Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Stone Water: Make Me Try (Review)

Artist:

Stone Water

Stone Water: Make Me Try
Album:

Make Me Try

Medium: CD/LP
Stil:

Rock

Label: Timezone
Spieldauer: 48:38
Erschienen: 15.09.2023
Website: [Link]

Der Name der Band sowie der Greyhound-Bus in den Rocky Mountains auf dem Cover signalisieren Naturverbundenheit und bodenständigen Sound. Und STONE WATER halten, was Bild und Name versprechen. Das Hamburger Quartett – das nach den Aufnahmen für „Make Me Try“ zum Quintett erweitert wurde – überzeugt auf seinem Debüt mit tollen eigenen Kompositionen und einem kraftvollen, unverfälschten und analogen Klangbild.

Das Album enthält zehn zumeist von Robert Wendt geschriebene Songs; dazu gesellt sich eine eher überflüssige, weil mutlose Version des Stones-Titels „Sway“.
Unter den eigenen Titeln aber finden sich äusserst hörenswerte Stücke. Gleich zum Einstieg gibt’s mit „Stony Rock“ zum Beispiel einen perfekt getimten, kräftig rockenden Muntermacher, getragen von Beemans ungekünsteltem Gesang und Wendts scharfer Gitarre.

„Scarecrow“ entführt mit Harp und geslideter Gitarre ins Delta, „Fare Thee Well“ vermittelt echtes Westcoast-Feeling – ein hübscher Song, auch, wenn die Harmonien und der laidbacke Beat schamlos bei „Little Feat“ abgekupfert wurden. „Backdoor Man“ besticht mit schönem Harmoniegesang, und auch „Sweet Charms“ schliesslich lebt – nach einem „Honky Tonk Women“-Intro – nicht zuletzt von Sylta Fee Wegmanns Backing-Gesang.

Tour- und Studiogitarrist Robert Wendt gehört offenbar zu jenen Musikern, die trotz frustrierender Umstände und Aussichten in der Corona-Zeit nicht ins Jammern und Nichtstun getrudelt sind. Jedenfalls ist es erfreulich, dass sich mit seinen neuen Songs und den passenden Mitmusikern nach einer pandemiebedingten Zwangspause ein offenbar tragfähiges Bandprojekt entwickeln ließ. So betrachtet ist der STONE WATER-Erstling sogar ein Versprechen.

FAZIT: Freunde gradlinigen Rocks amerikanischer Prägung kommen bei diesem Debüt-Album auf ihre Rechnung. Nichts Neues zwar auf „Make Me Try“, aber auch nicht dergestalt, dass man empfehlen müsste, sich eher an die originalen Werke der gut hörbaren Vorbilder der Hamburger zu halten. Wenn eine europäische Band ihren musikalischen Idolen von „drüben“ qualitativ derart nahe kommt, verdient das Anerkennung. STONE WATER touren zurzeit intensiv – der Besuch einer ihrer Auftritte ist sehr zu empfehlen.

Dieter Sigrist (Info) (Review 871x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Stony Rock
  • Change
  • Scarecrow
  • Make Me Try
  • Awful Blues
  • Fare Thee Well
  • Second Floor
  • Backdoor Man
  • Sweet Charms
  • Sway
  • If You Get Lost

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe das folgende Wort rückwärts: Regal

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!