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KMFDM: Live in the USSA (Review)

Artist:

KMFDM

KMFDM: Live in the USSA
Album:

Live in the USSA

Medium: CD/Download
Stil:

Electro / Industrial

Label: ear / Edel
Spieldauer: 59:33
Erschienen: 26.10.2018
Website: [Link]

Anders als bei so vielen Acts aus dem weiten Electro- oder auch (und vor allem) Dance-Feld ergibt die Veröffentlichung eines Live-Albums bei KMFDM sehr viel Sinn, denn die Band gehört in diesem Bereich zu den Konzertereignissen schlechthin, zumal sich ihr Stil dazu nicht nur anbietet, sondern in seiner körperlich selbst beim Hören von Studioalben fühlbaren Art geradezu aufdrängt.

Der Titel dieses Mitschnitts sagt bereits alles über den Inhalt: Die Industrial-Meister haben 2017 die Massen in den Vereinigten Staaten zerrockt, wo bekanntermaßen ihre euphorischsten Fans angesiedelt sind. An authentischer Konzertstimmung mangelt es "Live in the USSA" also zu keiner Zeit, auch wenn die dargebotenen Tracks druckvoll und praktisch genauso sauber wie die Originalproduktionen des Projekts klingen. Müsste man dann auch einen Mangel dieser Veröffentlichung bestimmen, wäre es der fehlende Mehrwert in Form von beispielsweise abgewandelten Arrangements oder Songvariationen.

Zumindest eines leistet "Live in the USSA" allerdings: eine Aktualisierung der für KMFDM wohl idealen Setlist, denn der Schwerpunkt des abendlichen Programms lag selbstverständlich auf Stücken des noch aktuellen Langspielers "Hell Yeah" ('Glam Glitz' oder 'Murder My Heart'), die sich hervorragend mit einschlägigen Standards vertragen. Mit dem einschmeichelnden 'Bumaye' von "Tohuvabohu" (2007) und dem Doublebass-Thrasher 'WWIII' vom gleichnamigen 2003er Longplayer bringen Sascha Konietzko, Tim Skold und Co.ihre Bandbreite in nur zwei Songs auf den Punkt.

FAZIT: Mit "Live in the USSA" gehen die Techno-Rock-Veteranen ein Stück weit auf Nummer sicher, da sie es nicht in Europa aufgenommen haben. Sie sind schließlich von jeher erfolgreicher in der sogenannten Neuen Welt als in der "alten", wo sie bis heute hier und dort für ihre ästhetische und stilistische Konsistenz (Entwicklungsresistenz?) belächelt werden, obwohl jemand wie Rammstein nachweislich von dem Sound zehrt, den KMFDM etabliert haben. Wie dem auch sei, einen repräsentativeren Querschnitt des langjährigen Schaffens der Combo kann man sich als Fan - und auf solche zielt der Release ab - nicht wünschen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 289x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Freak Flag
  • Hell Yeah
  • Rebels In Control
  • Total State Machine
  • Burning Brain
  • Bumaye
  • Glam Glitz
  • Shock
  • Virus
  • Murder My Heart
  • WWIII
  • Godlike

Besetzung:

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