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The Flower Kings: By Royal Decree (Review)

Artist:

The Flower Kings

The Flower Kings: By Royal Decree
Album:

By Royal Decree

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Rock

Label: Inside Out / Sony
Spieldauer: 92:47
Erschienen: 04.03.2022
Website: [Link]

Roine Stolts Ideenreichtum ist unfassbar. Der THE FLOWER KINGS-Kopf hat mit seiner Band während der letzten 25 Jahre im Akkord abendfüllende Alben (oft sogar Doppelalben) veröffentlicht und ist dabei immer mehrgleisig gefahren, wenn man etwa Transatlantic bedenkt. Sein jüngstes Werk unter der Blumenkrone bündelt abermals gut anderthalb Stunden Musik und stellt nicht in Aussicht, die Kreativität des Schweden könne je versiegen.

"By Royal Decree" ist nun die dritte Produktion in neuer Besetzung mit Drummer Mirko DeMaio und Keyboarder Zach Kamins die sich dementsprechend gut eingegliedert haben, gleichwohl Stolt als Sänger, Gitarrist und Arrangeur wieder einmal eindeutig hörbar nahezu alle Fäden zieht. Die Platte sticht zudem dadurch aus der Diskografie der Gruppe hervor, dass sie Material aus ihrer Gründungszeit enthält und auf ihre relativ kompakte Art songdienlich anmutet wie nur wenige ihrer Vorgänger.

Passenderweise ist Roines Bruder Michael als zusätzlicher Bassist und Sänger neben Jonas Reingold zurückgekehrt, und einige Tracks orientieren sich stark an den frühen Idolen der Geschwister, den Beatles. Der Opener ´The Great Pretender´ ist äußerst auf Stolts Gesang fokussiert - ein Schwerpunkt, der schließlich zu erhebenden Chorpassagen führt. Selbige kommen auch im weiteren Verlauf immer wieder zum Tragen, sei es während des janusköpfigen ´World Gone Crazy´ (weite, getragene Melodiebögen einer- und ein quirliger Rhythmus andererseits) oder in ´Moth´, einem auf Klavier fußenden Leisetreter.

´A Million Stars´ ist eine Yes-ige Ballade, ähnlich wie bald darauf ´The Darkness In You´ und auf Platte zwei phasenweise auch ´Silent Ways´ sowie ´Open Your Heart´, wo Roine sogar wie ein tiefer intonierender Jon Anderson raunt. Das kurze ´We Can Make It Work´ wirkt mit Bläsern wie ein offensichtlicher Kniefall vor den "Fab Four", wohingegen der flotte Jazzrocker ´Peacock On Parade´ und das mellotronig orgelnde ´Evolution´ die Vorzeige-Instrumentalstücke der Platte darstellen.

´Time The Great Healer´, der Einstieg in den zweiten Teil von "By Royal Decree", nimmt nur langsam Fahrt auf und kreist abseits geräuschhafter Experimental-Einlagen um einen sehr einprägsamen Refrain. ´The Big Funk´ wurde aufwändig mit sehnsüchtigem gemischtgeschlechtlichen Gesang arrangiert und steht dem melodieverliebten ´Letter´ (Marimba-, Akkordeon- und Streicher-Klängen) hinsichtlich seiner Eindringlichkeit in nichts nach. Das Finale ´Funeral Pyres´ bauscht sich schließlich mit bluesigen Licks à la David Gilmour zu Beginn zu einem opulenten Artrocker auf, der den Doppeldecker nicht trefflicher landen könnte.

FAZIT: "By Royal Decree" ist eine der positiv rückschrittlichsten und liedhaftesten Platten von THE FLOWER KINGS. Roine Stolt und Co. haben sich hiermit selbst ein Denkmal als Songwriter gesetzt und schicken eine Einladung an alle hinaus, die ihre Musik noch nicht kennen, aber lieben lernen können.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2003x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • 1. The Great Pretender (6:55)
  • 2. World Gone Crazy (5:04)
  • 3. Blinded (7:45)
  • 4. A Million Stars (7:11)
  • 5. The Soldier (5:23)
  • 6. The Darkness In You (5:13)
  • 7. We Can Make It Work (2:48)
  • 8. Peacock On Parade (5:15)
  • 9. Revolution (5:59)
  • 10. Time The Great Healer (6:12)
  • 11. Letter (2:25)
  • 12. Evolution (4:47)
  • 13. Silent Ways (5:01)
  • 14. Moth (4:31)
  • 15. The Big Funk (4:39)
  • 16. Open Your Heart (5:17)
  • 17. Shrine (1:08)
  • 18. Funeral Pyres (7:14)

Besetzung:

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