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The Telstar Sound Drone: Comedown (Review)

Artist:

The Telstar Sound Drone

The Telstar Sound Drone: Comedown
Album:

Comedown

Medium: LP/CD
Stil:

Psychedelic Rock

Label: Bad Afro / Cargo
Spieldauer: 34:10
Erschienen: 31.05.2013
Website: [Link]

Dänemark besitzt einen scheinbar unerschöpflichen Fundus an klassischem Psych zugetanen Musikern zu denen auch die 2007 aus der Taufe gehobenen Dänen TELSTAR SOUND DRONE gehören. "Comedown" ist ihr Debüt, und die längere Reifezeit der Stücke nebst notwendigen Besetzungswechseln (Aushilfe eingeschlossen; Stichwort Mitglieder von SPIDS NØGENHAT und HIGHWAY CHILD) hat sich hörbar ausgezahlt.

Das Album ist kein zusammenhangloser Schnellschuss mit flinkem Finger am Zitat-Abzug, sondern zwar mit hörbaren Einflüssen ersonnen worden, aber kompositorisch wasserfester als die Bongs nicht weniger Konkurrenten, die vor allem dann über den grünen Klee gelobt werden, wenn sie aus den Vereinigten Staaten stammen. Dort schwurbelt man gerne, während das stärkste Material auf "Comedown" sogar am Ende der Songkette steht, namentlich in Form des flirrenden Wermutstropfens "Lost Our Love" und dem schleppenden Zielgeradeneinlauf "Cabin Fever".

Die nölig launige Gesangs-Hookline von "Through The Back Of Your Head" geht nicht aus dem Kopf, auch wenn Frontmann Jardanbaek zu jenen Zeitgenossen gehört, die ihre Stimme eher wie ein weiteres Instrument einsetzen, als sich damit zum Heldentenor aufzuschwingen. Im Surf-inspirierten (der Bandname verpflichtet) "Satellited" tritt er allerdings weiter in den Hintergrund, und zwar vor verspielten Synthesizern und einer im Verlauf hochgezogenen Lärmwand, die ihresgleichen sucht, aber nicht so weit überragt, dass danach nichts mehr kommen kann.

Die Kopenhagener verbürgen sich allein schon mit ihren relativ kompakt angelegten Kompositionen für Geschlossenheit, und die bietet selbst der längste Track "Feels Like A Ride". Der nach Sternenrauschen zu einer unheimlich relaxten Angelegenheit mit melancholischer Note wird. Ein wenig von THE DOORS hat die Musik der Gruppe generell, obzwar sie weniger transparent inszeniert wurde, und wenn das schwebende "Now See How" dies bestätigt, rockt "Evaporation" hinterher als Negation das Haus - ein Beat-Klopfer mit gratis Hypnosependel aus dem Hause HAWKWIND.

FAZIT: Mit TELSTAR SOUND DRONE schickt sich ein oberflächlich zwar nach psychedelischem Convenience-Programm klingender Newcomer an, eigene Duftmarken weiter weg von Pot und Patchouli zu setzen. Ihr eher liedhafter Sound birgt im Detail mehr Substanz, nachvollziehbar anhand griffiger Motive und konkreter Gefühle, die sich vor allem bei Freunden von allem von GNOD bis ETERNAL TAPESTRY, BABY WOODROSE (Kare Joensen verdingt sich hier) bis WHITE HILLS einstellen, aber eben nicht nur dort, wenn die Ohren geöffnet sind.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2852x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Through The Back Of Your Head
  • Satellited
  • Feels Like A Ride
  • Now See How
  • Evaporation
  • Lost Our Love
  • Cabin Fever

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
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