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Arkona: Goi, Rode, Goi! (Review)

Artist:

Arkona

Arkona: Goi, Rode, Goi!
Album:

Goi, Rode, Goi!

Medium: CD
Stil:

Slavic Folk Metal

Label: Napalm Records
Spieldauer: 79:51
Erschienen: 30.10.2009
Website: [Link]

Etwas auf die „russische Art“ zu tun, bedeutet zumeist, eher – sagen wir - unkonventionelle Wege zu gehen, um an sein Ziel zu kommen. In Sachen Musik kann einem dies dann aber durchaus zum Vorteil gereichen. ARKONA machen folkloristischen Metal auf eben jene russische, vielmehr slawische, Art und Weise und fahren seit mittlerweile vier Alben gut damit, ihrem angestammten Kulturkreis derart treu zu bleiben. Mit Full-Length Nummer fünf namens „Goi, Rode, Goi!“ kämpft Frontfrau Masha „Scream“ Arhipova gemeinsam mit ihren Mitstreitern erneut um die Gunst der ehrenwerten Pagan/Folk-Metal-Hörerschaft.

Einen kleinen Exoten-Bonus sackt die Band ja schon ob ihrer (fast) ausschließlich russischen Texte ein. Dazu kommt diese außergewöhnliche Front-Amazone, deren harsche Vocals und Growls kaum von denen ihrer männlichen Kollegen zu unterscheiden sind – ihren klaren traditionellen Gesang aber umso mehr herausstellen. Und das bekommt der Hörer schon beim Opener und Titeltrack brühwarm um die Ohren. Charakterlich sind die Tracks auf „Goi, Rode, Goi!“ recht vielschichtig angelegt und reichen von feucht-fröhlicher Sauf-Spaß-Musik ('Yarilo') über Traditionals ('Kupalets') bis hin zu traurig-schönen Epen ('Nebo Hmuroe, Tuchi Mrachniye'). Für das 15-minütige Opus 'Na Moey Zemle' haben sich ARKONA stimmgewaltige Unterstützung aus den eigenen Genre-Reihen geholt. Neben Masha selbst besingen auch Obtest (LT), Skyforger (LV), Månegarm (SE), Menhir (DE) und Heidevolk (NL) in den jeweiligen Landessprache ihre Heimat. Dieses Stück ist eine absolut gelungene Großtat und verdient Respekt! Und auch sonst haben unzählige Gastmusiker/-sänger ihren Beitrag zum vorliegenden Album geleistet. Um „Goi, Rode, Goi!“ entstehen zu lassen, wurde ein ganzes Arsenal an traditionellen sowie klassischen Instrumenten wie Domra, Bagpipes, Tulnic, Flöten, Akkordeon, Maultrommel, einem Streichquartett etc. aufgefahren. Ein Frauenchor der Moskauer Gnessin-Musikhochschule nicht zu vergessen. Insgesamt waren wohl mehr als 40 Musiker beteiligt. Diese organisatorische Meisterleistung war keineswegs vergebens. Gemeinsam wurde ein fesselndes Stück außergewöhnlichen Slavic Folk Metals geschaffen. Aber trotz aller Folklore sind ARKONA eben vornehmlich eine Metal-Band, und dieser Fakt wird (den slawischen Göttern sei Dank) auch nicht vernachlässigt.

FAZIT: Bei der Fülle an Folk-Metal-Bands, die inzwischen wie Unkraut auf dem nahrhaften Metal-Boden wuchern, braucht es eindeutige Identifikationsmerkmale, um noch irgendwie aufzufallen. Aber darum müssen sich ARKONA aber wohl kaum sorgen - sind sie doch in einer beinah uniformen Masse ziemlich eindeutig auszumachen. „Goi, Rode, Goi!“ beweist einmal mehr, dass Folk-Metal nicht gleich Folk-Metal sein muss. Ganz sicher profitieren auch ARKONA vom anhaltenden Hype der Szene – aber wenn sie sich ihre ganz ureigene kulturelle wie musikalische Identität bewahren, werden sie weiterhin obenauf schwimmen, während andere bereits wieder untergehen.

Sabine Langner (Info) (Review 4608x gelesen, veröffentlicht am )

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13 Punkte
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Tracklist:
  • Goi, Rode, Goi!
  • Yarilo
  • Nevidal
  • Na Moey Zemle
  • Pritcha
  • V Tsepiakh Drevney Tainy
  • Tropoiu Nevedannoi
  • Liki Bessmertnykh Bogov
  • Kolo Navi
  • Korochun
  • Pamiat
  • Kupalets
  • Arkona
  • Nebo Hmuroe, Tuchi Mrachniye

Besetzung:

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