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Maxxess: Ultra (Review)

Artist:

Maxxess

Maxxess: Ultra
Album:

Ultra

Medium: CD
Stil:

Instrumental

Label: klangdesign-records
Spieldauer: 52:21
Erschienen: 04.02.2010
Website: [Link]

Gut drei Jahre nach „Offroad“ erscheint Max Schiefeles alias MAXXESS fünftes Output „Ultra“. Nach dem Motto „never change a winning sound“ schreibt er sein Konzept von elektronischer Musik zwischen TANGERINE DREAM und Berliner Schule (zumindest peripher), aufgepeppt mit harten Gitarrentönen fort. Wobei die Härte natürlich jedes Extrem vermeidet. Schiefele hat kein Interesse daran, in freejazzige- oder verschrobene Space-Sphären á la ACID MOTHERS TEMPLE, vorzustoßen. Im Blick bleibt immer die melodische Songstruktur. Und das beherrscht er gut; keineswegs so aalglatt-banal wie TANGERINE DREAM zu den gitarrenlastigsten Zeiten, sondern durchaus zupackend und mit Druck, ohne in Muzak-Beliebigkeit zu verfallen. Die Produktion bleibt dabei leider etwas blass und höhenlastig.

Der ruhige Electronica-Anteil auf „Ultra“ ist im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig geschrumpft. Zwar gibt es immer noch Ruhepausen innerhalb der Tracks, die die zehn Minuten Grenze nicht überschreiten, aber die Gitarre gibt den Ton an. Das ist durch die Bank, nett, gediegen und gut anhörbar. Es gibt keine Ausfälle, aber auch keine großen Höhepunkte. Und ist auch nicht so originär wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Denn u.a. mit dem, bedauerlicherweise viel zu wenig bekannten, Franzosen PATRICK RONDAT (gerne als ehemaliger Gitarrist JEAN MICHEL JARREs apostrophiert) gibt es starke Konkurrenz, die ein ähnliches musikalisches Feld schon länger und mit größerer Vielfalt beackert. Wenn man sich alleine Rondats 1999er Opus „On The Edge“ zu Gemüte führt, wird schnell klar, dass für MAXXESS im Jahr 2010 noch einiges an Luft nach oben vorhanden ist.

FAZIT: Im Vergleich mit einem französischen Kollegen, den ein ähnliches musikalisches Interesse umtreibt wie Max Schiefele, zeigt sich, dass MAXXESS noch in der zweiten Liga spielt. Zwar auf einem Spitzenplatz, aber ausbaufähig bis zum endgültigen Aufstieg. „Ultra“ stört und nervt nicht, lässt sich sowohl konzentriert, wie nebenbei ohne Gehirn- und Magenschmerzen hören; ist aber auch kein Werk, das vor bemerkenswerten Ideen und deren Umsetzung nur so strotzt. Ein angenehmer Begleiter für fast jede Gelegenheit. Ob es aber Liebe wird, oder bei einer oberflächlichen Bekanntschaft bleibt, wird sich noch rausstellen.

Jochen König (Info) (Review 4943x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Secret Agent
  • Shape your mind
  • Downhill
  • The unknown
  • Uphill
  • Cruisin
  • Fieberwahn

Besetzung:

  • Sonstige - Max Schiefele - alle Instrumente

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Mirko
gepostet am: 23.02.2010

Ich kenne nur die Scheibe "Contact" von AXESS MAXXESS. Läuft regelmäßig.
Nichts anspruchsvolles, trifft bei mir aber den Geschmacksnerv in Sachen "Fahrstuhlmusik".
Ich höre bei Gelegenheit mal rein...
Jochen [musikreviews.de]
gepostet am: 23.02.2010

User-Wertung:
9 Punkte

@Mirko: schöne Zusammenfassung. Hätte ich genauso für "Ultra" schreiben können...
Mirko
gepostet am: 23.02.2010

Hinter AXESS verbirgt sich übrigens Elektronikkünstler Axel Stupplich, der noch ein Projekt namens PYRAMID PEAK betreibt.
PATRICK RONDAT werde ich mir dann auch noch zu Gemüte führen.
Jochen [musikreviews.de]
gepostet am: 23.02.2010

Jep, stimmt. Aber sowohl Axess wie Pyramid Peak decken mehr die flächige Elektronik ab, die eine größere Nähe zur Berliner Schule hat. Axxess/Maxxess "Contact" ist vermutlich die paritätischste Verbindung bislang.
Mirko
gepostet am: 01.03.2010

PYRAMID PEAK kann ich übrigens sehr empfehlen. Die "Ocean Drive" habe ich mir gleich mal zugelegt.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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