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Buddy Guy: The Blues Don't Lie – Doppel-Vinyl-Edition (Review)

Artist:

Buddy Guy

Buddy Guy: The Blues Don't Lie – Doppel-Vinyl-Edition
Album:

The Blues Don't Lie – Doppel-Vinyl-Edition

Medium: CD/Download/Do-LP
Stil:

Blues

Label: Silvertone/RCA/Sony Music
Spieldauer: 64:34
Erschienen: 14.10.2022
Website: [Link]

„Ich kann es kaum erwarten, dass die Welt mein neues Album hört, denn 'The Blues Don't Lie'!“ (Buddy Guy)

Klare Ansage: „Der Blues lügt nicht!“
Und der diese Ansage macht, muss es wissen: der 86 Jahre alte BUDDY GUY, ein ganz großer, ja durchaus als legendär zu bezeichnender Blues-Musiker, der schon seit über 70 Jahren maßgeblich die Blues-Szene beeinflusst und prägt.
Noch dazu schaut uns der gute Buddy noch so herzlich und liebe- sowie freudvoll vom Äußeren sowie Inneren des Klappcovers und des Einlegers des nicht lügenden Blues-Albums an, dass man selbst als kein großer Freund des Blues bei so viel Herzlichkeit trotzdem sofort Lust darauf bekommt, in diese fette Doppel-LP hineinzuhören.
Doch Vorsicht! Wer sich für diese musikalische Unternehmung entscheidet, könnte ganz schnell abhängig davon werden, sodass man erst nach der Königsbiene, komplett solistisch vom guten Buddy vorgetragen, die Segel streicht, die man anfangs vielleicht gar nicht hissen wollte.

Und gerne dürfen bei dem alten Mann und seinem Blues auch schon mal die Knarren rauchen, wobei ihm als großartiger Duett-Partner bei „Gunsmoke Blues“ gleich JASON ISBELL mit die Hand und das Mikro führt. Ein Song, der tatsächlich ein Volltreffer ist, auch weil er im Gegensatz zum Titel, nicht drauflosknallt, sondern als herzerweichendes Balladen-Duett daherkommt, während schon einen Song später bei der „House Party“ ein gehöriges Feuer gemeinsam mit einer amerikanischen Jazz-Sängerin entfacht wird, denn Isbell ist nicht etwa der einzigen Duett-Partner auf dieser Doppel-LP, die einen zusätzlichen LP-Einleger mit ganzseitigem Buddy-Foto und allen wichtigen Angaben zu den Songs enthält, wobei aber leider die Texte fehlen.

So entdecken wir noch MAVIS STAPLES auf „We Go Back“ und besagte WENDY MOTEN feiert mit ihm die „House Party“, während sich BOBBY RUSH gemeinsam mit Buddy die Frage stellt „What's Wrong With That“ sowie zwei ganz, ganz Große der Musik-Szene sich ebenfalls auf „The Bluse Don't Lie“ einbringen: JAMES TAYLOR, der dem Weg des Geldes mit „Follow The Money“ folgt und ELVIS COSTELLO, der in „Symptoms Of Love“, den wohl angenehmsten Symptomen, die bei den Menschen auftreten können, untersucht.

Übrigens hatte BUDDY GUY nicht nur solch begnadete Sänger und Sängerinnen wie auf diesem Doppel-Vinyl als Duett-Partner. Es ist auch längst verbrieft und als Video festgehalten, dass er „Sweet Home Chicago“ mit keinem Geringeren als unter anderem dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten BARACK OBAMA vortrug.

„What's Wrong With That“ mit der sprachgesanglichen Begleitung des 89-jährigen amerikanischen Blues- und R&B-Musikers BOBBY RUSH klingt zudem überdeutlich nach „Funky Town“ und lebt neben dem Blues diesbezüglich auch den Funk aus. Noch dazu klingt die Stimme von BUDDY GUY so klar, frisch und (ganz ehrlich) jung, dass einem nach dieser Doppel-LP eben klar wird, dass der Blues einen nicht nur unsterblich sondern auch jung werden lässt. Selten nur hat man 21 Jahre nach dem Tod von JOHN LEE HOOKER ein dermaßen starkes Blues-Album gehört wie dieses völlig zurecht mit „The Blues Don't Lie“ betitelte BUDDY GUY-Meisterwerk. Da braucht's kein FAZIT, sondern nur ein Wort: Legendär!

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 665x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 15 von 15 Punkten [?]
15 Punkte
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Tracklist:
  • Seite A (18:31):
  • I Lt My Guitar Do The Talking (4:27)
  • Blues Don't Lie (3:54)
  • The World Needs Love (5:30)
  • We Go Back (feat. Mavis Staples) (4:40)
  • Seite B (17:58):
  • Symptoms Of Love (feat. Elvis Costello) (3:37)
  • Follow The Money (feat. James Taylor) (3:42)
  • Well Enough Alone (4:13)
  • What's Wrong With That (feat. Bobby Rush) (5:26)
  • Seite C (13:03):
  • Gunsmoke Blues (feat. Jason Isbell) (3:09)
  • House Party (feat. Wendy Moten) (3:00)
  • Sweet Thing (3:00)
  • Backdoor Scratchin' (3:54)
  • Seite D (15:02):
  • I've Got A Feeling (4:02)
  • Rabbit Blood (4:43)
  • Last Call (3:33)
  • King Bee (2:44)

Besetzung:

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