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House Of Lords: World Upside Down (Review)

Artist:

House Of Lords

House Of Lords: World Upside Down
Album:

World Upside Down

Medium: CD
Stil:

Melodic Hardrock/AOR

Label: Frontiers (Soulfood Music)
Spieldauer: 57:17
Erschienen: 2006
Website: [Link]

Dies ist mittlerweile das fünfte HOUSE OF LORDS-Album und um sämtliche Bandbesetzungen, ehemaligen Mal-rein-mal-raus-Mitglieder und deren Vorher- und Nachher-Bands aufzuzählen, braucht man neben einem Rocklexikon vor allem viel Platz und Zeit. Belassen wir es zu Gunsten der Übersichtlichkeit also bei den neuesten Änderungen bei den ehemaligen Gene-Simmons-Schützlingen. Und die sind schon umfangreich genug, denn von den Teilnehmern des letzten Albums von 2004 ist mal wieder nur Bandkopf und Sänger James Christian übrig geblieben, der als einziger von Anfang an dabei ist. Dafür ist nun Gregg Giuffria zurückgekehrt (wenn ich die Aufzählung auf der CD-Hülle richtig deute, aber wohl nur als Gastmusiker), der schon an dem großartigen Debüt und bisher besten Album mitgewirkt hat.
Dazugekommen sind dann noch mit Jimi Bell ein Gitarrenhexer der Malmsteen-Kategorie, der auch schon in diversen Projekten seine schnellen Finger drin hatte, Drummer B.J Zappa (hat mit diesem Jimi Bell mal bei Ted Bullets THUNDERHEAD gespielt) und der mir unbekannte Bassist Jeff Kent.

Ich weiß ja nicht, ob es wirklich nur an dem blonden Keyboarder liegt, aber erst mit der Rückkehr von Giuffria klingen HOUSE OF LORDS wieder wie in erfolgreichen Zeiten. Ich würde daher “World Upside Down” als das tatsächliche Comeback-Album bezeichnen und das vorherige Werk “The Power And The Myth” als missglücktes Versuchsobjekt abhaken.

Hier wimmelt es nur so von melodischen Ohrwürmern und eingängigen Hooklines, gepaart mit technischer Finesse, denn zumindest die Darbietungen des Gitarristen dürften so einigen reinrassigen Metal-Acts zur Ehre gebühren. Bei einem Song wie “Rock Bottom” klingen die Riffs gar überraschend modern und heftig. Für die erforderliche Abwechslung (wenn auch im vorgegebenen Rahmen) ist also auf jeden Fall gesorgt.
Auch der Gesang von James Christian reicht im Gegensatz zu seinen letzten Veröffentlichungen wieder an alte Glanztaten heran.

Es gibt zwar auch ein paar nicht ganz so gelungene Schmatchfetzen zu überstehen - der schnulzige Gruppengesang bei “Field Of Shattered Dreams” gefällt mir zum Beispiel gar nicht - aber insgesamt überwiegt hier die gute Laune.

Modeorientierte Neuzeitrocker werden zwar die Nase rümpfen und von schnulzig und ausgelatscht sprechen - aber was soll´s. Mitte der 80er wäre dies eine Platinscheibe geworden, heutzutage muss sich die Band halt mit der Anerkennung der hoffentlich noch nicht allzu kleinen Zielgruppe begnügen. Obwohl: Wer die momentan so erfolgreichen MASTERPLAN mag, kann hier getrost auch mal ein Ohr riskieren.

FAZIT: Pompöser Melodic Hardrock at its best, mit einem großartigen Sänger, beeindruckenden Gitarren und Melodien, die sich festbeißen. HOUSE OF LORDS sind erst jetzt wirklich zurück. Wer auf technisch anspruchsvollen AOR steht, bekommt hier eines der besten Alben dieser Stilrichtung der letzten Jahre.

Lars Schuckar (Info) (Review 2317x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Mask Of Eternity,
  • These Are The Times
  • All The Way To Heaven
  • Field Of Shattered Dreams
  • I´m Free
  • All The Pieces Falling
  • Rock Bottom
  • Million Miles
  • Your Eyes
  • Ghost Of Time
  • My Generation
  • S.O.S. In America
  • World Upside Down

Besetzung:

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