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The Tubes: Live at German Television – The Musikladen Concert 1981 (Review)

Artist:

The Tubes

The Tubes: Live at German Television – The Musikladen Concert 1981
Album:

Live at German Television – The Musikladen Concert 1981

Medium: CD+DVD
Stil:

Verrückte Rockmusik mit unglaublicher Bühnenshow

Label: Sireena Records
Spieldauer: DVD: 91:00 / CD: 76:00
Erschienen: 09.09.2016
Website: [Link]

Na, das ist doch mal eine DVD-Premiere!
Zwar mussten wir darauf gut 35 Jahre warten. Aber besser später als nie. Denn das audio-visuelle „Musikladen“-Konzerterlebnis der THE TUBES vom 24. April 1981, in voller Länge direkt aus dem TV-Studio Radio Bremen, lohnt sich trotz der nur mittelmäßigen Ton- und Bild-Qualität allemal. Auch die Entscheidung von Sireena-Records „Live at German Television – The Musikladen Concert 1981“ zugleich als DVD- und CD-Ausgabe zu veröffentlichen ist mehr als lobenswert.

Natürlich muss man in erster Linie dieses Konzert aber gesehen haben, denn THE TUBES waren seit Anfang der Siebzigerjahre schon immer auf der Bühne ein außergewöhnliches und extrem aufwändiges Live-Erlebnis, das in all seiner Verrücktheit Erinnerungen an die Konzerte eines FRANK ZAPPA hervorrief, auch wenn THE TUBES nicht an die musikalische Zappa-Qualität heranreichten. Doch ähnlich wie er verbanden sie auch die unterschiedlichsten Musik-Stile miteinander, als da wären natürlich Rock und Pop, aber auch Prog und Punk oder Rhythm & Blues und Hardrockiges. Dabei füllten sie mit insgesamt 10 Musikern – zwei Gitarristen, zwei Keyboarder, ein Bassist, ein Schlagzeuger, ein Sänger und drei Background-Sänger/Innen – die komplette Bühne aus und traten zugleich noch in jeder Menge Verkleidungen und mit großem schauspielerischen und tänzerischem Talent sowie einem extrem wilden Sado-Maso-Ritt mit den drei Background-Sänger/Tänzerinnen auf.

Bei dem Musikladen-Konzert vom 24. April 1981 waren 120 Zuschauer anwesend, die sicher diesen verrückten Auftritt nie vergessen werden, bei dem man manchmal sogar den Eindruck hat, hier ginge es mehr um Schauspielerisches als um die Musik. Eingehüllt in die Farbe Rot holen THE TUBES alle Verrücktheiten, die einem nur einfallen können, auf die Bühne. Wer dieses Konzert nur hört, aber nicht sieht, ist klar im Nachteil. Auch wird einem klar, warum es im prüden Amerika sogar Bürgerinitiativen gab, die TUBES-Konzerte zu verhindern versuchten. Zu viele sexuelle oder gewalttätige Anspielungen, zu viel Gesellschaftskritik, zu freche Gesten und natürlich zynische Texte. Der Geist eines ZAPPA scheint förmlich über den TUBES-Konzerten zu schweben.

Weniger erfolgreich als ihre Auftritte war allerdings ihre Musik. Das stört beim Schauen der DVD aber absolut nicht. Hier gibt‘s mehr für die Augen als die Ohren. Leider ist die Ton- (Stereo) und Bildqualität (4:3) aber insgesamt – trotz aktuellem Remaster – nur mittelmäßig ausgefallen. Der Ton ist schlicht zu dumpf und das Bild trotz beeindruckender Kameraführungen und Schnitten etwas zu unscharf.

Das kann man aber alles verschmerzen, denn das Konzert voller abgefahrener, herrlich umgesetzter Ideen und Schauspielereien, den klasse Songs und dem einen oder anderen Fehltritt sowie Unmengen von Show- & Kostüm-Utensilien und Choreografien (egal ob als notgeiler Sportler oder verrückter Verbrecher) ist wirklich für die Ewigkeit gedacht.

FAZIT: Dank Sireena Records gibt es dieses wirklich schwer beeindruckende und extrem unterhaltsame Konzert endlich auf DVD und CD. Es wäre zu schade, wenn einem solch ein Ereignis auch weiterhin vorenthalten bliebe. Mögen die Amis dagegen wettern, wir können es endlich genießen – 35 Jahre später!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 4333x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Intro Part 1
  • Overture
  • A Matter Of Pride
  • TV Is King
  • Think About Me
  • Talk To Ya Later
  • Sports Fans
  • Amnesia
  • Mr. Hate
  • Promotion
  • Attack Of The Fifty Foot Woman
  • Smoke
  • Mondo Bondage
  • Intro Part 2
  • Don‘t Want To Wait Anymore
  • Power Tools
  • Business Dance
  • Don‘t Slow Down
  • Sushi Girl
  • Tubes World Tour
  • Let‘s Make Some Noise
  • Credits

Besetzung:

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