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Colossus Of Destiny: In Lesser Brightness (Review)

Artist:

Colossus Of Destiny

Colossus Of Destiny: In Lesser Brightness
Album:

In Lesser Brightness

Medium: CD/Download
Stil:

Sludge / Post Hardcore / Progressive

Label: Eigenvertrieb / Hellbound
Spieldauer: 28:31
Erschienen: 31.10.2013
Website: [Link]

Der Vorgänger "Eden" markierte zumindest einen Achtungserfolg, und dass COLOSSUS OF DESTINY ihr neues Werk jetzt gratis bei Bandcamp weggeben, disqualifiziert sie ein Stück weit beziehungsweise würdigt ihr Schaffen herab, das weiterhin verdammt gut mithalten kann im Ring der Knurrhähne im Jahre X nach Ende der Zeitrechnung von NEUROSIS als relevanter Band.

Das große Plus der Franzosen ist Adriens klar vernehmlicher, ausdrucksstarker Gesang und das auch dadurch geförderte, griffige Songwriting, das sowohl langen Stücken wie "Dismay In Empty Eyes" als auch dem kurzen "Heavy Loads" zu kompakter Anmutung verhilft. Die Dynamik kommt gerade auf den weitläufigen Strecken nicht zu kurz, was "In Lesser Brightness" zu einem durchweg spannenden Unterfangen macht.

Die Rhythmusgruppe spielt obendrein mitunter großes Tennis ("Unleashed"), sodass Tieftöner Guillaume abseits von EIBON beweisen kann, dass er aus progressivem Holz geschnitzt ist. Dieser spezielle Song zählt mithin zum Eingängigsten, was COLOSUS OF DESTINY bislang verzapft haben: mittlere BARONESS treffen auf ... tatsächlich die guten Momente von MELVINS, nach denen sich die Band ja immerhin benannt hat. Vor diesem Hintergrund ist "Get Lost" ein kleiner Szene-Hit, der positiv am Noise-Rock-Rand schrammt und kantige Grooves vom Allerbesten bietet.

Überhaupt lässt man zu dieser Scheibe lieber das Becken kreisen, als in Sauertöpfen zu rühren. COLOSSUS OF DESTINY zelebrieren Wehmut nicht als Pose, sondern recken trotzig die Faust - gut so im aufgesetzten Einerlei der Nachahmer.

FAZIT: "In Lesser Brigthness" ist eine intelligente und kurzweilige Mischpoke aus allem, was sich mit Recht Post Hardcore schimpfen darf und dabei eben nicht die offensichtlichen Verdächtigen nachahmt. Wer beispielsweise die Briten BLUE GILLESPIE auf den Genre-Thron hieven möchte (hat bislang leider nicht geklappt), darf es mit diesen Nachbarn probieren. Eine Schande, so etwas für lau anbieten zu müssen, um Aufmerksamkeit zu heischen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2342x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Dismay In Empty Eyes
  • Unleashed
  • Get Lost
  • Heavy Loads
  • In Lesser Brightness
  • Naked & Unbound

Besetzung:

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