Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Fat Mans War Face: The White Light (Review)

Artist:

Fat Mans War Face

Fat Mans War Face: The White Light
Album:

The White Light

Medium: CD
Stil:

Deathcore

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 24:39
Erschienen: 03.04.2009
Website: [Link]

„Wir wollen kein neues Genre erfinden oder definieren“, schreiben die Berliner FAT MANS WAR FACE selbstkritisch auf ihrer myspace-Seite. Und das sagen sie zu Recht. Auf ihrer zweiten Veröffentlichung nach „My Heart Beats Hardcore“ von 2008 haben sie sich komplett dem Deathcore verschrieben, einem Genre, das eigentlich durch stumpfes Stakkato-Riffing, Pig Squeals und uninspiriertes bis nicht vorhandenes Songwriting imponiert. „Eigentlich“ schreibe ich aber nicht umsonst, liegt doch der Fall bei FAT MANS WAR FACE glücklicherweise etwas anders.

Das Quartett macht vieles besser als Artverwandte und lässt mich mit offenem Mund dastehen, so fett und brutal hämmern die 5 Songs nach dem sehr ruhigen und zum Teil klassisch instrumentierten Opener „Introducing The Zero Hour“ aus den Boxen. Ganz klar dominiert auch hier das oben erwähnte typische Gitarrenriffing, aber FAT MANS WAR FACE sind clever genug, reichlich Abwechslung durch Schweinetöne und Breaks in die Gitarrenlinien zu bringen, die etwas an Bands wie SNAPCASE oder ACACIA STRAIN erinnern. Wie selbstverständlich integrieren sie Hardcore, Mosh und Blastbeats etwa beim Titeltrack, der unerwartet als Grindcoregranate explodiert. Der Gesang pendelt zwischen Hardcore und Death, Pig Squeals sind nur ein einziges Mal zu vernehmen, dagegen des öfteren beinahe melancholisch gesprochene Passagen und Gangshouts. Der Sound ist brutal, aber organisch genug, um FAT MANS WAR FACE authentisch und nicht klinisch steril klingen zu lassen, was die Hardcoreattitüde der Band noch unterstreicht.

FAZIT: FAT MANS WAR FACE überraschen mit sehr professionellem Deathcore, der nicht nur die genretypischen Merkmale auslebt, sondern in der Lage ist, ausreichend Abwechslung zu bieten und „The White Light“ sicher noch öfters den Weg in den CD-Spieler finden lassen wird. Es verwundert schon, dass die Berliner noch unter „Unsigned“ firmieren, da sie im internationalen Vergleich locker mithalten können. Gelungene Scheibe.

Dr. O. (Info) (Review 4375x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Introducing The Zero Hour
  • Your Invested Interests
  • Cogent Omens
  • The White Light
  • A Good Tale Is Non The Worse For Being Told Twice
  • She Was Weeping And Yelling And Giving Me The Finger At The Same Time

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Was kommt aus dem Wasserhahn?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!