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Masters Of Disguise: Back With A Vengeance (Review)

Artist:

Masters Of Disguise

Masters Of Disguise: Back With A Vengeance
Album:

Back With A Vengeance

Medium: CD
Stil:

Speed Metal/Heavy Metal

Label: Limb Music
Spieldauer: 43:07
Erschienen: 29.11.2013
Website: [Link]

Die Vorab-EP „Knutson’s Return“ sowie vor allen Dingen der Videoclip „For Now And All Time“ haben reichlich Staub aufgewirbelt: Die MASTERS OF DISGUISE, Quasi-Nachfolger von SAVAGE GRACE, sorgten mit ihrem ersten musikalischen und optischen Lebenszeichen für ein großes Ausrufezeichen. Musikalisch, weil hier die deutschen Musiker der SAVAGE-GRACE-Reunion von 2009 gemeinsam mit Sänger Alexx Stahl pfeilschnellen US-Metal in höchst traditioneller Ausrichtung auf die Hörerschaft losließen. Optisch, weil im dazu gehörigen Videoclip – der im übrigens höchst professionell umgesetzt wurde und vermutlich ein hübsches Sümmchen Geld gekostet haben dürfte – die Rückkehr des durch und durch verdorbenen SAVAGE-GRACE-Cops manchem als zu gewaltverherrlichend und frauenfeindlich daherkam.

An dieser Stelle soll nicht weiter vertieft werden, ob das Video als gezielte Provokation für eine maximale Aufmerksamkeit genutzt wurde oder die Band tatsächlich ein wenig naiv an die Thematik herangegangen ist – an dieser Stelle soll es vor allen Dingen um die Musik gehen. Und die ist, daran hat sich im Vergleich zur EP grundsätzlich nichts geändert, qualitativ auf einem durchweg hohen Niveau. Mit „For Now And All Time“ hat man sich den Song vom Debütalbum ausgesucht, der die deutlichsten SAVAGE-GRACE-Gene besitzt (sieht man mal von der SAVAGE-GRACE-Coverversion „Scepters Of Deceit“ und dem von Grace-Mastermind Chris Logue verfassten „Templar’s Gold“ ab). Rasend schneller Speed Metal mit großartigen Melodien und einem naiven 80er-Jahre-Charme ausgestattet, voller Leidenschaft intoniert – auch das ein cleverer Schachzug.

Das restliche Material von „Back With A Vengeance“ zeigt sich ein wenig abwechslungsreicher. Neben dem traditionellen US-Metal treten auch immer wieder europäische und deutsche Einflüsse zu Tage. Sänger Alexx Stahl erinnert manches Mal an den jungen Hansi Kürsch, und auch musikalisch sind „Battalions Of Fear“ oder „Follow The Blind“ Alben, an denen sich MASTERS OF DISGUISE orientieren – wahlweise könnte man auch noch das SAVAGE-CIRCUS-Debüt „Dreamland Manor“ in den Ring werfen, das sich seinerzeit recht nah am frühen BLIND-GUARDIAN-Sound bewegte, oder frühe IRON-SAVIOR-Werke. Auch melodische Einschübe wie die beispielsweise immer wieder auftauchenden IRON-MAIDEN-Twin-Guitars lockern „Back With A Vengeance“ angenehm auf.

FAZIT: Heavy Metal lebt weniger von dem Drang nach akustischer Perfektion, sondern vielmehr von unbändiger Energie, von großartigen Melodien, manchmal eben auch von Provokation, von echtem Spirit, von Leidenschaft. All das ist auf dem Debüt der MASTERS OF DISGUISE im Überfluss vorhanden. „Back With A Vengeance“ ist nicht perfekt – aber genau deswegen ist es perfekt. Got it?

Lothar Hausfeld (Info) (Review 5012x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Back With A Vengeance
  • Never Surrender
  • The Omen
  • For Now And All Time (Knutson's Return)
  • Scepters Of Deceit
  • Alliance
  • Sons Of The Doomed
  • Liar
  • Into The Unknown
  • The Templars' Gold

Besetzung:

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  • keine Interviews
Kommentare
Thomas
gepostet am: 10.02.2014

User-Wertung:
12 Punkte

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