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Solenoid: Solenoid (Review)

Artist:

Solenoid

Solenoid: Solenoid
Album:

Solenoid

Medium: CD
Stil:

Heavy Rock

Label: Buzzville Records
Spieldauer: 47:08
Erschienen: 05.12.2008
Website: [Link]

Ich habe ja vieles aus unserem Nachbarland Belgien erwartet, aber sicher nicht die großartigste Heavy Rock Scheibe des Jahres 2008. Das hört sich jetzt vielleicht etwas großspurig an, aber in unserer Superlativ überladenen Zeit, in der von der Musikpropagandamaschine Jeder und Alles zu „Kult“ und „Superstars“ erklärt wird, gibt diese kleine unbekannte Band Grund zu der Hoffnung, dass es noch gute Musiker gibt, die ganz einfach ihr Handwerk verstehen, Musik Seele einhauchen und wie Sau rocken können.

Los geht es mit „ In The Cold“, einem Rocker, der sicher von MOTÖRHEAD stammen könnte, wenn nicht Whiskey, sondern Speed Lemmys Lieblingsdroge wäre, so heftig treten SOLENOID hier das Gaspedal durch. Zwar ist Lemmys Zweisaiter um einiges dreckiger als der von Frank Homolkas, aber der überzeugt über den gesamten Verlauf der Scheibe durch viele Variationen im Gesang ohne penetrant zu experimentieren. Und so verhält es sich mit der ganzen Band, die durchweg auf technisch hohem Niveau spielt und den Sound mal etwas in Richtung Stoner-Rock abgleiten lässt, um beim nächsten Song etwas in Richtung NWoBHM zu driften. Und so stehen auch allerhand großartige Bands aus eben jenen Richtungen als Vergleich zur Verfügung, sei es dass „Short But Swell“ auch von STRAYs „In 80 Days Around The World“ stammen könnte oder TYGERS OF PAN TANG oder TOKYO BLADE für „Puppeteer“ Pate stehen könnten. SOLENOID sind aber keine dieser Retro-beinahe-Coverbands, sondern kriegen immer noch rechtzeitig die Kurve und drücken den Songs ihre eigene Note auf und reißen mich mit ihrer Spielfreunde über die gesamte Dauer des Longplayers mit, etwas was nur den wenigsten Bands gelingt. Und so begeistert mich SOLENOID jetzt im bestimmt zwanzigsten Durchlauf immer noch so wie beim ersten...

FAZIT: Mein zweieinhalbjähriger Sohn sagte spontan beim Betrachten des Covers: “Da ist ja ein Feuerwerk drauf“, was zwar nicht ganz stimmt, aber den Inhalt von SOLENOIDs Debüt doch treffend wiedergibt. Genaugenommen ist es der absolute Hammer in Sachen Heavy Rock und katapultiert den belgischen Fünfer aus dem Nichts in die Oberliga auf Augen- und Ohrenhöhe mit Klassikern wie MOTÖRHEAD, BLACK SABBATH, TYGERS OF PAN TANG, NASHVILLE PUSSY oder STRAY. Fans dieser Bands sollten unbedingt beide Ohren auf SOLENOID ausrichten, da diese dem Sound obiger eine ordentliche Frischzellenkur verpassen und hemmungslos alles in Grund und Boden rocken, was rang und Namen hat. Ich bin zwar kein Freund großspuriger Beschreibungen, aber diese Scheibe ist mit das Beste, was ich in den letzten Monaten aus der Heavy Rock-Ecke zu hören bekommen habe. Ich hoffe inständig, dass Buzzville Records in der Lage sind, dieser Band die große Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die sie wirklich verdient hat. Ganz groß!

Dr. O. (Info) (Review 3980x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 14 von 15 Punkten [?]
14 Punkte
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Tracklist:
  • Out In The Cold
  • Down The Dream
  • Her Peace
  • One Armed Man
  • Angelspray
  • Short But Swell
  • Puppeteer
  • Whambambition
  • Slayin'
  • Grandadhead
  • Trashday
  • Divide

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
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