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The Vision Bleak: The Wolves Go Hunt Their Prey (Review)

Artist:

The Vision Bleak

The Vision Bleak: The Wolves Go Hunt Their Prey
Album:

The Wolves Go Hunt Their Prey

Medium: CD
Stil:

Metal / Gothic

Label: Prophecy
Spieldauer: 43:19
Erschienen: 2007
Website: [Link]

Die Herren Schwadorf und Konstanz haben ihren Sinn für das Morbide nicht verloren und schwimmen nach „The Deathship Has a New Captain“ (2004) und „Carpathia“ (2005) auch in diesem Jahr noch immer in den trüben, brackigen Gewässern klassischer Horror-Thematiken, literarischer Lovecraft-Schrecken und gar finsterer Legenden. Seinen Stil hat das Duo seit jeher subtil modifiziert – so auch auf „The Wolves Go Hunt Their Prey“, das immer noch unverkennbar THE VISION BLEAK ist, aber streckenweise mehr „geradeaus“ ist und die Härteschraube ein bis zwei Umdrehungen angezogen hat.

„Amala & Kamala“ handelt von zwei Kindern, die von Wölfen aufgezogen wurden und, nachdem sie diesen entrissen wurden, immer noch wölfische Verhaltensweisen an den Tag legten – die Thematik wird rein instrumental behandelt mit episch schreitenden Rhythmen und symphonisch-erhabenen Akkordfolgen. Nachdem Track Nummer eins als Intro verstanden werden kann, legt „She-Wolf“ mit einer Mixtur aus 80er Thrash und 90er Gothic aggressiv nach, wobei letztere Stilistik nur im Rahmen des tiefen Gesangs und des für TVB typischen Hangs zur Atmosphäre zum Tragen kommt. „The Demon Of The Mire“ schlägt dann zunächst klar in Richtung Death Metal inklusive Keif-Grunz und Blastbeats aus, bevor stampfende Marschryhthmen und geflüsterte Texte einsetzen, die alsbald abgelöst werden vom typischen TVB Gesang und melodischer Gitarrenarbeit.

„The Black Pharao Trilogy“ besteht – oh Wunder – aus drei Teilen und bringt es auf eine Laufzeit von knapp 15 Minuten. Teil eins beschert die atmosphärische Einleitung mit viel Sitar und vielspurigen „hail, hail the black pharao“ Rufen – erinnert etwas an die ruhigen Zwischenspiele von NILE. Teil zwei versprüht dann wieder typisch pompösen (doch orientalisch angehauchten) TVB Metal mit allem, was die Fans lieben – Teil drei driftet leicht ins doomige ab, geisterhafte Gesänge, Chöre und Fanfaren begleiten die tief schubbernden Marsch-Riffs, das ruhig-unruhige Zwischenspiel zeigt, dass Schwadorf und Konstanz immer noch Wert auf fein ausgearbeiteten Spannungsaufbau legen.

Leider bringen die letzten drei Tracks keine neuen Erkenntnisse, weil hier nur das wieder aufgewärmt wird, was die ersten drei Tracks schon gutklassig demonstriert hatten. Genau dies könnte selbstverständlich wohlwollend aufgenommen werden, denn was grad noch gut war, kann ja jetzt nicht plötzlich schlecht sein, ist es ja auch nicht, nur kommt genau an dieser Stelle nach mehreren Hördurchläufen dezente Langeweile auf.

FAZIT: THE VISION BLEAK variieren ihren Sound in einem Rahmen, den ihre Stilistik ihnen vorgibt: Etwas mehr Härte hier, einen Zacken mehr Stringenz dort. Das ist immer noch atmosphärischer Metal mit viel Theatralik und erfreulich wenig Kitsch, doch fragt man sich – auch mit Hinblick auf die letzten Tracks des Albums - ob nicht langsam, wie einst bei EMPYRIUM, alles gesagt ist, was mit THE VISION BLEAK gesagt werden sollte. Optisch ist „The Wolves Go Hunt Their Prey“ übrigens ein weiteres Mal ein echtes Gourmethäppchen. Das Album erscheint Ende August auch als Special Edition mit Bonus DVD.

Nils Herzog (Info) (Review 2548x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Amala & Kamala
  • She-Wolf
  • The Demon Of The Mire
  • The Black Pharaoh Trilogy - Introduction
  • The Black Pharaoh Trilogy Part I: The Shining Trapezohedron
  • The Black Pharaoh Trilogy - Part II: The Vault Of Nephren-Ka
  • The Eldrich Beguilement
  • Evil Is Of Old Date
  • By Our Brotherhood With Seth

Besetzung:

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