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Bony Macaroni: The Big Bucks (Review)

Artist:

Bony Macaroni

Bony Macaroni: The Big Bucks
Album:

The Big Bucks

Medium: CD
Stil:

Indie-Rock, Emo/Pop-Punk

Label: Redfield Records
Spieldauer: 37:05
Erschienen: 31.03.2023
Website: [Link]

Die Welt geht immer mehr den Bach runter. Egoismus, Geldnot, zwischenmenschliche Kälte… Die Menschen scheinen sich immer weiter voneinander zu entfremden. Und eine Wurzel dieses Übels ist der Kapitalismus. Zumindest wenn es nach BONY MACARONI geht. Nicht umsonst wird das Chaos-Szenario, welches das Cover ziert, unter dem Titel „The Big Bucks“ zusammengefasst.

Die Lösung der Weltprobleme wird wahrscheinlich auch mit diesem Album nicht von heute auf morgen eintreten, aber die Musik von BONY MACARONI reflektiert die Zustände der Welt auf erträgliche Art und Weise. Die Musiker reichern ihren Indie-Rock mit einer Vielzahl von Emotionen an, die aber doch alle in dieselbe Richtung gehen. Die Welt ist kaum mehr wirklich lebenswert. Das könnte eine Grunderkenntnis dieses Albums sein. Die Menschheit schafft sich ab. Völlig egal ob durch Gier, Korruption oder Kontrollsucht, am Ende wollen wenige die Kontrolle über viele haben.

Ja, das ist leider relevanter und aktueller Stoff, es bedeutet aber nicht, dass die Musiker hier ins Kissen heulen. Es wirkt eher so als ob BONY MACARONI eine Art „Fuck Off“-Einstellung haben, sich aber trotzdem Gedanken zu der Welt, in der sie leben, machen.
„Grind me into the Paste“ handelt z.B. von der Arbeit in einem Hühnerschlachthof. Im Subtext könnte es aber auch um eine grundsätzliche Entfremdung des lyrischen Ichs von der Gesellschaft generell gehen.

Musikalisch klingen BONY MACARONI, trotz der ernsten Themen der Texte, aber stets catchy. Irgendwo zwischen einer gewissen Punk-Attitüde, leichtfüßigem Indie-Rock und wärmender Popmusik sitzen die Musiker zwischen den Stühlen und scheinen sich pudelwohl dabei zu fühlen. Zumindest klingt „The Big Bucks“ trotz seiner eher wenig positiven Themen leichtfüßig, hier und da geradezu verspielt („Disappoint You“).
Dabei entstehen außerdem einige Ohrwürmer, die zwar nicht immer nachhallen, im entsprechenden Moment aber zügig dafür sorgen, dass der Fuß im Takt mitwippt. Im Grunde will die Band sowieso eher weniger belehren, als vielmehr trösten, wenn das Leben seine miese Seite zeigt.

FAZIT: BONY MACARONI verpacken die mitunter schweren Themen ihrer Texte in ein leichtfüßiges Gewand zwischen Indie- und Punkrock, der gerne und oft gen Pop schielt. Dadurch finden sich auf „The Big Bucks“ einige Ohrwürmer. Die Stimmung des Albums ist insgesamt zwar wenig positiv, geschweige denn zuversichtlich, aber Schwarzmalerei klingt definitiv anders. Damit platziert sich die Band als potenzieller Tröster, aber auch als reflektierter Beobachter irgendwo zwischen den Stühlen der zuvor genannten Genres.

Dominik Maier (Info) (Review 1913x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • F.I.
  • MDA
  • The Big Bucks
  • Marissa
  • Grind me into the Paste
  • (Covered) in Scabs
  • Bombs Away
  • Hollow
  • Disappoint You
  • The Claw
  • The Best I Can Do

Besetzung:

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