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WACKEN OPEN AIR 2019 | Freitag - Wacken Holy Ground, Wacken - 02.08.2019

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Freitag, 02.08.2019

Während sich die Bands schon auf den anstehenden Festivaltag vorbereiten und diverse Soundchecks auf den Bühnen durchgeführt werden, reiben sich die Metalheads gerade erst bedächtig den Schlaf aus den Augen. Da hilft es ungemein, wenn bereits zu dieser frühen Stunde, stimmgewaltige Acts am Start sind, die das Aufwachen unterstützen. Bereits um 11.00 Uhr betreten JINJER die LOUDER-Stage, um ihren Teil des Frühsports beizusteuern. Tetiana Shmailiuk ist in ihrer Eigenschaft als Vorturnerin voll in ihrem Element. Während die Bandkollegen ihr Pensum routiniert abspulen, zeigt die Dame eindrucksvoll, was es im Jahr 2019 heißt, Teil des Metal-Business zu sein. Perfekt gestylt, gut eingesungen und voller Energie growlt sie sich durch das Set. Keine Spur von Müdigkeit ist zu spüren. Die Fans sind daher auch schlagartig wachgerüttelt und feiern die Band. Ein ganz starker Auftritt.

Auf der benachbarten HARDER-Stage gibt es mit QUEENSRYCHE den nächsten Hochkaräter zu besichtigen. Mit dem neuesten Album im Gepäck betreten die Jungs um den neuen Frontmann Todd LaTorre die Bühne. LaTorre, der in die Fußstapfen des zur Ikone hochstilisierten Geoff Tate getreten ist, macht seinen Job ausgesprochen souverän und sympathisch und während Tate sich drauf beschränkt, mit seiner Band nur noch bewährtes Material zu spielen, produzieren LaTorre und der Rest der ursprünglichen Mitglieder neues, frisches Liedgut, das fast schon an die glorreichen Zeiten erinnert. Der Gig macht so richtig Laune und verdeutlicht die enorme Entwicklung, die die Band auch nach dem Ausstieg Tates gemacht hat.

Dann kommt plötzlich Bewegung ins Infield, denn über die WACKEN-App wird die Mitteilung verbreitet, dass eine neue Lieferung bereits am Donnerstag vergriffener Merch-Artikel eingetroffen ist. Nichts wie hin bedeutet das für alle, die bis dahin leer ausgegangen waren. Bereits zu diesem Zeitpunkt sind auch die Jubiläumsbecher mit den drei XXX an keinem der Getränkestände mehr erhältlich.

Der Himmel über WACKEN beginnt sich bereits zu verdunkeln, als ELUVEITIE auf die Bühne gehen. Die Folk-Metaller aus der Schweiz sind schon aufgrund ihrer zahlreichen Musikanten, die die Bühne bevölkern, ein lohnendes Motiv. Daneben gibt es zündende Melodien und allerlei mittelalterliche Instrumente, die in das Metal-Set eingebaut werden, ein Stilmittel, das bereits inflationäre Züge annimmt, hier bei ELUVEITIE aber perfekt abgestimmt ist.

Zurück im Media-Center verdichten sich die Hinweise darauf, dass eine neuerliche Gewitterfont eine Unterbrechung des Festivals nötig machen könnte. Um 14.30 Uhr kommt die Meldung, dass das Festival erneut unterbrochen werden muss, da ein Gewitter mit Orkanböen und Starkregen im Anzug ist. Die nun schon zweite Räumung des Festivalgeländes läuft routiniert ab. Nach etwa 70 Minuten Unterbrechung geht es aber weiter im Line-Up. Mit Ausnahme EVERGREYs, deren Gig auf keiner der Bühnen mehr untergebracht werden kann, können alle anderen Bands zur Freude des Publikums doch noch auf die Bühnen. Zwar müssen aufgrund des straffen Zeitplans einige Bands kurzfristig auf andere Bühnen ausweichen, die WACKEN-Apps ist allerdings immer auf dem neuesten Stand und weist den Metalheads den Weg zu den Bühnen mit ihren jeweiligen Lieblingen. Auch hierfür gebührt den Organisatoren einmal ein großes Lob.

Mit BLACK STONE CHERRY geht es auf der FASTER-Stage weiter. Trotz des immer noch starken Regens füllt sich das Infield wieder zügig, was die Jungs aus Edmonton in Kentucky auch redlich verdienen. Purer Rock´n´Roll ist angesagt. Sprünge, wilde Posings und der pure Spaß an der Musik dominieren die Show der Band, die aus dem Stand mehr als 100% Spielfreude zeigt. Hätte ich gerne mehr von gesehen, aber der dicht gepackte Zeitplan, der durch die Unterbrechung zusätzlich noch einige Bühnenwechsel nötig machte, lässt dies nicht zu.

