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Hence Confetti: Hence Confetti (Review)

Artist:

Hence Confetti

Hence Confetti: Hence Confetti
Album:

Hence Confetti

Medium: Download/EP-CD
Stil:

Progressive Metal

Label: Bird’s Robe Records
Spieldauer: 23:07
Erschienen: 10.11.2023
Website: [Link]

Musikalische Kraken gibt es einige. MASTODON, oder in härteren Gefilden auch MESHUGGAH sind u.a. zwei größere Namen in diesem Sektor, den nun auch HENCE CONFETTI unsicher machen. Dabei platzieren sich diese Australier (gemessen an den genannten Acts) wohl am ehesten in der Mitte der Soundspanne welche die beiden Vorbilder abdecken.
Das heißt, dass „Hence Confetti“ kaum in die vertrackt-kalte Aggression der „Bleed“-Schöpfer vordringt, viel eher mit klanglicher Wärme spielt, die dank Instrumenten wie einem Klavier oder diversen Cymbals auch einen gewissen Blumen-Charakter mitbringt. Die emotionale Tiefe, die speziell MASTODONs jüngstem Meisterwerk „Hushed & Grim“ innewohnt, lassen HENCE CONFETTI aber noch vermissen.

Ein gewisses hypnotisches Element ist in Stücken wie „New Homes“ aber durchaus herauszuhören. Der getragene Gesang passt hervorragend zur drückenden Melancholie des Songs, der trotzdem nicht mir Groove und kraftstrotzendem Riffing geizt.
Deutlich dissonanter und damit beklemmender kommt „Buttons“ daher. Erstmals brüllt sich Rowland Hines die Seele aus dem Leib, wobei auffällt, dass das Geschrei seinen Zweck zwar erfüllt, aber über weite Strecken irgendwie seltsam zurückhaltend wirkt. Immer wieder entsteht der Eindruck, der Frontmann halte seine Energie immer soweit im Zaum, dass die ganz große Explosion, die wirkliche Ekstase ausbleibt.

Da überrascht das folgende „Rorschach“ als Ruhepol dieser EP durchaus, allerdings wirkt der meditative Charakter auf über fünf Minuten gestreckt leider doch etwas ermüdend.
„Ovation“ führt die sanften Klänge zunächst fort, lässt aber auch wieder krachende Gitarren und vibrierendes Schlagzeugspiel zu. Dadurch kommen die Kontraste innerhalb des Sounds besser zur Geltung und speziell die gesanglichen Gegensätze aus Gebrüll und Cleans verfehlen ihre Wirkung kaum, wenngleich dem Geschrei auch hier etwas mehr Kraft und Volumen gut stehen würde.

Unter diesem Aspekt geht „Bandages“ wieder etwas mehr in eine bekömmliche Richtung, wenn auch der Sound am Anfang eher semi-optimal wirkt, verschlingt er doch die Stimme beinahe vollständig. Zwischendrin lassen (w)irre Melodie-Abfahrten und vertrackte Rhythmen aufhorchen, allerdings kauen die Musiker das Grundmotiv des Songs doch etwas zu lange vor, sodass letztendlich wenige Widerhaken auszumachen sind.

FAZIT: Gemessen an dem Potenzial, das dem Sound von HENCE CONFETTI innewohnt, bleibt dieses selbstbetitelte Debüt leider hinter den Erwartungen zurück. Zwar finden sich einige gute Ansätze und instrumental sind die Musiker alles andere als Stümper, aber den Songs fehlt es noch an echten Widerhaken. Die Spannung, welche die Band zweifellos erzeugen könnte, wird in kaum einem Song über die komplette Spielzeit aufrechterhalten. Dadurch wird am Ende leider einiges an Potenzial verschenkt, was jedoch nicht heißen soll, dass sich „Hence Confetti“ z.B. als Einsteigerwerk in den musikalischen Hartmix komplexer Klänge nicht doch eignet.

Dominik Maier (Info) (Review 1234x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • New Homes
  • Buttons
  • Rorschach
  • Ovation
  • Bandages

Besetzung:

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