Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

James LaBrie: Static Impulse (Review)

Artist:

James LaBrie

James LaBrie: Static Impulse
Album:

Static Impulse

Medium: CD
Stil:

Heavy Metal

Label: Inside Out
Spieldauer: 50:54
Erschienen: 24.09.2010
Website: [Link]

Das zweite Solo-Werk des DREAM THEATER-Fronters hält gleich zu Beginn eine dicke Überraschung bereit. Statt der Stimme von LaBrie schallt dem Hörer derbes Geschrei entgegen. Hier ist Drummer Peter Wildoer am Werk, der etwa bei der Hälfte der 12 Songs auf „Static Impulse“ auch „singt“. Kann man gut finden, muss man aber nicht. Ich empfinde den Einsatz von Wildoers Organ als überwiegend monoton, langweilig, unpassend und außerdem dem Zeitgeist angebiedert. Trotzdem schafft es auch der singende Trommler nicht, eigentlich guten Songs wie „One More Time“ oder „Mislead“ echten Schaden zuzufügen. Und fairerweise muss man auch zugeben, dass die wirklich langweiligen Songs von LaBrie im Alleingang eingesungen wurden. Viele Gesangslinien von Songs wie „Over The Edge“, „Superstar“ oder „Who You Think I Am“ klingen reichlich abgedroschen. Nach mehr als einem Dutzend Alben mit LaBriescher Beteiligung aber vielleicht auch nicht wirklich zu vermeiden. „Euphoric“ ist hingegen ein positives Beispiel für einen sehr gelungenen Gebrüll-befreiten Beitrag. Insgesamt sind die Songs erneut deutlich kompakter als auf den Alben von LaBries Hauptarbeitgeber, episches Gefrickel gibt es dementsprechend nicht zu hören. Die kurzen und technisch anspruchsvollen Soli von Gitarrist Marco Sfogli sind allerdings auch keine Musterbeispiele zum Thema Songdienlichkeit. Der Sound ist sehr modern und druckvoll geraten, nach meinem Geschmack klingt das Ganze aber zu künstlich und unnatürlich.

FAZIT: Ob sich LaBrie im mutmaßlichen Bemühen um mehr eigene Identität mit dem Einsatz eines Brüllwürfels wirklich einen Gefallen getan hat, bleibt abzuwarten. Davon abgesehen bietet „Static Impulse“ einige echte Treffer, aber auch viel Standard-Ware. Das Album ist nicht wirklich schlecht, aber selbst für LaBrie-Möger kein echtes Must-Have. [Album bei Amazon kaufen]

Lutz Koroleski (Oger) (Info) (Review 5706x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • One More Time
  • Jekyll Or Hyde
  • Mislead
  • Euphoric
  • Over The Edge
  • I Need You
  • Who You Think I Am
  • I Tried
  • Just Watch Me
  • This Is War
  • Superstar
  • Coming Home

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
marc
gepostet am: 24.09.2010

User-Wertung:
3 Punkte

stimmt vollkommen mit meinem eindruck überein, etwas enttäuschend die scheibe und diesem brüllaffen sollte man wirklich den mund verbieten...
Sven
gepostet am: 26.09.2010

User-Wertung:
13 Punkte

ich bin da anderer Meinung ich find das Album gar nicht so schlecht sind einpaar gute Songs dabei
Paradigm
gepostet am: 28.09.2010

User-Wertung:
13 Punkte

Ich finde das Album auch nicht so schlecht (8/15?), wie in der Rezension beschrieben. Im Gegenteil ist die "Brüllstimme" von Wildoer ein angenehmer Kontrast zu LaBries super klaren Stimme. Ich finde den ausprobierten Stil in Richtung "Death Metal" sehr interessant! Die Gitarren hören sich trotz mancher unpassenden Soli echt Hart und Fett an. Bad säts chust mai opinien.
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 28.09.2010

Wenn ich noch mal kurz auf unser Wertungssystem hinweisen darf:
"7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt."
Thorsten Bartel
gepostet am: 10.10.2010

User-Wertung:
13 Punkte

Eigentlich beteilige ich mich ungern an "Diskussionen" im Netz -- ist ja eh alles Geschmackssache. Aber mit den allgemeinen Reaktionen auf "Static Impulse" in der Fachpresse bin ich überhaupt nicht einverstanden. Ich finde, dass LaBries Stimme bislang bei noch keinem anderen Album so gut in Szene gesetzt wurde wie hier. Die Platte kann man sehr gut von vorne bis hinten durchhören, bis auf Lied 11 gibt's meiner Meinung absolut keine Durchhänger. Viele der Songs sind absolut überdurchschnittlich und gerade "One More Time", "Euphoric", "I Need You" und "This Is War" sind unfassbar gute Songs. Irgendeine hippe Newcomerband hätte mit den nicht ganz so guten Stücken bei dem Sound wahrscheinlich nur Lorbeeren kassiert, James LaBrie seltsamerweise nur 8/15 Punkten. Mir absolut unverständlich -- bei dem review fehlt es mir doch ein wenig am Objektivität. Kommentar zum Review von "marc": Lächerlich!
der anonyme
gepostet am: 14.10.2010

User-Wertung:
12 Punkte

ich gebe Thorsten Bartel recht. das Album ist bis auf Superstar echt gut. Den Kontrast der Stimme von James und Peter Wildoer finde ich ebenfalls gut in Szene gesetzt
darkwater
gepostet am: 16.10.2010

User-Wertung:
14 Punkte

Neben der neuen Alter Bridge ( 3 ) DAS HIGHLIGHT der letzten Monate! Labrie singt sensationell und die Band ist phantastisch
anonymus
gepostet am: 27.12.2010

Dieses Album ist einfach nur geil! Der Kontrast der beiden Stimmen ist einfach nur super! Für mich das absolut beste Album des Jahres!!!!
musicmandude
gepostet am: 06.03.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Wenn man von dem meiner Meinung nach überflüssigem Gebrülle absieht, ein starkes Album, gefällt mir wesentlich besser als die letzten Dreamtheater-Alben, mit denen ich nicht mehr viel anfangen konnte.
KC
gepostet am: 18.12.2012

User-Wertung:
13 Punkte

Auch ich kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen. Hier kriegt man ein schönes, erfrischendes Heavy Metal-Brett im neueren Stil um die Ohren gehauen. Die Growling- Passagen runden den geschliffenen Gesang wunderbar ab. Musikalisch ist an der Instrumentierung kaum was draufzusetzten. Peter Wildoers Quintolen-Fill Ins sind komplett was Neues, was ich so noch nie gehört habe. Ein rundum gelungenes Album mit einer überragenden Band. Ich freu mich auf den Nachfolger.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich um keine Farbe: rot, gelb, blau, sauer

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!