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Sky's Shadow: Romeo & Juliet (Review)

Artist:

Sky's Shadow

Sky's Shadow: Romeo & Juliet
Album:

Romeo & Juliet

Medium: CD
Stil:

Progressive Symphonic Rock/Metal

Label: Hammersound
Spieldauer: 46:19
Erschienen: 13.08.2010
Website: [Link]

Nach ihrem 2004er-Debut "Fate" haben die Leverkusener Progressive Symphonic Metaler SKY'S SHADOW nun ihr zweites Album am Start. Es handelt sich dabei um ein Konzeptwerk, das sich mit der bekannten Geschichte von Shakepeares Romeo und Julia befasst. So hat das Album "Romeo & Juliet" auch ein bisschen was von einer Rockoper im Stile AYREONs. Nur dass bei SKY'S SHADOW etwas mehr auf orchestrale Elemente gesetzt wird.

Aber auch SKY'S SHADOW zielen in erster Linie auf die Erschaffung einer Atmosphäre hin. Diese ist oft besinnlich, doch es gibt auch intensivere Abschnitte. Es werden Gefühle wie Melancholie, Liebe, Wut oder Trauer gut interpretiert. Die ganze musikalische Umsetzung dieser Tragödie kann man als gelungen bezeichnen. Es finden sich dabei schöne Melodien, in denen die Sinne auch mal schwelgen können. Dennoch wird immer wieder Spannung und Dramaturgie aufgebaut, die sich dann in opulenten oder druckvollen Phasen entlädt.

Man merkt, dass einige der Musiker in beiden Welten schon Erfahrungen sammeln konnten – im Rock und im Klassik. Dieses Konzeptalbum ist ein ehrgeiziges Projekt, das technisch auch keine Wünsche offen lässt. Man muss symphonischen Bombast aber abkönnen, um an "Romeo & Juliet" gefallen zu finden. Emphatische Chöre und epische Orchestral-Abschnitte sind ein grundlegender Teil des Albums. Auf der anderen Seite steht dann das energetische Gitarrenspiel, welches stets den metalischen Zweig der Kompositionen hoch hält, sowie ausgefeilte Konstrukte und Arrangements. An einer nötigen Komplexität und kleinen Experimenten fehlt es ebenfalls nicht. Progressivität und Anspruch halten auf "Romeo & Juliet" mit einer gewissen Eingängigkeit und dem symphonischen Bereich insgesamt eine recht harmonische Ballance.

Noch verbesserungsfähig erscheint mir der männliche Gesang. Gerade wenn ich mir so die klare, melodische Stimmlage von Tim Schneider anhöre, habe ich den Eindruck, dass da besonders im emotionalen Bereich noch mehr ginge, dass er möglicherweise noch mehr Feeling in die gefühlvollen Abschnitte stecken könnte. Ein paar mal lässt Tim dieses stimmliche Potential in sehr energetischen Passagen sogar raus. Er müsste es aber öfters tun. Die weiblichen Gesangsparts, die von der Musical-Darstellerin Daniela Sandhofer übernommen wurden, sind in Punkto Ausdruckskraft da insgesamt besser und intensiver. Die ganzen Instrumentalisten machen einen prima Job und geben keinen Grund zu Kritik.

FAZIT: Ein über weite strecken gutes und vor allen Dingen gut umgesetztes Album an der Schnittgrenze aus Progressive Metal und Symphonic Rock, das besonders in der zweiten Hälfte zur Höchstform aufläuft. Allerdings können nicht sämtliche Songs komplett mitreißen. Noch mehr Stücke in der Qualität von "Hatred", "Dangerous Love" oder "Devil's Draw" hätten eventuell sogar ein oder zwei weitere Wertungspunkte ergeben. Für Freunde solcher Rock- bzw. Metalopern stellen SKY'S SHADOW mit "Romeo & Juliet" aber eine interessante Alternative zu den bekannteren Künstlern dieses Bereichs dar.

Steffen (Info) (Review 5660x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Overture
  • Two Households
  • Masquerade
  • Blessed Night
  • Hatred
  • Banished
  • Dangerous Love
  • Devil's Draw
  • The Last Prayer
  • Another Dawn

Besetzung:

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