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Melancholic Seasons: Martyrium (Review)

Artist:

Melancholic Seasons

Melancholic Seasons: Martyrium
Album:

Martyrium

Medium: CD/Download
Stil:

Death / Thrash Metal

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 45:09
Erschienen: 07.09.2018
Website: [Link]

Keine Faxen, sondern eine Dreiviertelstunde lang gänzlich ironiefreies Death-Thrash-Gerödel mit strengem DIY-Geruch von gestanden Veteranen des deutschen Undergrounds, die Zeit ihres Bestehens nie einen Fuß in die Tür der höheren Szene-Etagen bekommen haben. Das hat einen guten Grund, denn MELANCHOLIC SEASONS, die es abgesehen von Demo-Aufnahmen (das aktuelle Album klingt ebenfalls nach solchen) seit 1995 auf eine EP, drei Alben sowie zwei Live-Veröffentlichungen gebracht haben, sind bis heute gesichtslos geblieben… trotz deutscher Texte.

Die Rodgauer riffen und dudeln sich weiterhin engagiert durch die Stilblüten des Melodic-Death-Gartens, wofür die atemlose Knüppel-aus-dem-Sack-Ouvertüre 'Alles schon geschehen' oder das abwechselnd walzende und hoppelnde 'Sinn des Lebens' exemplarisch stehen. Die Hooks, die dabei zum Einsatz kommen, sind manchmal so einfältig abgegriffen ('The Black Hole'), dass man sich auf unangenehme Weise in der Zeit zurückversetzt fühlt.

Erschwerend hinzu kommen das beschränkte Ausdrucksvermögen ihres mittlerweile verstorbenen Sängers, ein Mangel an Dynamik (die Produktion …) und teils unfreiwillig komische Lyrics, so man sie denn versteht. Das ins Leere laufende Zwischenspiel bzw. Outro 'Die Selbstdestruktion' nimmt dem vorwiegend rasanten Material den Flow.

'Martyrium' gibt auf überzeugende Art etwas fiebrig Verzweifeltes wider und ist in der Gegenüberstellung mit 'Martyrium 2.0' das interessanteste wie am besten vorzeigbare Stück des Albums, während sowohl die Thrash-Harke 'Just Seasons Pt.3' als auch 'Forever Lost', der griffigste Track kurz vor Schluss, die beiden Mitreißer sind.

FAZIT: Auch mit "Martyrium" wird MELANCHOLIC SEASONS der Aufstieg ins Profilager verwehrt bleiben, falls sie ihn angestrebt haben. Das Quintett beweist sympathisches Durchhaltevermögen, bietet in seinem Todes-Thrash aber zu viele Allerwelts-Melodien, um sich aus dem grauen Durchschnitt hervorzutun, wobei man den dünnen Sound der Scheibe noch verschmerzen könnte, wenn die Songs denn zünden würden.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 314x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Alles schon geschehen
  • Martyrium
  • Just Seasons Pt.3
  • Wenn Du siehst wie die Zeit vergeht
  • Sinn des Lebens
  • Martyrium 2.0 (PositiveVibeVersion)
  • Die Selbstdestruktion
  • The Black Hole
  • Forever Lost
  • Die Selbstdestruktion (Remix)

Besetzung:

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