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Elias Matt & (The) Rescue Mission: Condition Humana (Review)

Artist:

Elias Matt & (The) Rescue Mission

Elias Matt & (The) Rescue Mission: Condition Humana
Album:

Condition Humana

Medium: CD
Stil:

Gothic / NDW

Label: Wannsee
Spieldauer: 38:08
Erschienen: 01.11.2013
Website: [Link]

Achtziger-Retro ist in, und mit ihrem EBM light liegen der Songwriter Elias Matt sowie seine Erfüllungsgehilfen zwar nicht ganz im Trend, aber dafür auf einer Linie mit dem Zeitgeist, der wenig neues verheißt, sondern nur altes durchkaut, im besten Fall auf gleichem Niveau, aber in der Regel eben nicht und obendrein auf unangenehme Weise überzeichnet. Letzters ist auf dem zweiten Album der Zusammenrottung zum Glück nicht der Fall.

Nein, Matt und Co. meinen es offensichtlich ernst und setzen die Vorgaben von SOFT CELL, OMD oder VISAGE niveauvoll um, ohne sich selbst als unerlässlich für Freunde derselben herauszustellen. "Conditio Humana" tönt in seinen leider seltenen besten Momenten zeitlos, nämlich mit "Imperfect Dream" (Stefanie Sagerts Sternstunde auf der Scheibe) und dem hypnotischen Finale "Connected With The White Machine", wohingegen der Rest kein Ärgernis darstellt, aber eben auch nicht den großen Wurf.

Sagerts bewusst naiver Alleingang "Life Is Too Long" und das elegant swingende "Under Attack", ein Highlight mit Gitarrensolo (von wem?), drängen sich zum Testen des Albums auf, wobei man allerdings definitiv auf antiquiert klingende Samples ("Let The Beauty Grow") geeicht sein sollte. THE RESCUE MISSION verweisen mit "Berlin Surreal" weiterhin auf ihre Beteiligung am gleichnamigen Kunstprojekt, dem auch die minimalistische Schrulle "Monkey Town" entspricht, und zeigen sich androgyn poppig bis typisch deutsch (das monotone "Shut Up!"), gerade was den Gesang und manchen Hauruck-Rhythmus ("Talk! Talk! Talk!") angeht. Dafür aber, dass die Combo die Uralt-Schote "Please, Mr. Gravedigger" von David Bowie verhunzt hat, gibt's derben Abzug.

FAZIT: "Conditio Humana" ist vor dem Hintergrund des Plastik-Wave beziehungsweise der NDW im ursprünglichen Sinn ein sympathischer Rückgriff, der seinen Vorbildern weitgehend gerecht wird, aber zur vorbehaltlosen Begeisterung wahrlich spektakulärer (Stichwort Tanzflächenfeger) ausfallen müsste. Diesen Stoff einmal live umgesetzt zu sehen wäre indes eine interessante Erfahrung.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2450x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • The Day Of Your Birth Is Just A Point Of No Return
  • Let The Beauty Grow
  • Under Attack
  • Monkey Town
  • Life Is Too Long
  • Berlin Surreal (1970 – 1989)
  • Imperfect Dream
  • Talk! Talk! Talk!
  • Shut Up!
  • Please, Mr. Gravedigger (by David Bowie)
  • Connected With The White Machine

Besetzung:

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