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Qantice: The Anastoria (Review)

Artist:

Qantice

Qantice: The Anastoria
Album:

The Anastoria

Medium: CD/Download
Stil:

Symphonic Metal

Label: Pride & Joy / Soulfood
Spieldauer: 54:33
Erschienen: 26.04.2019
Website: [Link]

Seit man kürzlich beim Hören von Gloryhammers neuem Album dachte, in Sachen Over-the-top-Bombast-Metal ginge es nicht geschmackloser, geht die Angst um, diese Annahme könne sich als falsch erweisen. Deshalb mag einem bei jeder weiteren Veröffentlichung aus diesem Bereich der Schweiß ausbrechen, doch in Hinblick auf QANTICEs aktuelle Scheibe darf aufgeatmet werden, selbst wenn auch sie nicht der Weisheit letzter Schluss ist …

… geschweige denn, dass das Quintett annähernd am Status der Referenzklasse (Rhapsody, egal in welcher Phase ihres Schaffens bzw. Personenkonstellation) kratzt. Klar muss man auch in Bezug auf "The Anastoria" ein dickes Fell gegen pappigen Kitsch besitzen, aber die Zahnschmerzen halten sich in Grenzen; dass die Franzosen seit rund einem Jahrzehnt nichts reißen, hat einen guten Grund, denn auch die jüngste Story, die sie musikalisch zu erzähen suchen, wirkt mit ihren krampfhaft "originell" durchmischten Fantasy- und Science-Fiction-Motiven abgeschmackt.

Denkt man sich den arg konstruierten Überbau weg - was ohne weiteres möglich ist -, bleiben Songs übrig, die einer kompositorischen Entsprechung von einheitlich geformtem Pressschinken mit allerlei künstlichen Zutaten gleichkommen. QANTICE haben kreuzbrave Symphonic-Metal-Nummern geschrieben, die mit ihren biederen Melodien und vorhersehbaren Wendungen kein Wässerchen trüben können, bloß dass man sie schon wieder vergessen hat, kaum dass der letzte Ton verklungen ist.

Nicht dass es flotten Fegern wie dem Einstieg 'Once Upon A Sun' oder der lehrbuchmäßig gestrickten Speed-Schote 'River’s Can’t Fly an Härte mangeln würde - die Produktion ist für diesen Stil nichts weniger als ordentlich ausgefallen -, aber hängen bleibt wirklich nichts, und an traditionelle Longtracks sollten sich QANTICE in Anbetracht des Pseudo-Prog-Metal 'Timeline Tragedy' tunlichst nicht mehr heranwagen.

FAZIT: "Orchestraler" Happy-Metal von der Stange, in allen Belangen klaglos ausgeführt, aber ein lebloses Produkt voller schaler Emotionalität.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 433x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Gone Astray
  • Once upon a Sun
  • Without A Hero
  • Petrified Manor
  • River’s Can’t Fly
  • Cosmic Sway
  • Little Knight’s Oath
  • Fractal Universe
  • Krooner
  • Timeline Tragedy
  • Mad Clowns
  • Farewell to the Edge of the World

Besetzung:

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