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The Devil Wears Prada: 8:18 (Review)

Artist:

The Devil Wears Prada

The Devil Wears Prada: 8:18
Album:

8:18

Medium: CD
Stil:

Metalcore / Modern Metal

Label: Roadrunner/Warner
Spieldauer: 43:40
Erschienen: 13.09.2013
Website: [Link]

So kann's gehen. Da meldet man sich in der allwöchentlichen Promoverteilung für "Reste", sprich Platten, die bislang niemand besprechen wollte und bekommt "8:18", das neue Werk von THE DEVIL WEARS PRADA zugewiesen. Naja, macht ja nix, denkt man sich, zumal man mit Metalcore ja an sich etwas anfangen kann - und wird dann doch noch angenehm überrascht, denn das fünfte Album der Christencore'ler fällt um einiges stärker aus, als erwartet und befürchtet.

Unter Beibehaltung genreüblicher Spezifika gelingt es der Band nämlich, 13 kurze, kompakte, aber gleichermaßen sehr dichte Songs aufzunehmen. Der Spagat zwischen poppiger Eingängigkeit in Refrains mit Klargesang von Gitarrist Jeremy DePoyster und spielerischem Anspruch gelingt scheinbar mühelos. Die Songs haben einerseits eine durchaus progressive Note, die dafür sorgt, dass man konzentriert zuhören muss, man verzichtet allerdings und dankenswerterweise auf egomanisches Griffbrettgewichse. Die starken, oft auch schweren und brachialen Riffs bleiben nachvollziehbar, die Leadgitarrenarbeit sorgt für den melodischen, aber angenehm zurückhaltenden Unterbau. Aufdringlich werden die Melodien auch in den eingängigsten Momenten eigentlich nie, jegliche Cheesiness bleibt auf "8:18" außen vor.

Weiterhin aufgewertet wird das Material einerseits von den stets präsenten, aber immer songdienlich agierenden Keyboards, die nur selten orchestrale Ausflüge wagen. Alberne Dubstep-Sounds macht man ebenfalls nicht aus. Dafür wagt man sich in einem Song wie "Care More" sogar in Industrial-Gefilde vor, die Nummer ist fast durchgehend elektronisch, ist im Gesang eindringlich und hat eine kühle Prog-Note à la neuere KATATONIA. Und wo wir gerade vom Gesang reden: das leicht hysterische Gebrüll von Mike Hranica mag nicht jedermanns Sache sein, sorgt jedoch für hohe Intensität. Auch in Kombination mit den oft leicht melancholisch gehaltenen Harmonien funktioniert das Geschrei ganz hervorragend. Auch die klaren Gesangspassagen sind recht makellos und fügen sich perfekt ein.

Das Songwriting ist durchgehend auf einem Niveau. Härtere Songs, die auch mal in Richtung modernem Death Metal schielen und Tracks, bei denen eben die eingängigen Elemente vermehrt zum Einsatz kommen, halten sich die Waage, ein mieses Stück macht man dabei genauso wenig aus, wie einen Überhit - abgesehen vom aus dem Rahmen fallenden "Care More" ist hier alles im Fluss. Nichtsdestotrotz eignen sich Songs wie "Rumors", der ruhig startende und atmosphärische Titeltrack, das schöne "Sailor's Prayer", das intensive "Transgress" und das abschließende, melancholische "In Heart" als Anspieltipps. Abgerundet wird die wirklich gute Platte von der Produktion, die in den Händen von Adam Dutkiewicz (KILLSWITCH ENGAGE) und Matt Goldman lag, "8:18" klingt einerseits kraftvoll, andererseits so natürlich, wie es bei Genre und der Ausrichtung mit den Keyboards möglich ist.

FAZIT: Das nennt man dann wohl ein gelungenes Blind Date.

Andreas Schulz (Info) (Review 1809x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Gloom
  • Rumors
  • First Sight
  • War
  • 8:18
  • Sailor's Prayer
  • Care More
  • Martyrs
  • Black & Blue
  • Transgress
  • Number Eleven
  • Home For Grave
  • In Heart

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • 8:18 (2013) - 11/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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