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Arch/Matheos: Winter Ethereal (Review)

Artist:

Arch/Matheos

Arch/Matheos: Winter Ethereal
Album:

Winter Ethereal

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Prog Metal

Label: Metal Blade Records
Spieldauer: 68:04
Erschienen: 10.05.2019
Website: [Link]

JOHN ARCHs Stimme ist nicht so oft zu hören. Da er live gar nicht mehr auftritt und auch kaum mehr im Studio ist, wird jedes Tonerzeugnis von und mit ihm zu einem Ereignis.

Nach acht Jahren ist jetzt das zweite Album der Kollaboration mit seinem früheren FATES WARNING-Kollegen Jim Matheos erschienen. Dass die beiden nicht als Aufguss alter FATES WARNING gelten wollen, wird schon daran deutlich, dass diesmal – anders als beim Vorgänger „Sympathetic Resonance“ – nicht nur Musiker aus Matheos‘ Stammband beteiligt sind. Stattdessen teilen sich diverse Musiker wie Mark Zonder, Bobby Jarzombek, Joey Vera und Steve DiGiorgio die Aufgaben in der Rhythmusfraktion.

Doch was bei ARCH/MATHEOS im Mittelpunkt steht, ist natürlich das Zusammenspiel der alten Freunde. Und wenn John Arch seine Stimme nur noch selten erklingen lässt, berührt sie jedes mal aufs Neue. Es ist beeindruckend, wie er scheinbar mühelos die komplexen Melodien, die Matheos ihm auftischt, nicht nur begleitet, sondern schier an sich reißt. Fast wirkt es, als wolle er noch einmal alles raushauen. Für eine Prog-Platte ist der Wortanteil auf jeden Fall wahnsinnig hoch.

In der Gesamtschau geht es auf dem Album etwas härter und vertrackter zu als auf den alten FATES WARNING-Alben und auch dem ersten ARCH/MATHEOS-Album. Dabei fehlen etwas die großen Refrains und Ankerpunkte in den Songs.
Andererseits wirkt „Winter Ethereal“ wie aus einem Guss und fesselt über die kompletten 68 Minuten. Das liegt an klug aufgebauten, immer wieder neue Wege einschlagenden Songs, wie „Wrath Of The Universe“ oder dem Opener, der fünf Minuten lang nach vorne geht und dann berührend balladesk wird.

Mit „Kindred Sprits“ steht am Album-Ende ein Monument der kongenialen Partnerschaft dieser beiden großen Musiker, das auf 13 Minuten beide zur Höchstform auflaufen lässt.
Die letzte Zeile der Platte lautet: „It’s never easy to say goodbye“. Wer will, kann das als Abschied interpretieren. Wenn es so wäre, ist „Winter Etheral“ ein mehr als würdiger Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit.

FAZIT: Wenn JIM MATHEOS und JOHN ARCH sich zusammentun, ist musikalische Qualität garantiert. Das bestätigt auch ihr neuestes und vielleicht letztes Album „Winter Ethereal“. Sie zeigen sich vielseitig und abwechslungsreich und bleiben dabei dem eigenen Stil treu. Dem Hörer machen sie es so nicht immer leicht, belohnen ihn aber mit einem herausragenden Album.

Sebastian Triesch (Info) (Review 515x gelesen, veröffentlicht am )

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12 Punkte
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Tracklist:
  • Vermilion Moona
  • Wanderlust
  • Solitary Man
  • Wrath Of The Universe
  • Tethered
  • Straight And Narrow
  • Pitch Black Prism
  • Never In Your Hands
  • Kindred Spirits

Besetzung:

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