpassagen lassen nicht lange auf sich warten. Die Tatsache, dass die Texte jetzt bis auf einen einzigen Track in englischer Sprache gehalten sind, ist ganz banal der Tatsache geschuldet, dass Texter Pierre irgendwann verschollen ist und die Band hier nicht mehr auf seine durchweg schwedische Lyrik zurückgreifen konnte. Das Ergebnis klingt im ersten Augenblick etwas martialischer und weniger individuell, hat sich aber grundsätzlich nicht vom Kerngedankengut von MÅNEGARM abgewandt.

Musikalisch ist „Legions Of The North“ recht abwechslungsreich gehalten und bietet eine gute Mischung aus harten, sehr harschen Parts bis hin zu akustischen, nachdenklichen Passagen. Insgesamt ist die Stilistik recht bunt gefächert und lässt sich nicht unbedingt klar in eine Schublade herunterbrechen. Klar definieren sich MÅNEGARM noch immer über die sehr typische Violine, die sie schon aus der Masse an Bands dieses Sektors heraushebt. Dazu kommt Grawsiös’ eigenwilliger, manchmal fast schräger Gesang, der das Bild maßgeblich prägt.

Dass man im Ansatz des Öfteren auch an andere Bands erinnert, ist indes keineswegs schlimm und schadet dem Album nicht wirklich. Denn auch wenn auf 'Echoes From The Past' und 'Forged In Fire' klar AMON AMARTH durchklingen und das geniale 'Hordes Of Hel' sich frech nach MOTÖRHEADs „Orgasmatron“ (Die erste Textzeile ist dann auch noch „I Am The One“) klingt, kann man MÅNEGARM niemals wirklich Plagiat vorwerfen, denn die individuelle Art, Songs zu komponieren und zu interpretieren, macht die Schweden einfach sehr sympathisch.

FAZIT: Auch in englischer Sprache gelingt es den Schweden gut, eine Hymne an den Norden zu
erschaffen und vielleicht ist es sogar der nächste Schritt nach vorn für die Band – sind doch die Tracks, auch wenn dem Charme der schwedischen Sprache beraubt, einfach leichter zugänglich und die Refrains noch leichter zu fassen. Highlights bietet „Legions Of The North“ genug – man lausche nur einmal den Ohrwürmern 'Eternity Awaits' oder 'Sons Of War'. Klasse Album, das auf ganzer Linie überzeugen kann.

PS: Das limitierte Digipack kommt mit dem coolen Bonustrack 'Wake The Gods', der fast punkig in bester MISFITS-Manier überrascht. Es gilt also nicht zu lange zu zögern.

Oliver Schreyer (Info) (Review 5236x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Arise
  • Legions Of The North
  • Eternity Awaits
  • Helvegr
  • Hordes Of Hel
  • Tor Hjälpe
  • Vigverk
  • Sons Of War
  • Echoes From The Past
  • Fallen
  • Forged In Fire
  • Raadh

Besetzung:

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