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The Roxx: IRONic TRUTH (Review)

Artist:

The Roxx

The Roxx: IRONic TRUTH
Album:

IRONic TRUTH

Medium: CD
Stil:

Hardrock/Heavy Metal

Label: Rockville
Spieldauer: 41:53
Erschienen: 13.11.2009
Website: [Link]

Die Münchener THE ROXX (nicht zu verwechseln mit den US-Hardrockern ROXX) sind laut Band-Bio schon seit 1984 aktiv und haben es im Laufe der Jahre immerhin auf sieben Full-Length-Alben, ein Live-Album und sogar eine Best-Of gebracht. Trotzdem habe ich bis zu diesem Review von der Band noch nie etwas bewusst gehört oder gelesen.

Das erste, was einem beim Hören von „IRONic TRUTH“ auffällt, ist die gravierende Ähnlichkeit der Stimme von Billy Itch zu der von Rob Halford. Allerdings bewegt sich Herr Itch ausschließlich in mittleren Tonlagen, Metal-Screams à la „Painkiller“ hat er nicht im Repertoire. Vielleicht fühlte ich mich deshalb beim Erstdurchlauf gleich an das umstrittene letzte JUDAS-PRIEST-Album „Nostradamus“ erinnert. Die zweite Auffälligkeit ist der zwar druckvolle, aber gleichzeitig auch sehr synthetisch klingende Gitarren-Sound von Neuzugang Bernd Itveen, der sich für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr am momentanen Zeitgeist orientiert.

Die erwähnten Ähnlichkeiten zu JUDAS PRIEST sind auch beim Songwriting nicht von der Hand zu weisen. Midtempo-Hymnen mit einprägsamen Riffs wie „I Found God“, „Stake For The People“ oder „If Time Stood Still“ haben auch die Metal-Urväter reihenweise im Programm, wenn auch die Klasse der Originale nicht ganz erreicht wird. Das ist vielleicht nicht eben originell, aber zweifellos gut gemacht und für mich sind die genannten Songs die Höhepunkte auf „IRONic TRUTH“.
Leider hält die Band dieses Niveau nicht über die Albumdistanz. Denn zwar gehört das Integrieren von Genre-fremden Stil-Elementen angeblich zur Bandphilosophie, aber die Gothic-Schlagseite via Gesangs-Elfen-Duett in „I Love To Hate“ ist nicht gerade eine musikalische Pionierleistung. Gleiches gilt die bei einigen Parts zu hörenden Streicher und Dudelsäcke, die ziemlich aufgesetzt wirken und sich mutmaßlich ebenfalls daran orientieren, was gerade so „in“ ist.

Als wirklich störend empfinde ich allerdings einige sehr vorhersehbare und zu sehr auf Mitgröhlkompatibilität getrimmte Refrains, wie z.B. in „Jack Plug Safe“, „The Epiphany“ oder „By The Crap Of The Whip“. Bei letztgenanntem Song fällt zudem der wirklich platte Text sehr negativ auf. Das Thema SM kann man klischeetriefender ja kaum noch angehen. Ähnlich uninspiriert sind auch die lyrischen Ergüsse zur Aids-Problematik („Jack Plug Safe“) oder dem Papsttum („Stake For The Pope“). Aber vielleicht verstehe ich auch einfach nur den bandeigenen Humor nicht.

FAZIT: THE ROXX haben mit ihrem aktuellen Album sicher keinen Meilenstein abgeliefert und werden vermutlich in der aktuellen Veröffentlichungsflut untergehen. Aber von einigen Schwächen in Punkto Originalität, Songwriting und Texten abgesehen, finden sich doch ein paar sehr hörenswerte Songs auf „IRONic TRUTH“, die mir immerhin deutlich besser gefallen als die MySpace-Songs vom Vorgänger-Album. Insbesondere JUDAS-PRIEST-Anhänger, die Alben wie „British Steel“ oder „Point Of Entry“ zu schätzen wissen, sollten mal ein Ohr riskieren. [Album bei Amazon kaufen]

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 3007x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 7 von 15 Punkten [?]
7 Punkte
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Tracklist:
  • I Found God
  • The Epiphany (Revolt)
  • Stake For The Pope
  • If Time Stood Still
  • Knock On Metal
  • Jack Plug Safe
  • I Love To Hate
  • No Scruple No Shame
  • By The Crack Of The Whip
  • Father

Besetzung:

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  • keine Interviews
Kommentare
Jan
gepostet am: 21.04.2010

An dem Album ist wirklich nichts aufregendes. Kaum rockts ein wenig, kommen Streicher und Mädchengesang. Hallo, was soll das?? Roxx machen meiner Meinung nach immer den Fehler, daß sie versuchen, Trends aufzugreifen und möglichst modern zu klingen. Jungs, ihr habts drauf geile 80er Jahre Songs ala Judas Priest zu spielen. Wieso macht ihr nicht das, was ihr richtig gut könnt? Schade dass ihr eure Alben immer zu tode produziert!
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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