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Perennial Quest: Seconds (Review)

Artist:

Perennial Quest

Perennial Quest: Seconds
Album:

Seconds

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 62:20
Erschienen: 2001
Website: [Link]

Nun liegt mir der erste selbstveröffentlichte (?) Longplayer der jungen Nachwuchsproggies von PERENNIAL QUEST als CD-R vor. Über die Aufmachung kann ich daher nichts sagen – umso besser, da wird man sich unvoreingenommen an die Musik heranmachen.
Und diese schlägt mit 7 Songs in einer guten Stunde zu Buche. Da hat sich ja einiges seit der Bandgründung Mitte der 90er angesammelt. Die Mitglieder sind alle erst um die 20, was ich angesichts der musikalischen Fertigkeiten nicht gedacht hätte. Die beiden Gitarristen haben viele gute Ideen und scheinen in verschiedenen Stilrichtungen zu wildern. Man hört neben melodischen Leads und Solos auch schon mal Funk-Licks und dem Rock/Metal fremde Einflüsse. Nicht dass PERENNIAL QUEST wild drauflosfrickeln, aber sie bemühen sich auch nicht, simple Songs zu komponieren. Der Opener (Titel liegen mir nicht vor, die Website macht mich auch nicht schlauer...) klingt dann auch erst nach fast zehn Minuten aus, was sich im weiteren Verlauf der Scheibe noch wiederholt. Künstlich in die Länge gezogen wirkt dabei nichts, auch wenn die fünf Minuten – Marke kaum unterschritten wird. Vor allem der Gesang beugt der Langeweile vor, weil er variabel und ausdrucksstark anmutet. Von der Rock-Voice bis zur Klagenden Stimme ist alles vertreten. Für aggressive Shouts sind die noch jungen Stimmbänder aber nicht geeignet. Die angenehm melodischen Vocals überwiegen und kommen dem Hörvergnügen zu Gute, genauso wie die transparente Produktion. Der Mix könnte natürlich etwas ausbalancierter und druckvoller sein, insbesondere im Gitarrenbereich, aber das ist natürlich Ansichtssache. Das volle Brett wird auch nie gefahren, da ruhige Passagen ebenso vorhanden sind wie harte Parts - Alles im allen recht professionell, sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch gelungen.
Die Gruppe klingt häufig nach Savatage (etwa Track 6), diversen Prog- und Bombastrockern (insbesondere britische Schule). Harter Metal schimmert nur selten durch, da die Arrangements (Keyboards) oftmals bombastisch anmuten, allerdings unaufdringlich wirken und die Musik bereichern. Der letzte Track läuft übrigens nach einigen Minuten Leerlauf über die Ziellinie, und zwar mit Publikumsgeklatsche und Gekreische/Gegrunze...Natürlich ist schon etwas mehr hängen geblieben (gute Refrains, Harmony-Vocals), für die großen Hits sollte man den Jungs aber noch etwas Zeit geben – Bis dahin ist dieser Einstand bemerkenswert solide.

FAZIT: Gut zu wissen, dass Nachwuchs im Prog-Bereich vorhanden ist. PERENNIAL QUEST werden ihren Weg bei konstanter Weiterentwicklung sicher gehen. Auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wurde kann sich der geneigte Fan besagter Stilrichtung/Bands "Seconds“ genehmigen und nebenbei noch Aufbauarbeit leisten – wird sich bestimmt lohnen. Mal sehen wo die Buben in ein paar Jahren stehen...

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2687x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Tracklist:
  • Colours
  • The Confessor
  • Seconds
  • Dreamin'?
  • Next To The Sun
  • Waiting For The Light
  • Distant Eart

Besetzung:

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