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Amorphis: Magic & Mayhem – Tales From The Early Years (Review)

Artist:

Amorphis

Amorphis: Magic & Mayhem – Tales From The Early Years
Album:

Magic & Mayhem – Tales From The Early Years

Medium: CD
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Nuclear Blast
Spieldauer: 60:21 inkl. Bonustrack
Erschienen: 17.09.2010
Website: [Link]

Kinder wie die Zeit vergeht... Als AMORPHIS begannen als solche Musik zu machen, konnten manche ihrer heutigen Fans das Wort „Metal“ noch nichtmal fehlerfrei in ihr Schulheft kritzeln. Bereits seit 1990 geistern die Finnen durch die Metal-Landschaft und erfreuen ihre Anhänger in beständiger Regelmäßigkeit mit neuen Werken. Da darf es wohl erlaubt sein, auf die Anfänge zurückzublicken und zu reminiszieren.

Und eben das tun sie mit „Magic & Mayhem – Tales From The Early Years“. Nun lässt sich ja vortrefflich über Sinn und Unsinn von Best-Of-Alben diskutieren und sicherlich stecken hinter manchen auch zweifelhafte Machenschaften, aber diese Compilation ist nicht nur mal eben eine lose Zusammenwürfelung alter Stücke – für „Magic & Mayhem...“ haben sich AMORPHIS die Mühe gemacht, alle ausgewählten Tracks komplett neu einzuspielen und einzusingen. Ein Teil der Ur-Fans wird vermutlich Zeter und Mordio schreien, während die Tracklist manch anderes Herz doch höher schlagen lässt, denn sie konzentriert sich ausschließlich auf die Werke der Band zwischen 1992 und 1996, wobei erwartungsgemäß ihrem Erfolgsalbum „Tales From The Thousand Lakes“ mit fünf von dreizehn Songs am meisten Rechnung getragen wird, dicht gefolgt von „Elegy“ mit vier Tracks. Zudem finden sich noch zwei Stücke von „The Karelian Isthmus“ sowie zwei Cover in der Zusammenstellung wieder.

Grundsätzlich ist man den Songstrukturen der „Originale“ nicht wesentlich zu Leibe gerückt, vielmehr bekommen wir die bandeigenen Neuinterpretationen alter Klassiker wie 'Against Widows', 'The Castaway' und natürlich dem obligatorischen 'Black Winter Day' zu hören, deren Sound etwas aufgefrischt wurde und deren Lyrics nun natürlich zu größten Teilen von Tomi Joutsen in die Welt getragen werden. Dass die Band mit ihm nach Pasi Koskinens Ausstieg 2005 einen absoluten Glücksgriff gemacht haben, ist ja hinlänglich bekannt. Und ebenso, dass der kleine Mann mit den ellenlangen Dreads keinerlei Berührungsängste mit dem alten Material der Band hat. Somit findet jetzt auch auf Tonträger Ausdruck, was Joutsen bereits seit fünf Jahren live unter Beweis gestellt hat. Wer nun beharrlich an den zweifellos großartigen Alt-Fassungen festhält, sollte vielleicht trotzdem ein Ohr riskieren, denn auch Tomi Joutsens Vocals sind nachwievor beeindruckend und dem ursprünglichen Charme der Songs keineswegs abträglich. Und immerhin hat er die Growls in den AMORPHIS-Sound zurück gebracht.

FAZIT: Es sein mal dahingestellt, ob grundsätzlich zwei Anniversary-Outputs in einem Jahr Not getan hätten bzw. ob ein großes Jubiläumspackage zusammen mit der „Forging the Land Of Thousand Lakes“-DVD nicht die nettere Alternative gewesen wäre. Nichtsdestotrotz ist „Magic & Mayhem – Tales From The Early Years“ die Retrospektive einer großartigen Band, die sich verdientermaßen ihrer ersten Werke rückbesinnt, ohne dabei die Gegenwart auszublenden. Zwar werden sie die Originale nicht ersetzen können - sollen sie sicher auch gar nicht - vielmehr schlagen die neu arrangierten Songs eine Brücke zwischen damals und heute, über die vielleicht auch jüngere AMORPHIS-Fans den Zugang zum frühen Material der Band finden mögen. [Album bei Amazon kaufen]

Sabine Langner (Info) (Review 3101x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
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Tracklist:
  • Magic And Mayhem
  • Vulgar Necrolatry
  • Into Hiding
  • Black Winter Day
  • On Rich And Poor
  • Exile Of The Sons Of Uisliu
  • The Castaway
  • Song Of The Troubled One
  • Sign From The North Side
  • Drowned Maid
  • Against Widows
  • My Kantele
  • Light My Fire [Bonus]

Besetzung:

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  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 20.09.2010

Mehr als eine Best Of ist es auch nicht. Gerade die Songs der "Tales..." verlieren durch die Neuaufnahme fast alle Kälte und Räudigkeit, die das Original ausgezeichnet hat. Wobei ich sowieso nur die ersten beiden Alben der Band richtig gut finde. Ansonsten besitze ich nur noch die 2010er DVD.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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