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Dygitals: God Save The King (Review)

Artist:

Dygitals

Dygitals: God Save The King
Album:

God Save The King

Medium: CD/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: GoldenCore / Zyx
Spieldauer: 57:59
Erschienen: 18.09.2020
Website: [Link]

Nie gehört, den Namen DYGITALS? Die Franzosen machen allerdings seit geschlagenen 26 Jahren gemeinsam Musik, und ältere Semester kennen sie eventuell vom 1985 erschienenen Sampler "French Connection" (Devil´s Records), sind also in derselben Ära einzuordnen wie die "großen Alten" des Landes - Trust, Sortilège, Killers oder Satan Jokers, mit denen sie auch auf der "Revolution Hardrock"-Compilation über die französischen Szene gewürdigt wurden - und hatten anders als das Gros ihrer Zeitgenossen von Beginn an englischsprachige Texte.

Bei "God Save The King" handelt es sich um gänzlich neues Material, mit dem DYGITALS über die Jahre hin grundsätzlich geknausert haben. Ungeachtet der Tatsache nämlich, dass sie sich Anfang der 1980er gründeten, veröffentlichten sie erst 2003 ein vollständiges Album. Darüberhinaus rangierten die Pariser lange Zeit auf der seichteren Seite, standen also mit mindestens einem Bein im Hardrock und wurden erst in jüngeren Jahren härter. Die vier schon etwas älteren Bonustracks von "God Save The King" spiegeln den älteren Sound wider und gehören tatsächlich wider Erwarten zu den stärksten Momenten der Platte.

Melodien stehen trotzdem nach wie vor im Brennpunkt des Geschehens. Der forsche Opener 'Victorian Days' und das gleichsam kompakte 'The Father King' verschmelzen fast AOR-kompatible Chorparts auf mustergültige Weise mit akuten NWoBHM-Vibes. wobei Sänger Hervé Traisnel, der neben Schlagzeuger Alain Clouet als einziges Gründungsmitglied des Quintetts übriggeblieben ist, als charakterstarke Verschmelzung von Frontleuten wie Saxons Biff Byford, Ravens John Gallagher und John Deverill (Tygers og Pan Tang) durchgeht.

Anders als so viele zeitgenössische Alben nicht nur im traditionellen Bereich folgen die Tracks auf "Gold Save the King" einer dynamischen Spannungskurve und verfügen jeweils über eine eigene Persönlichkeit, falls man es so nennen kann. Die Band hat beim Songwriting Liebe zum Detail bewiesen und sich gegen schablonenhafte Wendungen gesperrt, weshalb insbesondere 'Stammerer' und 'Darkest Hour' (der Titel erklärt sich von selbst) eine vollkommene Gratwanderung zwischen Vertrautheit und Frische markieren

FAZIT: DYGITALS' viertes Album klingt knackig zeitgemäß und bündelt dennoch viele jener alten Werte, die den meisten Jungspunden abgehen, selbst wenn sie sich klassischen Metal auf die Fahnen geschrieben haben - beflissenes Songwriting mit einem Auge für kleine Spitzfindigkeiten, Hooks und Harmonien sowie letzten Endes auch Texte, die eben nicht den kleinsten (doofsten) gemeinsamen Nenner bedienen. Dass sich langjährige Erfahrung auszahlt, hört man selten so anschaulich wie hier.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 500x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Intro
  • Victorian Days
  • Early Days
  • The Father King
  • Love And Faith
  • Stammerer
  • When The Father's Gone
  • God Save The King 1
  • God Save The King 2
  • Darkest Hours
  • Final War (Intro)
  • Final War
  • Outro
  • Leaving
  • Love Is A War
  • Time To Be Wild
  • Please Stay

Besetzung:

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