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Arsis: Starve For The Devil (Review)

Artist:

Arsis

Arsis: Starve For The Devil
Album:

Starve For The Devil

Medium: CD
Stil:

Melodic Death Metal

Label: Nuclear Blast
Spieldauer: 40:45
Erschienen: 05.02.2010
Website: [Link]

Manchmal sollte man eben nicht blind eine Rezension zusagen, ohne auch nur einen Ton von der entsprechenden Platte gehört zu haben. Bei ARSIS kann man nicht so viel falsch machen, dachte ich, denn die vorherigen Veröffentlichungen waren allesamt akzeptabel – mal mehr Schwedendeath, mal mehr Floridatod, wird also schon passen. Mein erster Gedanke beim ersten Durchgang von „Starve For The Devil“ war allerdings: „Was ist denn auf einmal mit denen los?“

Wie es scheint, sind ARSIS anno 2010 komplett auf den ARCH ENEMY-Trichter gekommen. Fort sind sie, die coolen Göteborg-Passagen. Fast verschwunden sind sie, die fetten US-Death Metal-Parts, stattdessen regiert auf diesem vierten Album, für das sich Bandkopf James Malone mal wieder eine komplett neue Mannschaft ins Haus holen musste, gleichförmige Langeweile. Sicherlich sind die Stücke von spieltechnisch hoher Qualität, und auch das Songwriting ist solide, doch was bringt das Können auf den Instrumenten, wenn bestenfalls ein „ARCH ENEMY in etwas besser“ herauskommt?

Das Schlagzeug triggert sich zudem extremst monoton einen Wolf, die Gitarren gniedeln gesichtslos ihre mit Vibrato geschwängerten, teils doppelläufigen Soli und schrubben Riffs aus ihren Läufen, die in etwa so viel Wiedererkennungswert besitzen wie die Börsennachrichten des vorgestrigen Nachmittags, der Bass ist meistens irgendwo hinten ums Eck eine rauchen, und der Krächzgesang ist nicht mehr als Standardko(s)t. Kräääkrääää iaaargh iaaargh, schrubb schrubb, klickerklacker, dudeldudel, röttöttöttö, nächster Song, gleiches Spiel von vorne.

FAZIT: Ideenlosigkeit und beinahe schon Plagiatismus, klinische Produktion, nichtssagende Songs – all das sind Faktoren, die für eine Band wie diese, die zu deutlich mehr in der Lage ist als sie hier zeigt, zum musikalischen Selbstmord führen. „Starve For The Devil“ ist verschwendeter Rohstoff, der die Regale verstopft. Dadurch geht Platz verloren, den wesentlich hungrigere, kreativere Bands eher verdient hätten. Auch Schönhören mag nicht klappen, eher bin ich froh, endlich das Review für diese nervtötende Scheibe hinter mir zu haben. Wie wäre es, das nächste Mal einfach mit etwas mehr eigenen Ideen und mehr Spritzigkeit zu Werke zu gehen?

Chris Popp (Info) (Review 5519x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Forced To Rock
  • A March for the Sick
  • From Soulless To Shattered
  • Beyond Forlorn
  • The Ten Of Swords
  • Closer To Cold
  • Sick Perfection
  • Half Past Corpse O´Clock
  • Escape Artist
  • Sable Rising

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Jan
gepostet am: 02.03.2010

User-Wertung:
13 Punkte

Sorry, aber dein Ausdruck ist unterste Schublade. Abgesehen davon liegst du völlig daneben.
Man sollte das hier löschen, wenn man sich nicht lächerlich machen will.
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 03.03.2010

Min jong, glaub mir, ich hab mir das Teil x-mal angehört, doch im Vergleich zu genreähnlichen Scheiben stinkt o. g. Album ganz gewaltig ab. Die Band hatte in der Vergangenheit trotz fast komplett fehlender Originalität durchaus ihren Reiz, doch wieso sie auf dem aktuellen Album ihre Identität so gut wie komplett aufgeben, ist mir unbegreiflich. Zudem bevorzuge ich natürlichere Produktionen - und die von "Starve..." ist alles andere als das. Die Platte hört sich nicht mehr nach glühenden Amps an, sondern nach Digitaleffekten, surrenden Festplatten, Tonspuren zurechtschiebenden Mausklicks und Copy&Paste. Aus dem Genre gibt es dermaßen viel bessere Kost, da ist Arsis' neue Scheibe in meinen Ohren absolut verzichtbar. Und ein durchgehender Genuss der Platte ist für mich auch jetzt noch eine wahre Geduldsprobe...

Wenn du das anders siehst, dann ist das natürlich völlig normal, aber ich finde es in letzter Zeit extrem schlimm und nervtötend, dass bei nonkonformen Meinungen gleich gejammert wird, Löschungen gefordert werden und Redakteure persönlich angegangen werden.

Was den Ausdruck angeht, so sollte manchen Lesern bewusst werden, dass wir alle noch echte Musikfans mit eigener Meinung sind und keine Schreibsklaven der Plattenfirmen oder etwa Redakteure des Regionalblattes (welche eher nüchterne Berichterstattung betreiben). Und wenn ich mir so manche Reviews zu "Starve..." ansehe, war ich ja noch richtig freundlich. Also, Stock aus dem Bobbes, über mein Review den Kopp schütteln und sich trotzdem an der Platte erfreuen.

Mensch, wenn ich mir so manche Reviews, auch hier, durchlese, denke ich manchmal auch: "Welche Platte hat der da gehört?". Letztendlich ist alles Geschmackssache. *5€ ins Phrasenschwein werf*

Mensch, wir sind doch alle Individuen mit unterschiedlichen Geschmäckern. Herrje, wenn ich mich wegen jedem Review, über das ich mich ärgere, beschweren würde, dann bräuchte ich 72-Stunden-Tage...
Jan
gepostet am: 04.03.2010

Deins hat mich nur besonders geärgert.
Wenn dir das schon öfter passiert ist, dann solltest du vielleicht mal überlegen, woran es liegt^^

Ne mal im Ernst. Es klang für mich so wie jemand der einfach nur die Band runter machen will. Arsis ist meine Lieblingsband und man kann den Alben vor SftD nicht abstreiten, dass sie absolut klasse sind. Außerdem wurde grade Arsis immer wegen ihrem eigenen Stil gelobt. Du schreibst sowas wie, dass "die coolen Göteborg-Passagen" verschwunden sind. Ich finde, dass es nie annähernd an diese Bands erinnert hat.

Bei der Musik von Arsis muss man sich erstmal konzentriert reinhören. Das hast du meines erachtens eindeutig nicht gemacht.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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