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Black Robot: Black Robot (Review)

Artist:

Black Robot

Black Robot: Black Robot
Album:

Black Robot

Medium: CD
Stil:

Hardrock/Alternative Hardrock

Label: Brightman Music (Eigenproduktion)
Spieldauer: 35:22
Erschienen: 17.07.2009
Website: [Link]

Dieses amerikanische Quartett stammt aus dem Umfeld von BUCKCHERRY - wobei das noch reichlich untertrieben ist, denn abgesehen von Sänger Huck Johns finden sich bei BLACK ROBOT gleich drei Gründungsmitglieder der kalifornischen Hardrocker. An der Reinkarnation der mehrfachen Chartbreaker war das Trio ja nicht mehr beteiligt und so gründeten sie stattdessen im letzten Jahr diese neue Formation. Dass laut der MySpace-Seite mittlerweile und nach der Veröffentlichung dieser Debüt-CD (an der darüber hinaus noch ein paar Gastmusiker beteiligt waren) der Gitarrist und der Drummer wieder ausgestiegen sind und durch drei neue Leute ersetzt wurden, sorgt dann aber für einige Verwirrung. Ob und wie es mit der Band weitergeht, gilt es da wohl erstmal abzuwarten.

Unberührt vom aktuellen Personalkarussell bleibt aber erstmal die Musik auf diesem, mit 35 Minuten ziemlich kurzen Album. Und die durch die Vorgeschichte unweigerlich hervorgerufene Erwartung an die Musik von BLACK ROBOT wird mit dem passend betitelten "Baddass" dann auch erstmal erfüllt; ein kerniger Dirt-Rocker aus der BLACK CROWES-Waschküche, der, logisch, auch angemessen tief in die AC/DC-Klangfarbe getaucht wurde - und der leider schon wieder vorbei ist, nachdem er gerade so schön in die Gänge gekommen ist. Auch in der Folge bevorzugt es die Band meist kurz und knapp, mehr als die Hälfte der Songs bleibt unter der 3-Minuten-Marke, wodurch es diesen leider oftmals auch an Nachhaltigkeit fehlt.
Mit dem Cover des J.J. Cale/Eric Clapton-Klassikers "Cocaine" folgt dann auch bereits der erste Kreativ-Dämpfer. Klar ist diese rotzige Hardrock- oder auch 'AC/DC'-Version der Koks-Nummer gut hörbar, zumal hier deutlich wird, dass Sänger Huck Johns tatsächlich was von Bon Scott in der Stimme hat. Überflüssig wirkt der Song aber trotzdem, zumindest an so früher Stelle auf einem Debütalbum.
Bei den alternativ-angehauchten, teils spacigen "Momma Don't Cry" und "In My Car" oder auch bei der (zu schnarchigen) Ballade "I'm In Love" könnte dann die frühere Zusammenarbeit mancher Beteiligter mit Chris Cornell (SOUNDGARDEN, AUDIOSLAVE) eine Rolle gespielt haben. Wirklich doll und überzeugend ist das alles aber auch noch nicht.
Ein wenig besser sieht es da schon aus, wenn, wie von den frühen BUCKCHERRY-Zeiten gewohnt, die Classic-Hardrock-Vibes im Sinne von AEROSMITH ("Money") bis LED ZEPPELIN ("Dissatisfaction") wieder stärker ins Gewicht fallen und verschärft die Retroschiene gefahren wird. Und dass bei dem durchweg guten Sound des Albums so einige scharfe Riffs und selbst bei einem verqueren "Love On A. 45" gute Hooks zu finden sind, ist ebenfalls nicht zu verhehlen. Dennoch wirkt trotz handwerklichem Geschick auch der Titelsong wiederum belanglos. Und der funkige Space-Rocker "Nervous Breakdown" am Ende? Nun, der sorgt nach einiger Hektik immerhin für einen entspannten Ausklang.

Die CD ist bei www.justforkicks.de. erhältlich.

FAZIT: Bei aller Gelassenheit und dem Flair, bei einer ungezwungenen Jam-Session entstanden zu sein, wirkt das Debüt dieser ehemaligen BUCKCHERRY-Musiker zwiespältig bis unausgereift. Den meisten Songs fehlt ebenso wie dem Album im Ganzen der rote Faden, und so bleibt vom grimmig dreinschauenden schwarzen Roboter unterm Strich nicht mehr als ein beiläufiger Eindruck.

Lars Schuckar (Info) (Review 3889x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • Baddass
  • Cocaine
  • Momma Don't Cry
  • I'm In Love
  • Money
  • In My Car
  • Black Robot
  • Love On A .45
  • Stop The World
  • Dissatisfaction
  • Nervous Breakdown

Besetzung:

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