Danach mache ich einen Abstecher zur WACKINGER-Stage, auf der die farbenprächtigen GERNOTSHAGEN die Menge vor der Bühne ordentlich in Stimmung bringen. Neben den prächtigen Kostümen und der passenden Kriegsbemalung, liefert die Truppe auch eine starke Bühnenshow. Ein grandioser Gig.

Der Regen ist in der Zwischenzeit deutlich schwächer geworden. Ich mache mich auf den Weg zur Doppelbühne, wo DIE HAPPY um Frontlady Marta Jandova einen energiegeladenen Auftritt abliefern. Insbesondere Marta arbeitet sich den Frust der Unterbrechung aus dem Leib und versprüht eine Energie, dass die Funken nur so fliegen. Wer das nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst. Auch DIE HAPPY hätten einen späteren Slot mehr als verdient gehabt.

Ich mache noch einen kurzen Abstecher bei GREYFACE aus Dublin, die die Fans vor der HISTORY-Stage bestens unterhalten. Shouter Shaye ist mit seine blauen Kontaktlinsen und der Kriegsbemalung der Eye-Catcher der Truppe, der Konfirmationsanzug will zum Rest des Outfits allerdings nicht so recht passen.

Pünktlich zum Start der Abendkonzerte, reißt dann auch die bis dato dichte Wolkendecke auf und taucht das Infield in goldene Farbtöne. Mit den Niederländern von WITHIN TEMPTATION steht eine Band auf der Bühne, die den Symphonic Metal schon seit ihrer Gründung im Jahr 1996 prägen. Auch das aktuelle Album „Resist“ thront weit über dem Durchschnitt des Genres. Sharon den Adel und ihre Mitstreiter habe daher auch keine Mühe, das Infield, das nun wieder rappelvoll ist, auf ihre Seite zu ziehen. Neben der Frontfrau, die stets für die Showelemente zuständig ist, liefert auch ihre Band gnadenlos ab. Stefan Hellenblad, der die fetteste Axt aus dem Haus Jackson Guitars sein Eigen nennt, hämmert auf ein Instrument ein, das statt der gewöhnlichen sechs Saiten, derer acht besitzt. Das Bild hier im Fließtext wurde von ihm und auf dem offiziellen Intagram-Accout von WITHIN TEMPTATION geteilt, was den Fotografen selbstverständlich extrem erfreut hat.

Danach brauche ich erst mal eine kleine Särkung und schnaufe mal kurz durch. Auch das kulinarische Angebot hier in WACKEN ist sensationell. Neben den Klassikern wie Bratwurst, Currywurst und Nackensteaks vom Holzkohlengrill gibt es eigentlich nichts, das es nicht gibt. Döner, Gyros, Pizza, Pasta, Falaffel, Burger, Bratkartoffeln und jede Art Kaltgetränk können an den zahlreichen Ständen konsumiert werden. Die Preise sind angemessen, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Habe ich auf manchen Stadtfesten und sonstigen Events schon deutlich teurer gesehen.

Gestärkt und bereit für die nächsten Aufgaben, geht es zu MESHUGGAH. Die Experimental-Metaller sind auf der LOUDER-Stage zu Gast, die neben den MEGA-Bühnen FASTER und HARDER etwas weiter rechts steht, etwas kleiner, aber immer noch Teil des Infields ist und entsprechend bevölkert wird. Die Jungs um Shouter Jens Kidman, deren Musik sich nicht immer gleich beim ersten Hören erschließt, haben ihre Fangemeinde vor der Bühne versammelt. Auch die Anzahl der Fotografen im Graben ist beträchtlich. Die Lichteffekte sind beeindruckend und außergewöhnlich, was für einige nette Fotos sorgt.

Von der Bühne kommend erfahre ich, dass die Entscheidung für MESHUGGAH und gegen DEMONS AND WIZARDS, die zeitgleich auf der FASTER-Stage standen, goldrichtig war, denn letztere Band hatte (warum auch immer) keine Fotografen zugelassen. Allenthalben lange Gesichter bei den Kollegen, die dieses Konzert auf dem Plan hatten.

Zurück im Pressecenter dann der Schock: Keine Fotografen bei SLAYER zugelassen, außer mit SLAYER Fotopass, den aber niemand (!) bekommen hatte. Die Herrschaften hatten dieses Prozedere schon bei ROCK AM RING durchgezogen, daher war ich auch nicht sonderlich überrascht. Schade war es aber dennoch, denn die Show mit Feuer und Pyrotechnik hätte schon ein paar schöne Fotos verdient gehabt, gleiches gilt für den Gig von DEMONS AND WIZARDS.

Alle JINJER Fotos gibt es hier.

Alle ELUVEITIE Fotos gibt es hier.

Alle WITHIN TEMPTATION Fotos gibt es hier.

Alle QUEENSRYCHE Fotos gibt es hier.

Alle MESHUGGAH Fotos gibt es hier.

Alle BLACK STONE CHERRY Fotos gibt es hier.

Alle GERNOTSHAGEN Fotos gibt es hier.

Alle GREYFACE Fotos gibt es hier.

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Stefan Haarmann (Info)

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