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My Inner Burning: My Inner Burning (Review)

Artist:

My Inner Burning

My Inner Burning: My Inner Burning
Album:

My Inner Burning

Medium: CD
Stil:

Modern Metal

Label: SAOL/ H´Art/ Zebralution
Spieldauer: 43:37
Erschienen: 13.11.2009
Website: [Link]

Es ist schon mal kein schlechtes Zeichen, wenn man bei der musikalischen Charakterisierung einer neuen Band keine so recht passende Schublade findet. Im Label-Info steht „Modern Metal“, was die Ausrichtung von MY INNER BURNING aber auch nur unzureichend beschreibt. Das liegt vermutlich am Gesang von Frontfrau Rebekka Gaber, die weder Gossow-artig growlt, noch opernhaft à la Turunen singt, sondern von der Stimmlage mal an Amy Lee (EVANESCENCE), mal an Sandra Nasic (GUANO APES) oder auch an Skin (SKUNK ANANSIE) erinnert, ohne dass die Musik einen ausgeprägten Alternativ-Touch aufweisen würde. Viel eher liegen deren Wurzeln im melodischen Death Metal, Power Metal und Gothic Metal. Beim Hören kommen einem Bandnamen wie SOILWORK oder auch AMORPHIS in den Sinn, was auch an den manchmal leicht folkig klingenden Melodien (z.B. bei „Fly With Me“) liegen mag.

Das Album beginnt ein bisschen unglücklich mit zwei etwas schwächeren Songs, die mit viel Elektronik-Einsatz zu sehr auf modern getrimmt sind und nicht so richtig zünden. Anschließend folgt mit dem bereits erwähnten „Fly With Me“ aber bereits das erste melodische Highlight des Albums. „Judgement Day“ ist ein eingängiger Uptempo-Klopfer mit tollem Refrain, während mir das eher balladeske „Solitude Within Me“ einen Tick zu schmalzig ist, auch von der textlichen Umsetzung.
„What Has To Be Done“ probiert es dann mit dem allseits beliebten Geröchel/Elfen-Wechselgesang, ist aber trotzdem ein guter Song. Mit „Over And Over again“ öffnen MY INNER BURNING dann die stilistische Wundertüte und glänzen mit einem tollen Grundriff, verschleppten Rhythmen, Ska-artigen Bläser-Einsätzen und AMORPHIS-Keyboard-Melodien. Wirklich gut umgesetzt und ein echter Pluspunkt in Sachen Abwechslung und Auflockerung.
„Into Chaos“ hat hingegen einen sehr Mitschunkel-kompatiblen, ungemein eingängigen Refrain. Den kann man cheesy finden oder lieb haben. Ich entscheide mich für die zweite Variante. Das daran anschließende „Soul Inc.“ überzeugt ebenfalls mit einem Ohrwurm-Refrain sowie einigen hübschen BLIND-GUARDIAN-Riffs. Bei den abschließenden Songs „The Great Decline“ und „They Know Better“ kommen die DM-Wurzeln der Band noch mal deutlicher zum Vorschein.
Einen Ausfall oder schwachen Song gibt es nicht zu vermelden.

FAZIT: Den Niedersachsen MY INNER BURNING ist mit diesem selbstbetitelten Album ein überzeugendes Debut gelungen, das trotz stilistischer Vielfalt nicht zerfahren wirkt und mit einigen starken Melodien glänzen kann. Vor allem Frontfrau Rebekka Gaber ist es zu verdanken, dass sich die Musik von der breiten Masse der Konkurrenz abhebt. Für die kommenden Alben könnte noch etwas mehr Eigenständigkeit und Konstanz im Songwriting durchaus zu einer höheren Bewertung führen.

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 15214x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Head On A Plate
  • Guide To Fame And Wealth
  • Fly With Me
  • Judgement Day
  • Solitude Within You
  • What Has To Be Done
  • Over And Over And Over Again
  • Into Chaos
  • Soul Inc.
  • The Great Decline
  • They Know Better

Besetzung:

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