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Geff: Land Of The Free (Review)

Artist:

Geff

Geff: Land Of The Free
Album:

Land Of The Free

Medium: CD
Stil:

Hard Rock

Label: Metal Heaven
Spieldauer: 46:01
Erschienen: 24.07.2009
Website: -

Bei GEFF handelt es sich um das Projekt des Gitarristen Ralf Jedestedt, der den meisten zwar unbekannt sein dürfte, aber einige Freunde und Bekannte in der schwedischen Hard-Rock-Szene zu haben scheint. So haben ihn bei dem ersten Album unter anderem Göran Edman und Anders Johansson unterstützt, die beide schon mit Yngwie Malmsteen gearbeitet haben. Grob tendiert „Land Of The Free“ auch in eine ähnliche Richtung wie dessen etwas poppigere Alben mit Göran Edman am Mikro, allerdings ohne die Klassik-Anwandlungen und das Hochgeschwindigkeitsgedudel. Ralf Jedestedt scheint vor allem ein Faible für Ritchie Blackmore zu haben, denn viele Riffs und auch Soli erinnern an Bands wie RAINBOW oder DEEP PURPLE. Hinzu kommen die fast gleichberechtigten Keyboards, welche die Songs häufig auch mit Hammond-Orgel-Klängen und vereinzelten Soli ausstatten.

Land Of The Free“ klingt zunächst ein wenig altbacken und wenig aufregend, was das Album jedoch auszeichnet ist die Spielfreude, die alle Musiker an den Tag legen. Man kann wirklich hören, das dies nicht einfach nur ein weiteres, künstlich zusammengestelltes Projekt ist, dessen Beteiligte sich gar nicht kennen und womöglich nicht einmal für die Aufnahmen trafen. Stattdessen ist man in diesem Fall wirklich geneigt zu glauben, dass die Arrangements gemeinsam ausgearbeitet wurden. Vor allem Anders Johansson darf zeigen, dass er auch ganz anders spielen kann als bei seiner Hauptband HAMMERFALL. Zwar verpasst er den ansonsten eher Siebziger-lastigen Hard-Rock-Stücken einige Doublebass-Passagen, ansonsten spielt er jedoch filigraner und abwechslungsreicher. Stellenweise scheint er sich fast wie entfesselt auszutoben, ohne jedoch übertrieben technisch zu werden. Gleiches gilt für Keyboarder Mats Olausson, der sich immer wieder Duelle mit Ralf Jedestedt liefert. Das Zusammenspiel und der Groove der einzelnen Stücke stehen klar im Vordergrund. Selbst Göran Edman, der auch an den Kompositionen beteiligt war, scheint sichtlich Spaß daran zu haben, für ihn eher ungewohnte Charaktere darzustellen. Während er ansonsten wie immer mit seiner angenehmen Stimme und schönen Harmonien überzeugt, liefert er bei vereinzelten Stücken genau das, was der Song verlangt: So klingt er mal eher nach Dio („Crusaders“), bei anderen Stücken wie etwa „Innervations“ ein wenig nach Glenn Hughes. In „Mr. Cain“, einer Ballade im Stil von GUNS N‘ ROSES, erinnert er sogar stellenweise an Axl Rose. Ralf Jedestedt tut es ihm gleich und liefert ein paar sehr an das Spiel von Slash angelehnte melodische Leads, so dass man sich bei dieser Nummer wunderbar ein Stadion voller Feuerzeuge vorstellen könnte.

Leider können nicht alle Stücke mit richtig packenden Hooks überzeugen. Einige Male hat man den Eindruck, dass es zwar unheimlich Spaß machen muss, den jeweiligen Song zusammen zu spielen, aber dieser nicht unbedingt zwingend ist. Bei einigen, wie etwa „Living Generation“, dem Titelstück oder den bereits genannten Tracks bekommen GEFF die richtige Mischung hin, den anderen fehlt es oft an fesselnden Refrains.

FAZIT: „Land Of The Free“ mag recht unspektakulär wirken, macht jedoch Spaß. Vor allem weil die Beteiligten hörbar eben jenen bei den Aufnahmen hatten. Ein ungezwungenes, lockeres Hard-Rock-Album, nicht mehr und nicht weniger.

Daniel Fischer (Info) (Review 3780x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Xtacy
  • Fruits Of Life
  • Living Generation
  • Land Of The Free
  • Pennywise And Pound Foolish
  • Mr. Cain
  • Fool’s Paradise
  • Crusaders
  • Grey Goo
  • Innervations

Besetzung:

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