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Svin: Virgin Cuts (Review)

Artist:

Svin

Svin: Virgin Cuts
Album:

Virgin Cuts

Medium: CD/Download
Stil:

Post Rock

Label: Mom Eat Dad Records
Spieldauer: 44:25
Erschienen: 21.09.2018
Website: [Link]

Mal wieder ein Haufen junger wilder Dänen im Player (hallo Childrenn!), obwohl … SVIN sind immerhin schon seit zehn Jahren aktiv, doch ihr neues Album wirkt auf seine komplexe Art so, als ob hier Sturm-und-Drang-Flegel alles auf eine Karte setzen wollten. Das Gute daran? die Band kommt damit durch.

Kopf und Gitarrist Lars Bech Pilgaard hält alle Fäden selbst in der Hand und besitzt auch das Label, das "Virgin Cuts" veröffentlicht. Dementsprechend kontrolliert und konstruiert wirkt auch SVINs aktuelle Musik. Sie ist damit praktisch ein Gegenentwurf zu der überwiegend plätschernden Masse von Veröffentlichungen aus dem Post-Rock-Bereich, insbesondere wenn deren Urheber keine Sänger haben.

Der fehlt auch SVIN, obzwar sie wie im gespenstischen Video-Track 'Cuts' mit verfremdeten Gesangsfetzen arbeiten, doch ihre Instrumental-Mucke rauscht nicht selbstgefällig in süßen Wohlklang gebettet am Hörer vorbei, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das Bass-lose Trio, in dem Tenorsaxofonist und Klarinettist Henrik Pultz Melbye eine zentrale Rolle einnimmt, ohne dass man seine "Arbeitsgeräte" immer als solche identifizieren könnte, bricht via Repetition, Drone und Minimalmelodien mit Genre-Konventionen, schreibt aber trotzdem nahezu traditionelle Lieder, wenn auch eben ohne Text.

SVINs unorthodoxer Stil lässt sich eindeutig auf Pilgaards Vorliebe für Afrobeat bzw. -Jazz zurückführen, die er u.a. auch bei den Formationen Klimaforandringer und Slowburn auslebt. Der Unterschied zwischen diesen und der hier besprochenen Band besteht darin, dass letztere die denkbar kompakteste Auslegung seiner übergeordneten Musikästhetik wiedergibt.

FAZIT: Wer glaubt, im Bereich Post respektive Instrumental Rock sei alles gesagt, sollte sich SVINs fünftes Werk zu Gemüte führen; "Virgin Cuts" zeigt die Kopenhagener als respektvolle Dekonstrukteure von Massengeschmäckern und weitverbreiteten Vorstellungen von Programmmusik, weshalb sie auch zu keiner Zeit in elitär avantgardistische Niederungen absacken. Hierin mag die scheuklappenfreie, im besten Sinn finstere Zukunft des Subgenres liegen …

Andreas Schiffmann (Info) (Review 417x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Cuts
  • Ringgajen
  • Tropisk
  • Coral 1
  • Midori
  • J?mon
  • Altiplano
  • Moss

Besetzung:

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Interviews:
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