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Onheil: Razor (Review)

Artist:

Onheil

Onheil: Razor
Album:

Razor

Medium: CD
Stil:

Black Metal

Label: Cyclone Empire
Spieldauer: 44:54
Erschienen: 15.05.2009
Website: [Link]

Man mag von DISSECTION halten was man will. Mit „Storm of the light´s bane“ haben die Schweden einen Meilenstein des melodischen Black Metals abgeliefert. 14 Jahre ist das jetzt her, Bandchef John Nödtveidt hat sich unlängst ins Jenseits gepustet und damit DISSECTION für immer begraben. Jetzt scheinen sie in Gestalt von ONHEIL musikalisch wieder auferstanden zu sein. Die Holländer liefern mit „Razor“ eine Scheibe ab, wie sie sich viele damals an Stelle von „Reinkaos“ gewünscht hätten.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: ONHEIL sind viel zu eigenständig, um sich Vergleiche dieser oder anderer Art gefallen lassen zu müssen und sie schaffen ein Kunststück, das nur wenige Bands zustande bringen: „Razor“ hat bei 11 Songs nicht einen einzigen Ausfall, geht sofort ins Ohr und wird bei jedem neuen Hören nur noch besser.

Razor“ beginnt mit „Out of the Darkness it comes“ genau so, wie ein Black-Metal-Album beginnen muss: mit einem düsteren, spannungsgeladenen, Unheil (ONHEIL) verkündenden Intro, das all jenen, die mit ihren zarten Händen vielleicht doch aus Versehen im falschen Regal gewühlt haben, die Chance bietet, noch rechtzeitig zu entkommen, bevor der schwarze Sturm in Gestalt von „Nemesis´ light fading“ über ihren Köpfen losbricht.

Was weiter folgt, ist ein kreatives Feuerwerk an Hochgeschwindigkeitsattacken, messerscharfen Breaks, rockigen Parts, großartiger Gitarrenarbeit und wunderbarer Melodien, gekrönt von angenehm bösen Vocals, für die Amok und Haat verantwortlich kreischen. Ja, und grooven können sie auch („Pad der verdoemenis“). ONHEIL überraschen zu jeder Sekunde. ONHEIL sind nicht brutal. Sie sind gnadenlos. Gnadenlos gut. Denn sie verstehen es, jeden Song unverwechselbar zu machen. Es ist wirklich kaum möglich, ein spezielles Lied hervorzuheben. Vielleicht der Titeltrack, der aber auch nur ein leicht gefräßigerer Ohrwurm ist, als die anderen Songs.

Auch nach zigfachem Hören, ist es unmöglich zu denken: Hier oder da hätte ich mir dies oder das gewünscht. Nur ein Wunsch kam mir in den Sinn: mehr davon! Das „Kennst du ein Lied, dann kennst du alle Lieder“-Syndrom hat ONHEIL nicht befallen. Im Gegensatz zu vielen Bandkollegen, die es locker schaffen, aus einem einzigen Razor-Song ein ganzes Album zu basteln. Sollen sie ruhig basteln.

FAZIT: Temporeich, abwechslungsreich, trendfrei und mit technischer Brillianz ausgestattet haben sich ONHEIL längst an die Spitze der Holländischen Szene geprügelt und geschrien. Mit „Razor“ im Gepäck stehen sie nun in den Startlöchern, die Welt zu erobern.

Christoph Bünger (Info) (Review 3073x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Out Of The Darkness It Comes
  • Nemesis Light Fading
  • As Hope Dies
  • Final Redemption
  • Day Of Departure
  • Razor
  • The Fallen Kingdom
  • Pad Der Verdoemenis
  • Penetration Of Innoncence
  • Rain Of Fire
  • From Above

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • Razor (2009) - 14/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Dr. O. [musikreviews.de]
gepostet am: 17.05.2009

User-Wertung:
10 Punkte

Die Scheibe macht wirklich Spaß, aber man sollte nicht unerwähnt lassen, dass sämtliche Melodien von den ersten 5 IRON MAIDEN-Scheiben stammen. Steve Harris in Corpsepaint quasi...
Karl
gepostet am: 17.05.2009

User-Wertung:
10 Punkte

Ja, das Album zu einem Jahrhundertklassiker zu erheben ist wirklich übertrieben. Das liest sich hier fast so wie ein Werbetext vom Label! ;)
Van Helsing
gepostet am: 20.05.2009

Nun bin ich gespannt, erwarte "Where Dead Angels Lie - Return In Frozen Woods Of Stone" oder sowas...
Van Helsing
gepostet am: 03.06.2009

User-Wertung:
12 Punkte

Ja, ein nettes Album, Heavy-Maiden-Black Metal-Priest oder sowas. Schön Speed, furios, erinnert stark an eine bestimmte BM-Schwedenband aus den Neunzigern, komm nicht drauf. Mit Unanimated, Ruins, Wyrd, Heiden, Battle Dagorath und wenigen anderen was Feines aus dem Schwarzwald. Und bald kommt Ashes & Ruin...
rrr
gepostet am: 10.06.2009

User-Wertung:
15 Punkte

seeehr gut!
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 19.01.2010

User-Wertung:
12 Punkte

Okay, vielleicht hätte ich nicht gerade 14 Punkte vergeben, aber in der Tat kommt die Platte ziemlich gut. Sehr gut geeignetes Heavy-/Melodic-/Black-Paket.
Mirko
gepostet am: 22.01.2010

Die Begeisterung des Reviewers kann ich nicht ganz teilen, aber eine gute Scheibe ist es durchaus geworden.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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