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Sherpa: Tigris & Euphrates (Review)

Artist:

Sherpa

Sherpa: Tigris & Euphrates
Album:

Tigris & Euphrates

Medium: CD/Download
Stil:

Psychedelic, Smooth Post-Rock from outer Space

Label: Sulatron Records/Broken Silence
Spieldauer: 42:50
Erschienen: 28.09.2018
Website: [Link]

Rund zwei Jahre nach dem vorzüglichen Debüt mit dem putzigen Titel „Tanzlinde“ erscheint mit „Tigris & Euphrates“ das nächste Album der italienischen SHERPAs. Anstatt mit dem, zumindest im Filmbusiness üblichen, „schneller, höher, weiter und mehr von allem“ punkten zu wollen, üben sich SHERPA in gekonnter Reduktion. Die Trademarks bleiben gleich: Slow Motion-Psychedelica, die manchmal, ganz Postrock affin, nach zartem Beginn Klangschicht um Klangschicht anhäuft, dabei aber nicht im Überfluss implodiert, sondern stets das melodische und rhythmische Grundgerüst in Auge und Geist behält. Lieber übt man sich in Entschleunigung und halluzinogenen Schleifen („Kim (((o))“ – kleine Referenz an die namensähnlichen SUNN O)))? -, Equiseto“).

Das erinnert sporadisch an die Soundexkursionen der frühen PINK FLOYD, bleibt aber kompakter und bei allem atmosphärischen Oszillieren erdverbundener. Bestes Beispiel ist das fragile „Creatures From Ur“, das als verspielte und einprägsame Indie-Rock-Miniatur durchgeht. Ausuferndes Experimentieren findet man nicht auf „Tigris & Euphrates“, das von EROC luftig gemasterte Album erforscht lieber intime Momente und Klänge, lässt sich treiben, auf Repetition mit sachten Veränderungen bauend. Wie so oft passiert im Kleinen viel mehr als in aufmerksamkeitsheischendem Getöse.

Kleine Besonderheiten sind der stimmige Violineinsatz bei „Creatures From Ur“ und der Ausflug in den Orient, mit Sitar, zum Abschluss des dunkel hypnotischen “Overwhelmed”.

FAZIT: „Tigris & Euphrates“ ist eine würdige Fortsetzung des Debüts. Ein dunkles, hingehauchtes Mantra mit nachtschattigen Lyrics und leichtem Aufbäumen zwischendurch. Kraft durch Trance, Floating Through Space, die beste Musik, um hektische Tage heil zu überstehen. Dabei keineswegs einlullend, sondern stets freundlich fordernd.

Jochen König (Info) (Review 365x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Kim (((o)))
  • Creatures From Ur
  • Equiseto
  • Abscent to the Mother Language
  • Overwhelmed
  • Descent of Inanna to the Underworld

Besetzung:

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