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Giuntini Project: III (Review)

Artist:

Giuntini Project

Giuntini Project: III
Album:

III

Medium: CD
Stil:

Hardrock/Melodic Metal

Label: Frontiers Records
Spieldauer: 58:51
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Der zweite Teil des GIUNTINI PROJECTs ist also auch schon wieder sieben Jahre alt. Ich habe die Scheibe zwar im Schrank stehen, sie ist mir aber ehrlich gesagt nicht mehr wirklich im Bewusstsein. Der erste Teil ist mir gänzlich unbekannt.

Ich erinnere aber natürlich, dass bei diesem Projekt schon beim letzten Mal Ex-BLACK SABBATH Sänger Tony Martin zu hören war, der auch diesmal wieder den Platz am Mikro eingenommen hat. Wie es ursprünglich mal zum Kontakt zwischen dem (zumindest bei uns) eher unbekannten, italienischen “Guitar-Hero” Aldo Giuntini und dem Sangeswunder aus Birmingham gekommen ist, entzieht sich aber ebenfalls meiner Kenntnis. Allerdings hat Tony Martin ja auch schon wiederholt am Projekt von Dario Mollo mitgewirkt, der hier wiederum als Produzent am Werk war. Es scheint hier also eine Art “Freundeskreis” zu bestehen.
Sei es drum - alle Scheiben, auf denen Tony Martin mit seiner unverkennbaren Stimme zu hören ist, sind ein Gewinn für die Musikwelt. Also auch diese.

Obwohl sich “Firmeninhaber” Aldo ordentlich die Finger abfiedelt, steht er dann auch etwas im Schatten seines bekannten Frontmannes, der mit längerer Spielzeit dem Album immer mehr seinen Stempel aufdrückt. Was aber auch zeigt, dass er hier voll bei der Sache ist und nicht nur mal kurz als Gast reingeschaut und auf die Schnelle ein paar Gesangslinien eingeträllert hat.
Gerade in den schnelleren Songs wie dem Opener “Gold Digger”, dem Abgehrocker “Fool Paradise” (bester Song des Albums) oder auch “Disfunctional Kid” setzt der Gitarrist natürlich auch seine Akzente und bedient uns mit einer erstklassigen Metalaxt. Er bleibt dabei aber immer schön songdienlich und drängt sich nicht unnötig in den Vordergrund. Die spieltechnische Ähnlichkeit ist zwar da, aber sonst ist nichts zu spüren vom “MALMSTEEN-Ego“. Gut so.

Das schleppende “Que Es La Vida” beginnt in bester “Headless Cross“-Tradition und beinhaltet im späteren Verlauf noch unverhüllt weitere Trademarks aus der langen BLACK SABBATH-History (hat Tony da eben sogar “Heaven And Hell“ gesungen? Tatsächlich! Frech, aber nicht unkomisch…).
Gleiches widerfährt einem dann (im positiven Sinne) noch des Öfteren (“Anno Mundi”, “Mourning Star”) und es schimmert hier auch die Verwandtschaft zu RAINBOW und DIO immer wieder deutlich durch.
Es hat sich zwar mit “Early Warning”, “Trouble Just Keeps Coming” und “The Closest Thing To Heaven” auch etwas langweiligere Durchschnittsware eingeschlichen, aber selbst dann bewegt sich das zusammengefundene Quintett natürlich auf hohem handwerklichen Niveau.
Bei den beiden enthaltenen Instrumentals kann man dann erwartungsgemäß doch noch Fingerfertigkeiten à la MALMSTEEN, MacALPINE & CO in Reinkultur bestaunen. Technisch sicher anspruchsvoll, aber für alle Nichtmusiker (wie mich) auf Dauer zu langweilig und weniger interessant.

Abschließend sei gesagt, dass diese gelungene Kollaboration sicherlich mehr Leute erreichen könnte, würde sie unter anderem Namen bzw. als richtiges Bandgefüge agieren.

FAZIT: Durch die prägnante Stimme von Tony Martin schwelgt man hier logischerweise oft in Erinnerungen an dessen ruhmreiche BLACK SABBATH-Vergangenheit. Aber insgesamt setzen Fans der alten Hardrock-Garde hier aufs richtige, immer noch vollblütige Pferd. Filigraner Hardrock von gestandenen Musikern, die ihre Routine ausspielen, ohne altbacken zu wirken.

Lars Schuckar (Info) (Review 2181x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Gold Digger
  • Not Connected
  • Que Es La Vida
  • Early Warning
  • Fool Paradise
  • Tutmosis IV – Tarantula
  • Anno Mundi (The Vision)
  • Disfunctional Kid
  • Mourning Star
  • Trouble Just Keeps Coming
  • The Closest Thing To Heaven
  • Memories In The Sand
  • Tarot Warrior

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • III (2006) - 11/15 Punkten
  • IV (2013) - 8/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
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