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Melancholic Seasons: The Crypt Of Time (Review)

Artist:

Melancholic Seasons

Melancholic Seasons: The Crypt Of Time
Album:

The Crypt Of Time

Medium: CD/Download
Stil:

Death- und Thrash-Metal

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 61:24
Erschienen: 01.05.2022
Website: [Link]

Die Detailverliebtheit von MELANCHOLIC SEASONS spiegelt sich nicht nur im genialen Cover-Artwork von „The Crypt Of Time“ wider, auch die Musik strotzt vor Detailreichtum. Dabei standen die Begleitumstände der Albumproduktion zunächst unter eher widrigen Umständen. Die Scheibe ist fast komplett fertig, da geht der Sänger flöten… Blöd gelaufen. Oder eben doch nicht, denn der neue Mann am Mikro liefert auf „The Crypt Of Time“ einen sehr hörenswerten Job ab.

Da aber ein Album nicht nur mit dem Sänger steht und fällt, muss auch ein Augenmerk auf die Musik gerichtet werden, die in diesem Fall in allen Belangen ein Fortschritt im Vergleich zum Vorgängeralbum ist. Die Band versteht es nahezu perfekt, die filigrane Schärfe des Thrash Metal mit dem Groove und der Härte des Death Metal zu vereinen. Angesichts des fetten Sounds verwundert es doch ein wenig, dass hier laut Infoblatt kein Mensch aus Fleisch und Blut hinter den Kesseln sitzt. Einerseits leuchtet es ein, dass der Klang trotzdem so stark ausfällt (die Studiotechnik schläft schließlich nicht), andererseits ist die Tatsache, dass Konservensounds menschliche Fähigkeiten (auch im Metal-Bereich) mittlerweile komplett äquivalent ersetzen können, doch irgendwie schade… Aber das ist ein anderes Thema.

Was unterm Strich zählt ist die Qualität der Musik und die ist erste Sahne.
Brecher der Marke „The Creation“ oder „Balance Of Terror“ sind Groove-Monster vom Feinsten und mit Tracks wie „Die Seuche“ oder auch „Narbenkleid“ (Highlight!) fackelt die Band todesmetallische Freudenfeuer ab. Dass das bei weitem nicht die einzigen Beispiele der Bandqualität sind, sollte klar sein.
Was u.a. auch äußerst positiv hervorsticht ist der Gesang. Die Growls sind nicht nur sehr gut verständlich, sondern auch dermaßen brutal und voluminös, dass sie in einigen Momenten bärenstarke, weil sehr wirkungsvolle Kontraste zur melodischen Ausrichtung der Gitarren erzeugen. Diese Kontraste wirken aber nie überzogen, vielmehr klingt das Album in Gänze sehr durchdacht und bewusst inszeniert.
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Effizienz der Band ist neben dem starken Spannungsbogen, den das Album in Gänze vorweisen kann, auch der Abwechslungsreichtum. Beinahe epische Kracher wie „Burning Dreams“ (Diese Melodien!) finden sich Seite an Seite mit Songs wie „Die Seuche“, die thrashiges Riffing mit Brutalo-Growls verbinden, ohne dass die Melodien zu kurz kommen.

FAZIT: Viel gibt’s hier nicht auszusetzen. Vielleicht hätte der ein-oder andere Hörer sich das Album in Gänze etwas straffer gewünscht. Aber wer nörgeln will soll nörgeln. MELANCHOLIC SEASONS kann’s egal sein, denn „The Crypt Of Time“ ist ein Freudenfeuer an der Schnittstelle von Death- und Thrash Metal

Dominik Maier (Info) (Review 640x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Imperfection Of… (Intro)
  • The Creation
  • The Crypt Of Time
  • Die Seuche
  • A New Identity (Graves In Mind Pt.2)
  • Narbenkleid
  • Unreal
  • Painful Truth
  • Into Burning Dreams… (Intro)
  • Burning Dreams
  • Balance Of Terror
  • I Am December (Autumnsphere Pt.2)
  • Dear Mr. Silence
  • Dead-End Street (v. 2022)
  • Alles schon geschehen (v. 2022)

Besetzung:

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