Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Gregorian: Pure Chants I & II – The Original = Limited Edition = (Review)

Artist:

Gregorian

Gregorian: Pure Chants I & II – The Original = Limited Edition =
Album:

Pure Chants I & II – The Original = Limited Edition =

Medium: 2-CD-Box
Stil:

2021 Sakraler Mönch-Pop

Label: earMUSIC/Edel
Spieldauer: 89:34
Erschienen: 11.11.2022
Website: [Link]

Ein idealer Zeitpunkt, den sich da die Mönch-Sänger GREGORIAN ausgesucht haben, um ihren seit 1991 millionenfach verkauften Alben sowie dem ersten „Pure Chants“-Album aus dem Jahr 2021 mit „Pure Chants II“ die Fortsetzung folgen zu lassen: Weihnachten ist eben nicht mehr fern.
GREGORIAN, ja, das sind genau die Musiker bzw. Band, die den GREGORIANischem Choral des Mittelalters in der Aufmachung von Mönchen in einer Art sakralem Pop-Style – gern auch als 'Gregorianik-Pop' bezeichnet – singen und regelrecht zelebrieren. Die Idee dazu wurde während der 1990er-Jahre in Deutschland von FRANK PETERSON und MICHAEL CRETU geboren, wobei die 'singenden Pop-Mönche' allerdings größtenteils Engländer sind.

Aber auch die anstehende GREGORIAN-Welttournee im neuen Jahr 2023, bei der sie allein 70 Auftritte in Deutschland absolvieren, wird auf diese Weise ideal angekündigt.
Schon darum ist es besonders klug und zudem wirklich weitsichtig, den ersten und zweiten Teil von „Pure Chants“ in einer ansprechend-hochwertigen Hardcover-Box, in der sich beide CD's im Jewelcase samt jeweils 20-seitigem Hochglanz-Booklet (zusätzlich mit allen Texten) sowie ein Aufkleber befindet, zu veröffentlichen. Zudem ist diese Box limitiert und damit durchaus von einem Mehrwert für alle, denen diese einmaligen Mönchsgesänge, die ihre ganz spezielle Entstehung und hohe Öffentlichkeitsaufmerksamkeit sowie Aufwertung ENIGMAs „Sadness“ verdanken, besonders am Herzen liegen.

GREGORIAN sind zugleich der wohl weltweit berühmteste Chor aller Zeiten, bei dem selbst ein Gotthilf Fischer samt seiner ehemals in Deutschland so beliebten Fischer-Chöre die Tränen in den Augen stehen müssten. Denn das Zusammenspiel der Mönchsgesänge mit den modernen Pop-Klassikern und Unterhaltungsnummern, die eine unglaubliche Ruhe und Erhabenheit, aber auch vokalen Kirchen-Bombast sowie vokale Solo-Fragilität ausstrahlen, verbreiten eine Atmosphäre, der man sich ähnlich nicht entziehen kann wie beispielsweise dem Spiel einer Silbermann-Orgel inmitten einer Kirche.

So treffen auf „Pure Chants I – The Original“ solch modernere Hit-Klassiker wie „The Sound Of Silence“ von SIMON & GARFUNKEL auf „In Trutina“ von CARL ORFF oder das gigantische Traditional „Ode To Joy“, das wir Deutschen als „Freude schöner Götterfunken“ in den wortwörtlich höchsten Tönen verehren. Christliche Hymnen und Pop-Musik – das funktioniert tatsächlich auch im perfekten Einklang. Eben immer dann, wenn es GREGORIAN vortragen.

„Pure Chants II“ wartet mit noch mehr Pathos auf und einer mitunter breiteren orchestralen Instrumentierung, sogar durch das LONDON SYMPHONY ORCHESTRA. Die Band selber schreibt dazu unter ihrer Homepage, dass dieses Album all das enthält, „was man sich für eine entspannte dunkle Jahreszeit wünschen kann und mit den puristischen Chorgesängen dazu einlädt, die Seele baumeln zu lassen“. Damit treffen sie den Nagel genau auf den Kopf oder eben ins Kreuz… (Ich hoffe, Jesus mag mir diesen Vergleich verzeihen! Denn dessen Geburt wird schließlich auf dem zweiten Bonustitel des Albums „Huron Carol“ ausgiebig besungen und sogar mit perkussiven Rhythmen hinterlegt.)

