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Denner/Shermann: Satan's Tomb (EP) (Review)

Artist:

Denner/Shermann

Denner/Shermann: Satan's Tomb (EP)
Album:

Satan's Tomb (EP)

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal/Power Metal

Label: Metal Blade
Spieldauer: 21:02
Erschienen: 02.10.2015
Website: [Link]

Michael Denner, Hank Shermann und… nein, noch ist es nicht soweit. Seitdem KING DIAMOND wieder genesen ist und mit seiner Soloband aktiv ist, wird wieder vermehrt über die MERCYFUL FATE-Reunion gemutmaßt. Dass nun das legendäre Gitarrenduo der ebenso legendären Formation wieder zueinander gefunden hat, lässt die Temperaturen in der Gerüchteküche weiter steigen. Dabei muss es noch nicht einmal ein Gegenargument sein, dass die neuen Songs unter dem Namen der beiden Saitenspieler erscheinen.

Alle beteiligten Parteien machen kein Hehl daraus, dass sie einer wie auch immer gearteten Wiedervereinigung unter dem Banner MERCYFUL FATE äußerst offen gegenüberstehen. Dazwischen kommt bislang eigentlich nur die Nachfrage nach KING DIAMOND, die einen neuen Plattenvertrag und zahlreiche Shows in Europa und Amerika ermöglichte. Shermann hat sich 2013 bei den dänischen Senkrechtstartern VOLBEAT wieder mit dem Bühnenvirus infiziert, zuvor und währenddessen ist er mit seinen Bands DEMONICA, SHERMANN TANK und FORCE OF EVIL nur marginal in Erscheinung getreten.

Bei Letzteren gab es das letzte Wiedersehen mit Michael Denner, der sich ansonsten nur in seinen Soloprojekten fit gehalten hat, ohne dabei neues Material veröffentlicht zu haben. Im zarten Alter von 56 will er es noch mal wissen und nimmt mit seinem 57-jährigen Kumpel neue Songs auf, die unverkennbar nach ihnen klingen. Mit an Bord auf dieser dem Album vorgeschalteten EP sind außerdem Marc Grabowski, der schon bei den anderen Shermann-Combos den Bass bediente, Tausendsassa Snowy Shaw am Drumkit und CAGE- & DEATH DEALER-Mastermind Sean Peck am Mikrophon. All das deutet ebenfalls darauf hin, dass MERCYFUL FATE-Geist wiederbelebt werden soll.

Snowy Shaw trommelte fünf Jahre für KING DIAMOND und kurzzeitig auch für MERCYFUL FATE, womit noch ein wenig mehr authentische Nostalgie Einzug in das Songwriting halten konnte. Mit Sean Peck wiederum soll die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschlagen werden, weil er sich variabel zwischen hohen Schreien und kernigen Mittellagen hält, ohne den King zu kopieren. Auch das passt in die MERCYFUL FATE-Reunion-Vorbereitungsthese, dennoch ist „Satan’s Tomb“ kein einfaches Widerkäuen von alten Erfolgsformeln.

Vielmehr flirtet das Gitarrenpaar deutlich offensiver mit Power Metal, was zum theatralischen High-Energy-Gesang von Peck passt. Das funktioniert gerade im Titelsong recht gut zum aggressiven Heavy-Metal-Riffing zwischen Up- und Midtempo, das unüberhörbar aus der DENNER/SHERMAN-Feder stammt. Ohnehin ist es der Titelgeber der beste Song, weil er über genügend Dunkelheit, griffige Riffs und einen schlüssigen Aufbau verfügt. Gut ist auch noch das abschließende ‚Seven Skulls‘ geworden, das groovig stampft, in Speed Metal-Manier aufgaloppiert und abwechslungsreich gestaltet ist. Dazwischen bleiben DENNER/SHERMAN bemüht, ein paar nette Riffs sind dabei, wirklich Außergewöhnliches gibt es aber nicht zu hören.

Außerdem wirken die beiden Songs unfertig, was vor allem den Soli anzuhören ist. Nun waren die letzten MERCYFUL FATE-Alben auch kein Gold mehr, doch selbst diese Form haben die beiden Gitarrenhelden noch nicht gänzlich wiedergefunden. Sollten die Songs auch auf dem für Mitte 2016 angepeilten Album landen, sollten die Dänen noch mal drüberschauen und überarbeiten. Die-Hard-Fans bekommen etwas für ihre Geld geboten, alle anderen warten lieber das angekündigte Album ab. Oder doch gleich das Hinzustoßen von Timi Hansen und King Diamond.

FAZIT: Denner und Shermann sind wieder vereint, fehlt eigentlich nur noch King Diamond. Bis dahin gibt es gutartige DENNER/SHERMANN-Kost, die vor allem auf die Magie um die Gitarristen aufbaut. Zwei gute Songs sind dabei, für das kommende Album ist aber noch sehr viel Luft nach oben. Trotzdem ist es schön, dass sich die Herren nicht allzu sehr an ihrer Vergangenheit hängen und ihren Songs einen ordentlichen Power Metal-Anstrich verpassen, obwohl die immer wahrscheinlicher werdende MERCYFUL FATE-Reunion alles überstrahlt.

Norman R. (Info) (Review 4441x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Satan's Tomb
  • War Witch
  • New Gods
  • Seven Skulls

Besetzung:

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