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XIXA: Bloodline (Review)

Artist:

XIXA

XIXA: Bloodline
Album:

Bloodline

Medium: CD/LP+CD
Stil:

Indie / Alternative / Psychedelic / südafrikanischer Desert-Blues

Label: Glitterhouse / Indigo
Spieldauer: 56:08 minus 3 Minuten
Erschienen: 05.02.2016
Website: [Link]

Eine Blutlinie hat durchaus etwas Beängstigendes. XIXA haben es auch, denn sie entführen uns mit ihrer Musik manchmal in die bedrohliche Wildwest-Wüsten-Atmosphäre von Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“ und wir fühlen uns wie der Junge mit der Mundharmonika von dessen Spiel und Durchhaltevermögen abhängt, ob der Mann, der mit um den Hals gelegter Schlinge auf dessen Schultern steht, noch eine Chance zum Überleben hat. Hört man die Musik von XIXA, fühlt man sich unweigerlich an diese unglaublich beeindruckend inszenierte und mit der einmaligen Morricone-Musik untermalte Szene erinnert.

Oder ist das nicht doch eher die Musik zum nächsten QUENTIN TARANTINO-Film? Ach nein, dafür haben ja bereits TITO & TARANTULA gesorgt. Aber XIXA hätten das garantiert ganz ähnlich hinbekommen. So lange sie jedenfalls ihrer ganz speziellen Bloodline folgen!

Da wundert‘s dann auch nicht mehr, wenn man nach kurzer Internet-Recherche zu dieser Band aus Tucson (Arizona) erfährt, dass zwei ihrer Mitglieder zur Live-Band von GIANT SAND gehören. Und genau da gehört auch XIXAs Musik hin, natürlich noch mit einer Prise WILCO, etwas CALEXICO und etwas mehr BEIRUT plus psychedelische KULA SHAKER sowie zynischen Texten mit ein paar Abartigkeiten versehen: „The Bad, The Blood, The Red / The Poison now inside your head.“

Würde man XIXA dann auch noch regional einzuordnen versuchen, käme etwa folgendes heraus: „Wenn Mexiko und Arizona auf Südamerika treffen und dabei auch mal spanisch oder indianisch gesungen werden darf, um sich am Ende seltsam vereint auf psychedelische Weltreise zu begeben, die sogar durch den Country, Reggae oder Mariachi, Cumbia und Chicha („Pressure Of Mankind“, „Golden Apparition“, „Nena Linda“) hoppelt, aber nie die schweren, unergründlichen Indie-Pfade verlässt, an deren Rand wilde Blumen und Kräuter blühen, die einen genauso erfreuen wie berauschen können, dann ist dieses musikalische Arizona-Sextett unser Reiseführer."
Außerdem drücken sie uns noch gleich ihren ganz speziellen Musik-Reiseführer in die Hand, der nach eigener Aussage „Desert Noire Vibe“ heißt. Wüste Musik für die neue, musikalische Wüste also - jede Menge SAND inbegriffen, GIANT hin oder her!

Schwer psychedelisch endet das Album mit „Living On The Line“ und zeigt uns eine Spielzeit des Songs von 16 Minuten an. Doch leider müssen wir nach 10 Minuten feststellen, dass auch XIXA nicht vor dem „Hidden Track“-Virus gefeit sind und uns 3 Minuten überflüssige Stille auf der CD „schenken“ (Hoffentlich machen sie diesen Scheiß nicht auch auf der Vinyl-Version ihres Albums!), bis dann eine instrumentale Cumbia-Nummer mit „Hey-Hey-Hey“-Einlagen die Blutlinie endgültig verstummen lässt.

FAZIT: „Wenn man so viele Jahre in der Wüste lebt, fühlt man sich sehr der künstlerischen Szene verbunden. Wir sind alle auf der Suche nach einem gemeinsamen Geheimnis, das hier draußen lauert“, stellt der Gestalter des XIXA-Covers, Martin Diaz, fest. XIXA entblättern schwer beeindruckend dieses Geheimnis auf ihre ganz spezielle Musik-Art, deren Sound-Qualität noch nicht gänzlich zu überzeugen vermag.

PS: Dummerweise geht aus dem Booklet, aber auch aus dem Netz nicht hervor, wer bei XIXA welches Instrument spielt, daher spare ich mir diese Angabe in der Musiker-Liste unter dieser Kritik und führe hier nur die Namen des Sextetts auf:
Brian Lopez
Gabriel Sullivan
Jason Urman
Geoffrey Hidalgo
Efren Cruz Chavez
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Thoralf Koß (Info) (Review 1495x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Bloodline
  • Vampiro
  • Killer
  • World Go Away
  • Down From The Sky
  • Pressures Of Mankind
  • Golden Apparition
  • Dead Man
  • Nena Linda
  • Living On The Line

Besetzung:

  • Sonstige - Iad Moussa Ben Abderahmane (Gesang und Gitarre auf “World Goes Away”), Katherine Byrnes (Gesang auf “Bloodline” und “Living On The Line”, Logan Phillips (Sprechtext auf “Living On The Line”)

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