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Slave Republic: Quest For Love (Review)

Artist:

Slave Republic

Slave Republic: Quest For Love
Album:

Quest For Love

Medium: CD
Stil:

Synthiepop / Wave

Label: Accession/Indigo
Spieldauer: 49:16
Erschienen: 15.02.2013
Website: [Link]

Drei Jahre nach dem Debüt "Electric One" legt das Düsseldorf/Berliner Synthiepopduo SLAVE REPUBLIC das zweite Album vor, das auf den Titel "Quest For Love" getauft wurde. Gemeinsam mit Soundgenie Daniel Myer (HAUJOBB, COVENANT) produziert, macht man genau dort weiter, wo man aufgehört hat und verzückt mit tollen Songs und edlem Sounddesign.

Ziemlich mühelos gelingt es SLAVE REPUBLIC, die 80er und die elektronische Neuzeit miteinander zu verknüpfen. Man versucht gar nicht erst zu verleugnen, dass der Synthiepop seine Wurzeln vor knapp 30 Jahren geschlagen hat und man sich eben auf diese Wurzeln beruft, verbindet das aber mit dem, was man soundmäßig heutzutage aus Hard- und Software herausholen kann. Gepaart mit den beeindruckenden Songwritingfähigkeiten ergibt das ein tolles Album, das gleichermaßen zum Tanzen und anderer Bewegung anregt und mit Genuss gehört werden kann.

Los geht es mit "Paint My Heart Black", einem Midtempo-Ohrwurm mit beinahe schon aufdringlichem Refrain (an dem "Oh oh oh..." kann man sich schön reiben) und deutlicher 80er-Kante in den Vokaleffekten und den Sounds - aber wie gesagt ohne altbacken zu klingen. Toll auch der warme, druckvolle Bass, der die Gehörgänge massiert und auch in den anderen Songs für eine enorme Tiefe im Sound sorgt. Flotter wird es bei "Walking Ghost", der wavige Klänge mit Futurepop verbindet und mit sanfter Melancholie zum Tanzen verleitet. Ein stampfender Rhythmus, schwermütige Stimmung und ein Refrain, der durch die Gitarre in Alternative-Rock-Bereiche vordringt, kennzeichnen "Emptiness", den dritten wirklich starken Song in Folge. Darauf folgt mit "Primärreiz" der wohl auffälligste. Gemeinsam mit DIORAMAs Torben Wendt im Gesang wird die widersprüchlich wirkende Polarität einer BDSM-Beziehung mit minimalistisch-kühlen Sounds plakativ und clubtauglich dargestellt.

Inzwischen ist auch klar, dass der Albumtitel, der durch die Covergestaltung gelungen umgesetzt wird, für verschiedene Aspekte, die mit dem großen Begriff "Liebe" in Verbindung stehen, steht. Und so facettenreich, wie das Thema, ist auch die Musik auf "Quest For Love", denn auch wenn man das Album problemlos in das Genre Synthiepop einordnen kann, so beweisen SLAVE REPUBLIC doch, wie abwechslungsreich man das musikalisch auskleiden kann. "Fall Asleep" ist ein hübscher, ruhiger, erneut sehr waviger Song, während "Lover's Suicide" wiederum in die 80er zurück geht und durch Alecs Gesang an DURAN DURAN erinnert. Danach wird es Zeit für den Höhepunkt. "Promises And Broken Hearts" ist ein Electro-Knaller mit einer absolut betörende Leadmelodie und verhältnismäßig wenig Gesang - einfach, aber enorm wirkungsvoll. "Lashes Kiss" ist eine flotte Nummer mit antreibendem Refrain und feinem Bassspiel, noch rockiger wird es dann mit "Menage à Trois", das mit Abstand die meisten "natürlichen" Instrumente enthält. Der abschließende Titeltrack ist eine schöne Klavierballade.

Damit ist jedoch noch nicht ganz Schluss, denn weil die zehn Songs gerade mal auf 38:19 Minuten kommen, gibt es noch drei Remixe von drei der stärksten Songs des Albums, die den jeweiligen Charakter der Songs aber nur variieren und somit nicht allzu weit von den Originalen entfernt sind.

FAZIT: SLAVE REPUBLIC stellen ihrem starken Debüt einen nicht nur ebenbürtigen Nachfolger zur Seite, sondern zeigen sich in jeder Hinsicht gereift. Tolle Gesangslinien, tolle Sounds, tolle Melodien und daraus resultierend tolle Songs ergeben ein tolles Album, das in sich absolut rund schlüssig ist und jeden begeistern sollte, der düster-poppig, elektronische Musik steht.

Andreas Schulz (Info) (Review 2673x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Paint My Heart Black
  • Walking Ghost
  • Emptiness
  • Primärreiz
  • Fall Asleep
  • Lovers' Suicide
  • Promises And Broken Hearts
  • Lashes Kiss
  • Menage à Trois
  • Quest For Love
  • Paint My Heart Black (Tribute Horn Remix by Daniel Myer)
  • Primärreiz (Absolute Body Control Remix)
  • Promises And Broken Hearts (Tonkollegium Club Remix)

Besetzung:

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