Dem deutlicheren Bombast gegenüber stehen aber auch gleich die Hälfte aller Songs, die ohne jegliche Instrumente auskommen und ausschließlich die sakralen GREGORIAN-Gesänge zum Inhalt haben.
Dass Album mit „Ave Maria“ zu eröffnen, ist noch dazu ein echt gelungener Schachzug, weil dies Stück von Franz Schubert wohl zu den meistgesungenen und zugleich bewegendsten Werken in der Kirche zählt. Dazu setzt dann sogar noch eine Kirchen-Orgel ein...
...und beim Hörer eine fette Gänsehaut.
Auch begegnen uns wiederum Kompositionen von CARL ORFF („O Fortuna“) oder JOHANN SEBASTIAN BACH („Jesu, Joy Of Man's Desiring“) und sogar GUSTAV HOLST („I Vow To Thee, My Country“).
Zutiefst beeindruckend ist aber erneut ein modernere Nummer und zugleich ein ganz spezielles Highlight: LEONARD COHENs „Hallelujah“. Da tut es einem unglaublich leid, dass der begnadete Singer/Songwriter diese Version nicht mehr selber erleben darf.

Und dass alle 12 Songs plus der vier Bonusstücke komplette Neueinspielungen sind und es sich hier nicht etwa um eine 'versteckte' vorweihnachtliche Best-Of-Geschichte handelt, wie das ewige X-mas-Carol vieler anderer Musiker, lässt dann wohl endgültig alle 'Gregorianer'-Herzen höher schlagen.

FAZIT: Sie sind mit „Pure Chants II – The Original“ wieder zurück – die singenden Kuttenträger namens GREGORIAN, die als Band den GREGORIANischem Choral des Mittelalters in der Aufmachung von Mönchen in einer Art sakralem Pop-Style – gern auch als 'Gregorianik-Pop' bezeichnet – singen und breit ausladend auf der Bühne zelebrieren. Besonders klug und zudem wirklich weitsichtig ist es, den ersten und (neuen) zweiten Teil von „Pure Chants“ als 'Limited Edition' in einer ansprechend-hochwertigen Hardcover-Box, in der sich beide CD's im Jewelcase samt jeweils 20-seitigem Hochglanz-Booklet (zusätzlich mit allen Texten) sowie ein Aufkleber befinden, zu veröffentlichen. Zudem ist diese Box wirklich streng limitiert und damit durchaus von einem Mehrwert für alle, denen diese einmaligen Mönchsgesänge, welche ihre ganz spezielle Entstehung ENIGMAs „Sadness“ verdanken, besonders am Herzen liegen. „Pure Chants I & II – The Original = Limited Edition =“ sind ein vorweihnachtlicher Volltreffer, den man im Grunde das ganze Jahr lang hören kann.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 994x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • CD 1 = Pure Chants I = (45:21):
  • My Little Welsh Home
  • Kyrie Victoria
  • Waiting For Life
  • Pie Jesu ft. Narcis
  • Misere Mei, Deus
  • Ode To Joy
  • In Trutina
  • Ameno
  • She Moved Through The Fair
  • Kyrie XI, A
  • Bailero ft. Narcis
  • Adoramus Te Christie
  • Gamenni Kardia (There Are Stars)
  • Beata Viscera
  • The Sound Of Silence (Pure Version)
  • Non Nobis Domine
  • CD 2 = Pure Chants II = (44:13):
  • Ave Maria (Pure Version)
  • Winter Light
  • Greensleeves (Pure Version)
  • Jesu, Joy Of Man's Desiring (Pure Version)
  • O Fortuna (Pure Version)
  • Dear Lord And Father Of Mankind (Pure Version)
  • Cum Angelis + Psalm 24, Ver 7-10
  • Rivers Of Babylon (Pure Version)
  • My Love Is Like A Red, Red Rose
  • Hallelujah (Pure Version)
  • Gloria XV
  • I Vow To Thee, My Country
  • Bonus Tracks:
  • Gaudete
  • Huron Carol
  • Coventry Carol
  • Noel Nouvelet

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welche Farbe hat eine Erdbeere?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!