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Primitai: Violence Of The Skies (Review)

Artist:

Primitai

Primitai: Violence Of The Skies
Album:

Violence Of The Skies

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy-, Melodic-Metal

Label: ROAR/Soulfood
Spieldauer: 64:35
Erschienen: 26.03.2021
Website: [Link]

Wieder was Neues von Tobias Sammet?
Vom bloßen Zuhören wäre das tatsächlich naheliegend, denn Guy Millers Stimme klingt doch frappierend ähnlich wie die des Edguy/Avantasia-Chefdenkers. Das bleibt aber auch der einzige Vergleich zu dem Hessen.
PRIMITAI haben nämlich eine deutlichere Tendenz zu klassischem Heavy Metal bzw. Hardrock und mit „Violence Of The Skies“ hat die Band bereits ihr sechstes Album im Gepäck. Wirklich stark klingt die Band besonders dann, wenn sie sich in progressivere Gefilde wagt und nicht zu geradlinig vorgeht.
„Valley of Darkness“ ist so ein Song. Der ruhige Anfang täuscht erstmal darüber hinweg, dass sich die Musik zu einem fetzigen Headbanger entwickelt, der vor allem im Refrain mit Flitzefinger-Gitarren aufgewertet wird. Auch die vereinzelten Thrash-Elemente passen sehr gut, denn angesichts der Härte in den Strophen klingt der Refrain nochmal um einiges größer.

„Warriors of Time“ bekommt in der Mitte einen fast progressiven Touch. Diese Axt-Duelle sind so stark wie kennzeichnend. Denn nach und nach fällt auf, dass sich der Song direkt auf dieses Element hin steigert, was die starke Vorstellung der anderen Musiker (klasse Gesang) im Vorfeld leider ein wenig zur Nebensache degradiert.
Mit „Innocent“ folgt aber ein richtig starker Brocken. Es wird vertrackter und immer wieder lugen RAGE um die Ecke. Was aber niemanden wirklich stören sollte (es gibt schließlich wahrlich schlechtere Vorbilder als Peavy und seine Männer).

Dass die wirklichen Stärken der Band aber im Bereich der Melodien liegen beweist auch „Put to the Sword“. Nicht nur die Gitarren sind top, auch der musikalische Fluss, das Auf und Ab zwischen Härte und ruhigeren Passagen wird hier besser ausgereizt (kämpferische Chöre inklusive). „The Cold Surface of the Moon“ drückt in den Strophen ähnlich aufs Gas, wird mit dem Refrain aber nochmal größer und bekommt hinten raus dezente JUDAS PRIEST-Vibes verpasst.
Angesichts der deutlich härteren Gangart von „I’ll Live Again“ fällt dann aber auf, dass genau diese zusätzliche Härte, das ist, was den Songs bisher gefehlt hat. Denn durch die bulligere Ausrichtung des Materials (gerne auch mit thrashigen Riffs) bekommen die Melodien genau den Raum den sie brauchen um sich voll zu entfalten. Was vorher immer ein bisschen gleichförmig wirkte, bekommt jetzt den Charakter verpasst, der der Band super steht.
„The Storm Kings“ führt diesen Ansatz glücklicherweise fort, klingt aber um einiges epischer. Ganz kurz ploppen gar MANOWAR als Referenz auf.

Die beiden Bonustracks „The Huntress“ und „Prophecies“ bringen „Violence Of The Skies“ dann zu einem sehr starken Ende.
Während ersterer als Uptempo-Banger mit tollem Refrain nochmal richtig Spaß macht, ist das Schlussstück weitestgehend instrumental. Auch der hallende Gesang wirkt eher wie ein weiteres Instrument und übernimmt nicht die Führung. Das passt aber sehr gut, weil es den Fokus abschließend nochmal auf die Fingerfertigkeiten der Musiker richtet, die allesamt zeigen, dass sie was auf dem Kasten haben.

FAZIT: Am Ende lässt sich „Violence Of The Skies“ am ehesten im gesunden Mittelfeld verorten. Das Material ist durchweg solide bis sehr gut, aber angesichts der wenigen klaren Höhepunkte kommen PRIMITAI (noch) nicht über ihren Platz in der Mitte des Genres hinaus.

Dominik Maier (Info) (Review 1411x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Stars Are My Guide
  • The Uprising
  • The Violence of the Skies
  • Valley of Darkness
  • Warriors of Time
  • Innocent
  • Put to the Sword
  • The Cold Surface of the Moon
  • I'll Live Again
  • The Storm Kings
  • The Huntress
  • Prophecies

Besetzung:

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