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Dream Unending & Worm: Starpath (Review)

Artist:

Dream Unending & Worm

Dream Unending & Worm: Starpath
Album:

Starpath

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Death / Doom / Black Metal

Label: 20 Buck Spin / Soulfood
Spieldauer: 44:49
Erschienen: 24.11.2023
Website: [Link]

Prima Idee: Zwei der künstlerisch wertvollsten und stärksten Zugpferde des amerikanischen Labels 20 Buck Spin tun sich für ein Split-Album zusammen, das Ergebnis besticht wie zu erwarten auf ganzer Linie, auch wenn oder gerade weil DREAM UNENDING und WORM stilistisch nicht unbedingt auf einer Wellenlänge surfen.

Ein gemeinsamer Nenner der beiden ist zumindest die Intensität ihrer Musik, und die Kontraste, die sich durch ihre Gegenüberstellung ergeben, macht den Gesamteindruck im Falle von "Starpath" umso eindringlicher. Die jeweils rund 22 Minuten der "verträumten" A-Seite und des Death-Metal-Wurmlochs, das sich auf der B-Seite auftut, verlaufen nach der Devise: Gut Ding will Weile haben.

Tempo machen die Bands bei dieser Gelegenheit nämlich nur selten, doch dafür sind alle vier Tracks Studien in psychedelischer Vielschichtigkeit unter dem Extrem-Metal-Banner. Dream Unending nehmen vorübergehend (?) Abstand von ihren kühlen Wave-Einflüssen, um in zwei nahezu Artrock-mäßigen Epen zu schwelgen, deren Gitarrenmelodien das Herz jedes Pink-Floyd-Fans höher schlagen lassen. Dabei sind Justin DeTores Growls und der Gesang von Phil Swanson (Seamount, Sumerlands), der erneut als Gast auftritt, quasi Sound-Konstanten des Projekts, wohingegen die eine tragende Rolle übernehmenden Tasteninstrumente auf spannende kommende Werke hindeuten.

Worm fassen sich etwas kürzer, sodass ihr Platz für drei Tracks reicht, in denen der Horror-Black-Metal-Anteil (think frühe Cradle of Filth, Abyssos) im Vergleich zum 2021er Album "Foreverglade" ein wenig zugenommen hat. Zwischenzeitliche Blastbeat-Ausbrüche verleihen dem Album insgesamt ein Mehr an Dynamik, die verspielten Gitarrensolos und klassisch angehauchten Keyboards haben etwas proggig Schulmeisterliches, das den geradezu in sich ruhenden Dream Unending abgeht.

Entrückt und das Bewusstsein entrückend - um noch einmal Bezug auf das psychedelische Moment zu nehmen - sind Mastermind Phantom Slaughter und Co. trotzdem ebenfalls. das abwechselnd stampfende und getragene 'Sea of Sorrow' sei denjenigen, für die es schnell gehen muss, als Anspieltipp empfohlen, dessen vage Referenz (alte Samael auf Pilzen?) ziemlich gut zu "Starpath" insgesamt passt.

FAZIT: Zwei US-Acts, die den experimentellen Geist der zeitgenössischen Szene mustergültig verkörpern, bündeln ihre Kräfte auf "Starpath" zu einer Melange, die in puncto Sound, Stimmung und Gefühl unerhört wie bisher ungehört ist. Solange es Plattenfirmen gibt, die solche gegen den Strich gebürsteten Musiker unterstützen, braucht man nicht zu befürchten, dass Metal in näherer Zukunft in der Bedeutungslosigkeit versinkt.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1290x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • 1. Dream Unending - So Many Chances
  • 2. Dream Unending - If Not Now When
  • 3. Worm - Ravenblood
  • 4. Worm - Midwinter Tears
  • 5. Worm - Sea of Sorrow

Besetzung:

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