Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Yes: The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas (Review)

Artist:

Yes

Yes: The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas
Album:

The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas

Medium: CD/Download/Do-LP
Stil:

Progressive Rock

Label: BMG/Warner
Spieldauer: 75:12
Erschienen: 30.10.2020
Website: [Link]

„Die Möglichkeit zu haben, die Bandmitglieder bei der Entwicklung eines ausgefeilten Sets zusammenzubringen, die das wahre Potenzial von YES einfängt, ist einfach eine Ehre für mich.“ (Steve Howe)

YES sind auf den Löwen gekommen – zumindest wenn man sich neuerdings die sicher nicht auf's Kuscheln ausgelegte Wildkatze, welche direkt über dem Bandnamenszug thront, anschaut. Wobei wir auch schon bei einem der echten Highlights von YES' „The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas“-Doppel-Album wären, das endlich wieder wunderbar nostalgisch von ROGER DEAN gestaltet wurde, in der Vinyl-Version dreifach aufklappbar ist (Also ganz genauso wie ihr Kult-Live-Album „Yessongs“ aus dem Jahr 1973!) und ebenfalls mit unterschiedlichen Dean-Motiven bedruckte Innenhüllen sowie ein 12-seitiges, LP-großes Booklet voller Fotos enthält. Da schlägt das Nostalgie-YES-Herzchen gleich höher, auch wenn aus Musikersicht außer Howe und White niemand mehr von der 73er-Besetzung übrig ist, wobei natürlich die Stimme eines JON ANDERSON, nunmehr ersetzt durch JON DAVISON von GLASS HAMMER, nicht wirklich zu ersetzen ist. Dafür aber gibt es bei diesen Live-Aufnahmen aus dem Jahr 2019 mit „I've Seen All Good People“, „Siberian Khatru“, „Roundabout“ und „Starship Trooper“ gleich vier Stücke von „Yessongs“ zu hören, die es immerhin auf fast 40 Minuten Spielzeit bringen.

Anno 2019 tourten die, besonders durch den Tod ihres Ur-Mitglieds CHRIS SQUIRE, an dessen Stelle 2015 dauerhaft BILLY SHERWOOD getreten ist, doch arg geschwächten YES mal wieder durch Amerika. Mit großem Erfolg natürlich – denn der Name YES verpflichtet nicht nur, sondern scheint in aller Welt auch automatisch jede Menge Fans der Prog-Dinosaurier zu mobilisieren. Ganz besonders, wenn sie zum Ende ihres Konzerts mit den alten Yessong-Live-Nummern aufwarten und auch bei den weiteren Stücken voll und ganz auf die Vergangenheit gesetzt wird, indem man sich bei den Alben „Time And A Word“ (1970), „Going For The One“ (1977), „Tormato“ (1978) und „Drama“ (1980) bedient. Eigenartig macht sich auf „The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas“ allerdings die JOHN LENNON-Nummer „Imagine“ aus, die noch dazu vom MOODY BLUES-Sänger JOHN LODGE vorgetragen wird. Wer's mag, bitteschön – aber auf einem YES-Live-Album wirkt es eher wie ein hinzugeschusterter Fremdkörper.

Für „The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas“ könnte man zugleich einen ehemaligen CDU-Wahl-Slogan verwenden, der da „Keine Experimente!“ hieß. Also ein „Weiter so – wir beschränken uns besser auf die Klassiker, die wir draufhaben und die man von uns liebt, selbst wenn verschiedene Live-Versionen zum X-ten-Mal auf einem Tonträger veröffentlicht werden“. Die alten YES-Freunde jedenfalls wird dies auch zum X-ten-Mal erfreuen. Allerdings klingt der Sound der Live-Aufnahmen etwas dünn, es fehlen ein wenig die Bässe und auch das Schlagzeug kommt manchmal ziemlich blechern rüber. Doch im Endeffekt entschädigt einen dafür die herrliche, ebenfalls im siebten Nostalgie-Himmel schwebende Covergestaltung samt der hochwertigen Beigaben, wegen der allein man sich unbedingt die Doppel-LP-Variante leisten sollte.

FAZIT: Begeben wir uns wieder mal mit den Prog-Dinosauriern YES auf die „The Royal Affair Tour – Live From Las Vegas“ und freuen uns darüber, dass nicht nur eine Vielzahl alter Song-Klassiker der Band mit vielen neuen Musikern anno 2019 zu Gehör kommen, sondern auch Roger Dean wieder zum Pinsel griff, um das Album, welches als CD oder Doppel-LP erhältlich ist, eindrucksvoll zu gestalten. Oh, YES… Und wer YES kennt, der weiß: To be continued…

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 2838x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Seite A (16:30):
  • No Opportunity Necessary, No Experience Needed (4:56)
  • Tempus Fugit (6:09)
  • Going For The One (5:28)
  • Seite B (17:38):
  • I've Seen All Good People (7:11)
  • *a) Your Move
  • **b) All Good People
  • Siberian Khatru (10:27)
  • Seite C (20:07):
  • Onward (4:04)
  • America – incl. Southern Solo (11:10)
  • Imagine – feat. John Lodge (4:53)
  • Seite D (20:57):
  • Roundabout (9:15)
  • Starship Trooper (11:42)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich um keine Farbe: rot, gelb, blau, sauer

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!