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Wolf Prayer: Wolf Prayer (Review)
Artist: | Wolf Prayer |
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Album: | Wolf Prayer |
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Medium: | CD/LP/Download | |
Stil: | Classic Rock |
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Label: | Eigenvertrieb | |
Spieldauer: | 22:18 | |
Erschienen: | 05.05.2017 | |
Website: | [Link] |
Dieser Vier-Song-Teller wird stilecht auch bald als LP erscheinen. Stilecht warum? Ganz einfach, WOLF PRAYER sind die zigste Psychedelic-Retro-Wundertüte im Bandformat und bedienen sich aus allen Töpfen, an denen die Szenebasis gerne schleckt.
Darin finden sich Weltraumkekse genauso wie LSD-Trips, und was dies betrifft, macht das Trio alles richtig: Schwebende Synthesizer-Klänge, hypnotische Bassfiguren und ein beschwörerischer Gesang, wobei sich Gitarrist Jan als überdurchschnittlich ausdrucksstark erweist, denn er hat so gar nichts von den üblicherweise verhuscht klingenden Frontleuten, deren Stimme eher als zusätzliches Instrument eingesetzt wird.
Die Band pendelt klug zwischen vergleichsweise epischen Momenten mit mehreren atmosphärischen und musikalischen Wendungen sowie recht geradlinigen Nummern hin und her, die offensichtlich aus einer rein instrumentalen Improvisation erwachsen sind. Die raue Stimme des Sängers wird WOLF PRAYERs jederzeit augenfälligem Feingefühl nicht ganz gerecht, ist aber auch kein einschneidendes Manko.
Abgesehen davon, dass bei dem Dreier die Fuzz-Pedale glühen und Kyuss-scher Wüstenstaub aufgewirbelt wird, arbeiten Jan (Gesang, Gitarre), Matthias (Schlagzeug) und Tim (Bass) subtil synthetische Elemente (Keyboards) in ihre ersten Songs ein, was hervorragend zu dem leicht verschrobenen Seventies-Charakter der Musik passt.
Da WOLF PRAYER obendrein recht kompakt aufspielen und auf den Song an sich abzielen, sollte man im Spannungsfeld zwischen MY SLEEPING KARMA und besseren MONSTER MAGNET schlingert … ohne vom eingeschlagenen Weg abzukommen.
FAZIT: "Wolf Prayer" ist eine erfreuliche erste Visitenkarte eines findigen Vintage-Trios und darf von all jenen goutiert werden, die in diesem Rahmen vor allem auf in sich runde Kompositionen statt Genudel setzen.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Like A Fool
- Desert
- According To The Rule
- Wolf Prayer
- Wolf Prayer (2017) - 11/15 Punkten
- Echoes Of The Second Sun (2019) - 11/15 Punkten
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